Virtuelle Reiseleitung oder Aufräumcoach als Beruf?

Neue Berufsbilder entdecken und Kompetenzen checken

Die Berufswelt ist im steten Wandel. Und die Digitalisierung trägt einiges zur Beschleunigung dieses Prozesses bei. Der Arbeitsmarkt fordert von uns „Future Skills“, wie z. B. digitales Verständnis, technologisches Wissen, Lösungsorientierung und Resilienz. Fähigkeiten, die wir uns angeeignet haben, und Arbeitsbereiche werden zunehmend stärker miteinander verknüpft. Dies erfordert manchmal eine Umorientierung und Kompetenzerweiterungen der Arbeitnehmer:innen. Kassierer:innen in großen Supermärkten müssen seit geraumer Zeit auch die Technik der Selbstbedienungskassen servicieren können. Viele Berufe haben sich in den letzten 20 Jahren stark gewandelt, sich weiterentwickelt oder neu erfunden. Zwei davon stellt uns Claudia Weiß von Frau & Arbeit im Folgenden vor.

Von Claudia Weiß |
Digitale Reiseleiterin oder Aufräumcoach als Beruf

Was willst du einmal werden?

Auf diese Frage wusste mein jugendliches Ich keine Antwort. Sehr gerne wollte ich Kindermädchen sein. In meiner Vorstellung war dieser Beruf einfach nur schön. Nach vier Wochen stellte ich fest, dass die Freude am Tun zwar schön, nur leider zu wenig ist und es mehr braucht, um Kinder gut umsorgen zu können. Beispielsweise eine pädagogische Ausbildung und auf jeden Fall Organisationstalent. Den eigenen Kompetenzen auf die Spur zu kommen, ist manchmal eine Herausforderung. Neugierde zahlt sich jedenfalls aus, denn Lust auf Neues kann dein Berufsleben enorm bereichern. Um drauf zu kommen was du kannst und wo Deine Talente liegen, kannst Du dir professionelle Unterstützung holen. Doch dazu kommen wir später. Erst einmal blicken wir auf die Veränderungen, die uns erwarten werden.

Berufswege und Berufsbilder ändern sich laufend

Die Arbeitswelt verändert sich, seit es Menschen gibt. Am prägendsten war wohl die Industrielle Revolution oder zuvor die Erfindung des Buchdrucks. Heute ist die Digitalisierung eine Art Revolution, die zunehmend unseren Alltag und vor allem unser Berufsleben beeinflusst. Bisher haben wir die Veränderungen gar nicht so einschneidend erlebt. Es hat sich etwas verändert und wir haben uns wie selbstverständlich angepasst. Doch nun sind da die Megatrends der Zukunft – sie versprechen massive Veränderungen und bringen neue Berufe hervor.

Die Megatrends wirken langfristig auf alle Lebensbereiche: beispielsweise ist die Lebenserwartung gestiegen. Wir werden also immer älter, aber auch immer digitaler. Künstliche Intelligenz ist Teil unseres Alltags. Wir kommunizieren über Soziale Medien, vernetzen uns und tauschen uns aus, das Klima verändert sich, Wissen ist jederzeit verfügbar. Und wir Menschen wollen beruflich etwas Sinnvolles machen.

Wenn eine virtuelle Brille neue Berufe schafft

Doch was sind denn diese Fähigkeiten der Zukunft? Und was musst du können? Ein Beispiel: Reiseleiter:in ist ein Beruf, der an Orte gebunden ist und in dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Wird das Berufsbild um ein digitales Tool ergänzt, nämlich eine virtuelle Brille, können alte oder kranke Menschen, die nicht mehr verreisen, zumindest virtuell andere Länder besuchen. Der klassische Beruf des Reiseleitenden wird um Know-how im digitalen Bereich ergänzt und es entsteht ein neues Berufsbild: virtuelle:r Reiseleiter:in oder Virtual Coach. Für diesen Job ist technisches Interesse und digitales Know-how wichtig, es braucht Empathie, Freude am Umgang mit Menschen und Kreativität. Mehr dazu findest Du in unserer "Gewusst wie" Box.

Aufraeumcoach_Bildungsbuch

Neues Berufsbild: Aufräumcoach

neues berufsbild: virtuelle reiseleiterin

Wenn eine virtuelle Brille neue Berufe schafft

Du liebst Struktur und Ordnung? Werde Aufräumcoach!

Auch Aufräumcoach ist einer dieser neuen Berufe, der in die Kategorie Individualisierung eingeordnet ist. Bisher wird dieser Beruf meist selbstständig ausgeübt, die Tätigkeiten und Aufgabenfelder sind äußerst vielseitig: anderen Menschen dabei zu helfen, Struktur und Ordnung schaffen in Wohnräumen, Büros, Garagen, Dachböden etc. Zusätzliche Services können sein: das Entsorgen nicht benötigter Dinge, Vermittlung des Verkaufs für aussortierte Gegenstände oder Workshops und Beratung zum Thema Ordnung. Dazu braucht es unter anderem ein Gefühl für Farben und Formen, Einfühlungsvermögen, räumliches Vorstellungsvermögen, gute Beobachtungsgabe, gestalterisches Know-how und Diskretion.

Diese Beispiele zeigen, dass bereits erlernte Fähigkeiten, Lebenserfahrung, Fachwissen und digitales Know-how kombiniert einen neuen Beruf oder einen neuen Aufgabenbereich ergeben. Genau das sind „Future Skills“: Fähigkeiten, die du schon hast, aber nicht weißt, wie du sie im Berufsleben einsetzen kannst. Und Fähigkeiten, die du erlernen möchtest – im Bereich Digitalisierung oder neue Technologien.

Checke Deine Kompetenzen mit uns und lass Dich überraschen was in Dir steckt

Mach den Kompetenzcheck mit eine:r Bildungsberater:in. Willst du beruflich neue Wege gehen und dich über Future Skills informieren? Oder Deine Fähigkeiten und Dein Wissen mit den Erfordernissen des Arbeitsmarkts abgleichen? Die Bildungsberater:innen sind Expert:innen auch für die neue Arbeitswelt. Frauen sind bei Frau & Arbeit zu diesem Thema bestens aufgehoben.

Aufräumcoach

Aufräumcoaches (m./w./d.) arbeiten in Häusern, Wohnungen, Lagern oder Büros zusammen mit ihren Kundinnen und Kunden. Dabei hantieren sie mit allerlei Gegenständen sowie mit Ordnungsmaterialien (z. B. Ordner, Ablagesysteme) aber auch Mitteln zur Entsorgung (z. B. Kisten, Müllsäcke). Neben der direkten Arbeit mit Kund:innen halten Aufräumcoaches auch Vorträge und Workshops oder bieten Onlineberatung zum Thema "Ordnung halten" an.

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von Claudia Weiß
Claudia Weiß

Autorin

Claudia Weiß

Werbefachfrau mit Faible für Schönes aus den Bereichen Schrift, Text und Grafik. Öffentlichkeitsarbeiterin bei Frau & Arbeit, selbstständige Lektorin und Grafikerin. Sehr anfällig für grandiose Magazinlayouts, besondere Covergestaltungen und herausragenden Stil.

InfoboxFrau & Arbeit

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Frau & Arbeit bietet:

  •  kostenlose Beratung
  • Coaching
  • Workshops

für Frauen zu Fragen rund um das Berufsleben. Das Angebot von Frau & Arbeit richtet sich an Frauen jeden Alters, die Unterstützung bei der beruflichen Integration und/oder Entwicklung ihrer beruflichen Fähigkeiten und Ziele suchen.

Einfach telefonisch oder online Kontakt aufnehmen unter: 0662/ 880723-10 oder info@frau-und-arbeit.at.

Alle weiteren Infos findet ihr auf: 

www.frau-und-arbeit.at

Zuletzt aktualisiert am: 14.12.2020

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Amadeus Linzer bietet mit seinem Unternehmen Vitablick virtuelle Reisen speziell für alte Menschen

Hier findest Du eine Übersicht wo und wie man virtuell reisen kann

Hier findet Ihr weitere Artikel zum Thema:
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Kompetenzen
Talente
Virtual Reality
Neue Berufe
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Bildungsinfo aktuell

Infoboxwaff: Beratungs- und Förderleistungen in Wien

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Grundsätzlich bietet der waff kostenlose und individuelle Beratung für berufliche Entwicklungschancen von beschäftigten Wiener:innen und fördert berufliche Aus- und Weiterbildungen. Neben beschäftigten Wiener:innen gibt es gemeinsam mit dem AMS Wien auch Angebote für arbeitssuchende Wiener:innen.

Bildungskonto: Das Bildungskonto für Wiener Arbeitnehmer:innen (BIKO) fördert Wiener:innen, die sich beruflich weiterbilden oder einen höheren Abschluss erlangen möchten und steht allen Wiener:innen je nach Einkommen, Arbeitsmarktstatus und beruflichem Ziel bei anerkannten Bildungsträgereinrichtungen zur Verfügung. Das Bildungskonto mit maximal € 500 ist für alle Wiener:innen (Beschäftigte und arbeitslos Gemeldete). Im Rahmen des Bildungskontos werden anteilsmäßig die Kosten für berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bei einem vom waff anerkannten Bildungsträger in Abhängigkeit der individuellen Formalvoraussetzungen bis maximal € 3.000 refundiert. Weiters werden Förderungen von digitalen und klimaschutzrelevanten Kompetenzen und Qualifizierungen in der Höhe von maximal € 5.000 gewährt.

Chancen-Scheck des waff: Der Chancen-Scheck ist das Förderinstrument für die Zielgruppe des Qualifikationsplans Wien 2030. Beschäftigte, die keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung haben oder Personen, die zwar über einen höheren Abschluss verfügen, aber dennoch dequalifiziert arbeiten, erhalten mit dem Chancen-Scheck eine besonders attraktive finanzielle Förderung für Aus- und Weiterbildungsvorhaben von bis zu 5.000 Euro. Mit dem Chancen-Scheck werden berufliche Weiterbildung und das kostenlose Nachholen von Lehr- und anderen Bildungsabschlüssen gefördert. Damit verbunden ist in der Regel die Ausstellung eines Qualifikationspasses, der Qualifikationen, Kompetenzen, berufliche Entwicklungsziele und Bildungsschritte dokumentiert und zum Erreichen des individuellen Bildungsziels beitragen soll.

FRECH – Frauen ergreifen Chancen – Beratung und Qualifizierung: Bei FRECH handelt es sich um ein Programm für beschäftigte Frauen in Wien, die eine grundlegende berufliche Veränderung in Form einer Neuorientierung, Höherqualifizierung und/oder Weiterentwicklung anstreben. Das Programm bietet beschäftigten Frauen mit beruflicher Veränderungsabsicht eine Prozess- und Laufbahnberatung, welche gegebenenfalls durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Weiterbildungskosten bis max. 5.000 Euro ergänzt werden kann. Aus- und Weiterbildungen zur Stärkung digitaler und klimaschutzrelevanter Kompetenzen können ebenfalls gefördert werden. Darüber hinaus werden berufsbezogene Workshops und Vorträge angeboten. Frauen können dabei von einer umfassenden individuellen Beratung, Workshops und Vorträgen sowie einer finanziellen Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung profitieren.

Karenz und Wiedereinstieg: Das Programm bietet Personen vor, während und nach einer Berufsunterbrechung (Eltern-, Pflege- oder Familienhospizkarenz) frühzeitige Information und präventive Beratung für den beruflichen Wiedereinstieg. Die Beratung kann durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Kosten bis max. 4.000 Euro ergänzt werden. Darüber hinaus werden themenspezifische Gruppenveranstaltungen mit gelegentlicher Kinderbetreuung angeboten.

Ausbildungsinitiative Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik: Die Ausbildungsinitiative für Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik wendet sich an beschäftigte Wiener:innen, die ein berufsbegleitendes Studium in den genannten Bereichen anstreben. Ziel ist es, mehr Frauen in berufsbegleitende Fachhochschulstudiengänge zu bringen und damit langfristig mehr weibliche Fachkräfte für den Wiener Arbeitsmarkt zu gewinnen. Das Programm bietet umfassende prozessorientierte Beratung wie auch Coachingangebote. Vor dem Studium wird die berufsbegleitende Vorbereitung auf ein Studium gefördert, unter anderem durch eine Vorqualifizierungsmaßnahme an der Hochschule Campus Wien. Nach Studienplatzzusage werden geförderte Kurse begleitend zum ersten Studienjahr, z.B. eine berufsbegleitende Begleitqualifizierung für Bachelor-Studiengänge an der FH Technikum Wien, ein Stipendium für ausgewählte Bachelor- und Masterstudiengänge (12.000 Euro für BA-Studiengänge, 9.000 Euro für MA-Stiudiengänge) sowie zahlreiche Workshops, Vernetzungsveranstaltungen und Kooperationen mit Unternehmen und Fachhochschulen bereitgestellt. Ergänzend werden studien- und berufsbezogene Veranstaltungen sowie Begleitung bis über den erfolgreichen Studienabschluss hinaus angeboten.

Sonderprogramm Lehrlinge: Der waff kann auf Grundlage des Antrags eines Lehrlings mit Wohnsitz in Wien die Vorfinanzierung der Kosten für Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung übernehmen, die dem waff von der Wirtschaftskammer Wien refundiert werden. Ergänzend werden auch die LAP-Vorbereitungskurse, die im Rahmen des Projektes Qualifizierungsmanagement eingereicht werden, gefördert.

Weiterbildungsinformation Wien: Der waff führt eine umfassende, aktuelle Weiterbildungsdatenbank unter weiterbildung.at, die eine anbieterneutrale Entscheidungsgrundlage für die Auswahl einer passenden Aus- und Weiterbildung darstellt.

Wiener Ausbildungsgeld:  Mit dem Wiener Ausbildungsgeld sollen mehr Menschen für längere Ausbildungen und die anschließende Berufstätigkeit in vom Mangel an Fachkräften geprägten Bereichen gewonnen werden. Da die Bezüge aus der Arbeitslosenversicherung in der Regel nicht ausreichen, um eine längere Ausbildung finanziell abzusichern, hat Wien im Jahr 2021 mit dem Wiener Ausbildungsgeld eine finanzielle Lücke geschlossen. Die Leistung richtet sich an beim AMS Wien arbeitslos gemeldete Personen und ermöglicht diesen im Vorfeld einer Beschäftigung die Teilnahme an länger dauernden Ausbildungen (mindestens 12 Monate) im Rahmen von Jobs PLUS Ausbildung sowie anderen arbeitsplatznahen Qualifizierungen. Das Wiener Ausbildungsgeld wird für Ausbildungen in den Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge (beispielsweise: Gesundheit, Pflege, Soziales und Pädagogik in Kooperation mit der Magistratsdirektion und Unternehmen der Stadt Wien) und andererseits für Qualifizierungen in klimaschutzrelevanten Berufen sowie im Bereich IKT/Digitalisierung gewährt. Es unterstützt die Teilnehmer:innen während der gesamten Dauer der Ausbildung mit monatlichen Zahlungen, die einen Mindestbetrag von rund € 1.550 monatlich sicherstellen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in diesen gesellschaftlich relevanten Beschäftigungssegmenten geleistet. Die Gewährung des Wiener Ausbildungsgeldes ist subsidiär zu Förderungen des Bundes, des Landes oder Dritter.

Zahlreiche Studien belegen, dass eine finanzielle Absicherung der Lebenshaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter ist.

Jugendstiftung Wien: Aufgrund der Entwicklungen am Arbeitsmarkt und des Fachkräftebedarfs der Wiener Wirtschaft haben der waff und das AMS Wien mit der Jugendstiftung Wien ein erfolgreiches Instrument zur Qualifizierung von jungen Erwachsenen ins Leben gerufen. Im Eintrittszeitraum von Jänner 2025 bis Dezember 2028 werden insgesamt 1.000 umstiegs- und aufstiegsorientierte junge Wiener:innen im Alter von 18 bis 24 und mit Anspruch auf Arbeitslosengeldbezug durch gezielte Aus- und Weiterbildung unterstützt. Die Maßnahme umfasst eine Phase der Berufsorientierung, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Die Möglichkeiten reichen hierbei vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien. Hier soll einerseits auf bestehenden Qualifikationen der Teilnehmer:innen aufgebaut und begonnene Ausbildungen abgeschlossen werden und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet werden (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung wird im Rahmen der aktiven Arbeitsuche intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Da eine finanzielle Absicherung der Lebenserhaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter darstellt, ist zusätzlich zum Arbeitslosengeld eine monatliche ausbildungsbedingte Zuschussleistung in Höhe von € 300 vorgesehen.

Frauenstiftung Wien: Die Frauenstiftung Wien richtet sich an Frauen ab 25 Jahren ohne Berufsausbildung und mit Arbeitslosengeldbezug, wobei der Fokus auf Wiedereinsteigerinnen liegt. Ihr Ziel ist es, den Teilnehmerinnen eine Qualifizierung zu ermöglichen und sie beim (Wieder)-Einstieg als Fachkraft in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Im Rahmen des mit August 2025 gestarteten Pilotprojekts ist innerhalb von einem Jahr der Eintritt von 100 Frauen vorgesehen. Ähnlich wie bei der Jugendstiftung ist auch hier zu Beginn eine Phase der Berufsorientierung vorgesehen, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Dabei wird einerseits auf den bestehenden Qualifikationen der Teilnehmerinnen aufgebaut und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung – die Möglichkeiten reichen vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien – wird intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Um entsprechende Ausbildungen zu ermöglichen und die Lebenserhaltungskosten abzusichern ist ein monatlicher Ausbildungszuschuss in Höhe von € 300 zusätzlich zum Arbeitslosengeld vorgesehen.

Wiener Pflegeausbildungsprämie: Die Pflegeausbildungsprämie ist eine monatliche finanzielle Unterstützung in der Höhe von 658,40 Euro für Personen, die eine Ausbildung in Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen an einer anerkannten Ausbildungseinrichtung in Wien absolvieren. Damit sollen strukturelle und finanzielle Anreize gesetzt werden, um Ausbildungen in diesen Bereichen attraktiver zu gestalten. Die Pflegeausbildungsprämie kann Personen gewährt werden, die eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege (z.B. Bachelor Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz) bzw. eine Ausbildung in einem Sozialbetreuungsberuf (z.B. Fach- bzw. Diplom-Sozialbetreuung in Alten- oder Behindertenarbeit) absolvieren.

Kursförderungen für Arbeitnehmer*nnen in Wien – waff
 

Diese Informationen wurden uns vom waff im Februar 2026 zur Verfügung gestellt.