"Fuckup" in der Bildungsberatung

Über die neue Freude am Scheitern.

Was bei den Fuckup Nights öffentlich gefeiert wird, bekommst du in der Bildungsberatung etwas privater, aber genauso effizient.

Von Helga Schwarz |
Fuckup Night Scheitern Fehler iStock master1305 sw

Seit 2012 gibt es die aus Mexico stammenden  "Fuckup Nights", bei denen viel Lehrreiches und Lustiges über das Scheitern von Projekten zum Besten gegeben wird, eine Art Poetry SLAM der gescheiterten Projekte. 

Ich vermute fast, dass der Spaß für die Zuschauer größtenteils in der Schadenfreude liegt, der man sich bei solchen Veranstaltungen gemeinsam hingeben kann. Über berufliche Rohrkrepierer zu lachen, macht dann Sinn, wenn alle davon was haben. Am meisten, wenn ich selbst als geläutert daraus hervorgehe und nicht mehr allzu blauäugig und kurzsichtig an große Pläne herangehe.

Zitat

Bei Niederlagen kommt Bewegung in die Leistungsgesellschaft, die ja gern den Fehler verfolgt, sich in ihm verbeißt, ihn als roten Mangel im Schulheft kennzeichnet und in den Mittelpunkt stellt.

Im Fall von eigenen Erlebnissen mit dem Scheitern tut es gut, auch darüber zu reden – vor Publikum oder in der Bildungsberatung. Das hilft, um den Blick wieder nach vorn zu lenken und zu bedenken, woran es wohl gefehlt hat und wie ich mir das noch fehlende Stück zum Ziel holen kann.

Übers Handeln und Denken in der Bildungsberatung

Zuerst Denken, dann Handeln – das ist ein Grundsatz, der nicht dem schnellen Gewinn entspringt, schon gar nicht dem Zocken mit der eignen Existenz. Wir müssen lernen, verantwortungsvoll mit den eigenen Potentialen umzugehen. Einen persönlichen Bildungsplan und einen individuellen Berufsplan zu entwickeln ist da sinnvoll.

Genau das ist auch unser Geschäft als Bildungsberater_innen.

Feedback geben zu Werdegängen mit allen Hochs und Tiefs, zu analysieren, welche Potentiale vorhanden sind und welche noch gestärkt werden müssen. Keine Zauberei, aber eine Einstellung, die von beiden – Klient_in und Berater_in - ein erwachsenes, verantwortungsvolles Erarbeiten und  Umsetzen von Plänen erfordert.

Keine Frage, auch dabei sind „fuck“-Situationen nicht ausgeschlossen, aber die halten sich in Grenzen und können auch mal als Geschichte für die nächste Fuckup Night herhalten.

Wie der Phönix aus der Asche

Die persönliche oder berufliche Niederlage als Chance zu begreifen, nach einer Analyse eine neue Ausgangsbasis zu schaffen und mit aller Kraft neu durchzustarten, dazu braucht es Mut, Motivation und eben auch Unterstützung.

 Denken wir nur an die wunderbare Filmgeschichte von Alexis Sorbas, wo in der Schlusssequenz zwei Partner die Trauer über das zusammengestürzte Bergbauprojekt in ein herzliches Lachen verwandeln können. 

Lachen über den eigenen Schaden und die absurde Situation und dann einen leidenschaftlichen Tanz am Strand vollführen, den Sirtaki, der Ihnen die Kraft gibt, sich wieder auf das Leben und neue Projekte einzulassen.
 

Zitat

Das ist eine Erfolgsgeschichte, die nicht im Scheitern stecken bleibt.

Wer lachen kann, dort wo er hätte heulen können, bekommt wieder Lust zum Leben. *Werner Finck

CC BY

Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

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von Helga Schwarz
Helga Schwarz

Autorin

Helga Schwarz

Helga Schwarz ist Bildungsberaterin und Berufscoach in der Bildungsinfo tirol, selbständig als Lebensberaterin, Trainerin und Supervisorin. Ich bin einen optimistische Europäerin, mag Sprachen und setze auf kulturelle Kompetenzen, bin Kreativ-Schreiberin, Seminardesignerin, schätze innovative Denke und Lebenslanges Lernen. Privat-persönlich pflege ich meine Beziehungen und steh auf „Wohnen“.

InfoboxBildungsberatung in Österreich

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Kärnten
Auf der Website der Bildungsberatung Kärnten gibt es alle Informationen zum Kärntner Beratungsangebot: bildungsberatung-kaernten.at

Steiermark
Für die Steirer und Steirerinnen gibt es hier alle Beratungstermine nach Bezirken sortiert auf einen Blick: bildungsberatung-stmk.at

Burgenland
Die Bildungsinformation Burgenland hilft bei allen Fragen zur Aus- und Weiterbildung.

Niederösterreich
Deine Bildungsberatung – auch auf Russisch, Ukrainisch, Slowakisch, Polnisch, Englisch, Arabisch, Persisch, Türkisch … - findest du auf der Website: www.bildungsberatung-noe.at

Wien
Die Bildungsberatung in Wien bietet kostenfreie Information und Beratung zu Bildung und Beruf, auch auf Türkisch, BKS, Englisch, Arabisch, Dari/Farsi... Beratung gibt‘s per Telefon und online via Mail, Chat und Video. Das Beratungstelefon ist unter der Gratis-Tel.: 0800 20 79 59 von Mo-Do zwischen 9-12 Uhr erreichbar. Auf der Website bildungsberatung-wien.at kannst du ganz einfach Beratungstermine buchen.

Oberösterreich
Telefonisch für Fragen rund um deine Aus- und Weiterbildungen, Förderungen, … erreichbar unter der Beratungshotline 050/6906 3 von Montag bis Donnerstag 7:30 bis 16:00 Uhr und am Freitag von 7:30 bis 13:30 Uhr. Wenn du einen Termin für eine Video-Bildungsberatung vereinbaren willst, melde dich unter bildungsinfo@akooe.at. Neben der Online-Bildungsberatung findest du das bunte Beratungsangebot in OÖ auch auf https://www.bildungsberatung-ooe.at.

Salzburg
In Salzburg genügt ein Anruf bei der BILDUNGSLINE unter 0800 208 400! Du bekommst telefonische Informationen, wie beispielsweise über den Salzburger Bildungsscheck und Termine für persönliche Beratungen. Das Team der BILDUNGSLINE ist MO – FR von 08.00 – 12.00 oder unter frage@bildungsberatung-salzburg.at kostenfrei für dich zur Stelle. Mehr Infos findest du hier: www.bildungsberatung-salzburg.at. Oder du buchst deinen Termin für eine kostenlose Bildungsberatung ganz einfach unter https://termine.bildungsberatung-salzburg.at 

Tirol
Ein Klick auf die Website www.bildungsberatung-tirol.at und du kannst dir deine Beratungsmöglichkeiten auf deine Frage und deinen Bezirk genau zugeschnitten anzeigen lassen. Weitere Informationen rund um Bildung und Beruf bekommst du von der Bildungsinfo Tirol!

Vorarlberg
Alles, was dein Bildungsherz begehrt, findest du auf den ersten Blick unter www.bildungsberatung-vorarlberg.at Einfach und übersichtlich kommst du so zu deiner Bildungsberatung. 

Für alle Bundesländer gibt es aber auch noch die online Bildungberatung: 
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=bildungsberatung+online.at

aktualisiert: Dezember 2025

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Bildungsinfo aktuell

InfoboxMusik als Berufsweg – Berufsfelder und Ausbildungswege in Österreich

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Musik kann viele berufliche Wege eröffnen – auf der Bühne, im Unterricht, im Studio oder im Kulturmanagement. Die Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich reichen von Musikuniversitäten über pädagogische Studien bis hin zu technischen oder organisatorischen Ausbildungen.

Musikberufe verlangen neben Talent oft viel Eigeninitiative, Übung und Flexibilität. Gleichzeitig bieten sie vielfältige Möglichkeiten, kreative Interessen mit pädagogischen, technischen oder organisatorischen Tätigkeiten zu verbinden.

Künstlerische Musikberufe:

Musiker:in / Sänger:in

Musiker:innen arbeiten als Solokünstler:innen, in Bands, Orchestern oder Ensembles. Je nach Stilrichtung sind sie im Bereich Klassik, Jazz, Pop, Rock etc. tätig. Der Weg führt häufig über ein Musikstudium, Konservatorium oder intensive musikalische Praxis.

Musicaldarsteller:in

Musicaldarsteller:innen verbinden Gesang, Tanz und Schauspiel. Die Ausbildung erfolgt meist über spezialisierte Musical- oder Musiktheaterstudiengänge.

Songwriter:in / Komponist:in

Songwriter:innen schreiben Musik und Texte für eigene oder andere Projekte. Es gibt keine geregelte Ausbildung, häufig helfen Studien in Komposition, Musikproduktion oder Sprachkunst.

Dirigent:in

Dirigent:innen leiten Orchester oder Chöre. Voraussetzung sind meist sehr gute musikalische Kenntnisse sowie ein spezialisiertes Dirigierstudium.
 

Pädagogische, soziale und wissenschaftliche Berufe:

Musiklehrer:in

Musiklehrer:innen unterrichten an Schulen und gestalten musikalische Projekte. Die Ausbildung erfolgt über ein Lehramtsstudium mit zwei Unterrichtsfächern.

Instrumental- und Gesangspädagog:in (IGP)

IGP-Absolvent:innen unterrichten an Musikschulen oder privat. Das Studium verbindet künstlerische und pädagogische Inhalte.

Musiktherapeut:in

Musiktherapeut:innen arbeiten im Gesundheits- und Sozialbereich mit Musik als therapeutischem Mittel. Dafür ist ein spezialisiertes Studium in Musiktherapie notwendig.

Musikwissenschaftler:in

Musikwissenschaftler:innen beschäftigen sich mit Musikgeschichte, Theorie und Analyse. Sie arbeiten häufig in Forschung, Kultur oder Medien und haben beispielsweise ein Studium in Musik- oder Musik- und Tanzwissenschaft.

Organisation, Management und Technik:

Musikmanager:in

Musikmanager:innen planen und organisieren die Karriere von Musikerinnen, z. B. Marketing, Auftritte, Tourneen und Vertrags- bzw. Finanzfragen. Eine fixe Ausbildung gibt es nicht; meist führen Studien oder Weiterbildungen in Musik-, Kultur- oder Eventmanagement sowie betriebswirtschaftliche Kenntnisse in den Beruf.

Musikproduzent:in

Musikproduzent:innen gestalten und betreuen Musikproduktionen im Studio von der Idee bis zur fertigen Aufnahme. Der Einstieg erfolgt über Studien oder Ausbildungen im Bereich Musikproduktion/Tontechnik, ist aber auch für Quereinsteiger:innen möglich.

Veranstaltungstechniker:in

Veranstaltungstechniker:innen kümmern sich um Licht-, Ton- und Bühnentechnik bei Konzerten und Events. Der Beruf kann über eine Lehre oder technische Studiengänge erlernt werden.

Beispiele für Bildungseinrichtungen in Österreich (Auswahl)

Event Engineering

u. A. das Musikum Salzburg https://musikum.at/de/

* Die angeführten Bildungseinrichtungen stellen eine Auswahl dar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zur weiteren Recherche empfiehlt sich folgende Seite: https://www.studienplattform.at/

Recherchiert von Laura Eder, BiBer Bildungsberatung, im Mai 2026.