Keine Angst vor dem Scheitern


Von Claudia Weiß

Mittwoch, 7. Juni 2017

Die Kultur des Scheiterns gibt es in Österreich nicht. Wer beruflich nicht erfolgreich oder gar längere Zeit arbeitslos ist, hat einen schweren Stand in der Gesellschaft. Das wird sich in naher Zukunft kaum ändern und trotzdem sollte der Glaube an sich selbst erhalten bleiben. Denn der wirkt auf jeden Fall positiv auf den Bewerbungsprozess.

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Selbst wenn die Arbeitslosigkeit länger dauert oder der letzte Job bereits einige Zeit zurückliegt, gibt es immer wieder Erfolgsgeschichten. Wer Arbeitslosigkeit nicht als Makel sieht und in dieser Zeit aktiv bleibt sowie sein Wissen auf aktuellem Stand hält hat gute Chancen, wieder in das Erwerbsleben zurückzukehren.

Wie steige ich wieder ins Berufsleben ein?

Zuerst einmal die eigenen Ressourcen wertschätzen und mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes abgleichen: was kann ich, welche Kompetenzen habe ich, was davon lässt sich auch beruflich umsetzen? Ganz wichtig ist, sich mit dem Scheitern auseinanderzusetzen, den Verlust aufzuarbeiten; dafür empfiehlt sich, professionelle Hilfe zu suchen: um Bewerbungsstrategien zu entwickeln und die Chance für berufliche Veränderung zu sehen. Ebenso wichtig ist, die eigenen Netzwerke zu aktivieren.

Auch die Erweiterung der beruflichen Perspektiven hinsichtlich neuer Berufsfelder - sozusagen ein Abstrahieren der Kompetenzen - sollte auf dem Wiedereinstiegsplan stehen. Und so rasch wie möglich die Auseinandersetzung mit dem aktuellen Arbeitsmarkt. Dann kann der neue Arbeitsplatz ein Neubeginn sein, um die eigenen Stärken und Fähigkeiten verstärkt einzubringen. Mit einem persönlichen Profil im Portfolio ist die Arbeitsuche auf jeden Fall leichter.

Nichts verschweigen

Ratsam ist ein offensiver Umgang mit der Arbeitslosigkeit ebenso wie mit Auszeiten. Denn Lücken im Lebenslauf fallen und werfen Fragen auf. Also nicht verschweigen und gleich von vornherein die Zeit(en) ohne Erwerbsarbeit anführen. Im Bewerbungsgespräch kann darauf dann näher eingegangen werden.

Ansonsten gelten für alle dieselben Regeln: die Stellenanzeige genau lesen, den/die Ansprechpartner_in im Unternehmen erfragen, eine Bewerbung nach den neuesten Richtlinien  inklusive Motivationsschreiben erstellen und vor allem authentisch sein.

Die Sozialen Netzwerke sollten ebenfalls für die Arbeitsuche genutzt werden. Ein Profil auf LinkedIn hilft beim Vernetzen und macht Arbeitsuchende für potenzielle Arbeitgeber_innen sichtbar. Mit facebook lässt sich das eigene Netzwerk erweitern und manche Unternehmen suchen bereits über diese Medien geeignete Mitarbeiter_innen. Empfehlenswert ist, den eigenen facebook-Eintrag zu überprüfen und zu aktualisieren. Viele Personaler googeln Bewerber_innen erst einmal, um sich ein (virtuelles) Bild machen zu können.

Wo bekomme ich Unterstützung?

Frau & Arbeit bietet für Frauen ausgerichtete Workshops zum Thema Wiedereinstieg nach Karenz im Bundesland Salzburg an, für Frauen 40+ gibt es ein eigenes Angebot www.frau-und-arbeit.at Weitere Workshops von Salzburger Bildungsberatungseinrichtungen, zur Unterstützung des Wiedereinstiegs, findest du unter: bildungsberatung-salzburg.at


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Über die Autorin

Claudia Weiß

Werbefachfrau mit Faible für Schönes aus den Bereichen Schrift, Text und Grafik. Öffentlichkeits­arbeiterin bei Frau & Arbeit, selbstständige Lektorin und Grafikerin. Sehr anfällig für grandiose Magazinlayouts, besondere Covergestaltungen und herausragenden Stil.

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