Die Kunst des klaren Denkens


Von Carmen Bayer

Freitag, 25. August 2017

Buchtipp

Die Kunst des klaren Denkens - 52 Denkfehler die Sie besser anderen überlassen

Rolf Dobelli

Eine wichtige Entscheidung steht an, was tust du?

Eine pro und contra Liste schreiben? Dich mit Familie und Freund_innen unterhalten? Vom Stress geplagt den Kopf verlieren und die erstbeste Entscheidung treffen, damit endlich wieder alles beim Alten ist? Dich irgendwo hin zurückziehen und hoffen, dass sich das Dilemma von selbst erledigt?

Jede dieser Methoden hat eindeutig ihre Vor- und Nachteile, die vermutlich auch schon jede_r in der ein- oder anderen Art miterleben durfte oder besser gesagt durchleiden musste. „Und ich Depp hab gedacht, das wäre so schon richtig so“, eine wirklich unschöne Aneinanderreihung von Wörtern.

Ich habe gedacht, ich denke, … diese Phrase verwende ich üblicherweise dann, wenn ich von einer Lösung nicht weiter entfernt sein könnte, wie etwa bei der gelungenen Herstellung von Semmelknödel. Kann es also sein, dass wir Menschen gelegentlich zu Denkfehlern neigen?

Ja, aber ein gewisser Rolf Dobelli, Finanzchef, Geschäftsführer, Autor und noch vieles mehr wunderte sich im Laufe seiner Karriere immer öfter über die eigenen die Denkfehler, wie auch über die anderer und begann, wann immer sich eine unkluge Entscheidung bemerkbar machte, diese zu Papier zu bringen.

Dobelli bereichert seine Leser_innen mit insgesamt 52 Denkfehlern, welche mit treffenden, selbstironischen Bespielen nicht nur klüger machen, darüber hinaus ist es ein schmerzlich-erhellendes Vergnügen das Buch zu lesen.

Zum Abschluss noch ein Rätsel:

„Ein Stück Papier wird in der Mitte gefaltet, dann wieder in der Mitte gefaltet und wieder und wieder. Wie dick wird es nach 50-mal falten sein?“ ­
(Dobelli, S. 141)

Erschienen bei: dtv

Titelbild: © iStock/Ekaterina_Chebotareva


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Über die Autorin

Carmen Bayer

Neben ihrer Arbeit beim Netzwerk Bildungsberatung studiert sie Soziologie und verbringt ihre freie Zeit bevorzugt mit Musik und sehr gerne auch mit gutem Essen. Sprachlos ist sie eher selten.

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