Pflege – ein Zukunftsberuf im Wandel

Die Reform der Gesundheits- und Krankenpflege im heurigen Jahr brachte neue Berufsbilder und neue Ausbildungen. Was das für euer Berufsleben bedeutet, könnt ihr hier nachlesen.

Von Christine Bauer-Grechenig |
2017 09 05 Pflege Beruf Ivan balvan

Die Veränderungen auf den Punkt gebracht:

Die bisherige Pflegehilfe wird in Pflegeassistenz (PA) umbenannt, dauert nach wie vor ein Jahr und soll vor allem für die Grundpflege zuständig sein.

Neu eingeführt wurde die zweijährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz (PFA), die zu einem Großteil dem Aufgaben- und Tätigkeitsbereich der jetzigen Diplomausbildung entspricht.

Die Pflegefachkräfte im gehobenen Dienst (derzeit Diplomausbildung) sollen künftig akademische Abschlüsse haben, d.h. sie schließen nach einem dreijährigen Studium mit einem Bachelor (BScN) ab. Somit ist auch ein Zugang zu Master- und Doktoratsstudien offen.

Die bisherigen dreijährigen Diplomausbildungen an den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen werden derzeit zwar noch angeboten, laufen aber bis spätestens 2024 aus.

Wo liegen die Unterschiede zum alten System?

Die Grundvoraussetzungen wie Freude am Umgang mit Menschen, Geduld, körperliche und psychische Eignung, Verlässlichkeit ... bleiben gleich und gelten für alle Ausbildungen.

Der große Unterschied ergibt sich aus den formalen Zugangsvoraussetzungen: für die Pflegeassistenz genügen 9 positiv absolvierte Schulstufen, für die Pflegefachassistenz braucht man 10 positiv absolvierte Schulstufen beziehungsweise neun Jahre und einen Lehrabschluss. Für den gehobenen Pflegedienst jedoch wird in Zukunft eine Matura (bzw. Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung) notwendig sein, da die Ausbildung an einer Hochschule stattfinden wird.

Für die Berufsberechtigung von Personen, die bereits im Pflegebereich arbeiten, ändert sich derzeit nichts. Doch werden in Zukunft Aufschulungen und Weiterbildungen angeboten, die eine Spezialisierung und berufliche Weiterentwicklung auf allen Ebenen ermöglicht. Für die Finanzierung stehen je nach individuellen Voraussetzungen und Ausbildung Bildungskarenz, Fachkräftestipendium, Stiftungen, Salzburger Bildungsscheck oder Studienförderungen zur Verfügung.

Die Beratungseinrichtungen des österreichweiten Netzwerkes Bildungsberatung unterstützen bei der Wahl der passenden Weiterbildung und beraten kostenlos und vertraulich. (erwachsenenbildung.at). In Salzburg steht gerne BiBer-Bildungsberatung für persönliche Einzelberatungen zur Verfügung.

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"Du arbeitest als Pflegehelfer_in und möchtest dich beruflich weiterentwickeln? Dann ergreife die Initiative und mache eine Aufschulung zur Pflegefachassistenz, denn für Absolventen und Absolventinnen der einjährigen Pflegehilfeausbildung ist auch eine verkürzte Ausbildung zur Pflegefachassistenz möglich. Die ansonsten zweijährige Ausbildung dauert dann aufbauend nur ein Jahr.

Wir können euch zum Abschluss noch einen Blick auf das Video von whatchado - "Wie werde ich Pflegeassistent_in?" empfehlen!

Dieser Text ist zuerst in den Salzburger Nachrichten erschienen. Wir freuen uns, ihn auch hier veröffentlichen zu können.

CC BY

Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

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von Christine Bauer-Grechenig

Autorin

Christine Bauer-Grechenig

Neben der Leitung von BiBer Bildungsberatung unterstütze ich Menschen als Bildungsberaterin. Ich hatte das Glück in meinem Beruf meine Berufung zu finden. Es macht mir große Freude gemeinsam mit Ratsuchenden mögliche passende Bildungs- und Berufswege zu entwickeln und ihnen dadurch zu helfen, beruflich weiterzukommen.
www.biber-salzburg.at

InfoboxPflegeassistenz

Inhalt anzeigen

Ausbildungsdauer: 2 Jahre Vollzeit, teilweise auch berufsbegleitend 3 Jahre
>> Als geprüfte Pflegeassistenz hast du die Möglichkeit, in einem Jahr deinen Abschluss in der Pflegefachassistenz zu erlangen. Diese Weiterbildung / Ausbildung wird vom BFI und von den Salzburger Landeskliniken sowie dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum angeboten.

Zielgruppe: Pflegeassistent:innen mit abgeschlossener Ausbildung und Anspruch auf das Fachkräftestipendium beziehungsweise Bildungskarenz oder Berufsumsteiger:innen.

Ausbildungsorte:

Voraussetzungen:

    • Vollendetes 17. Lebensjahr bei Praktikumsbeginn
    • Mindestens zehn Schulstufen mit positivem Abschluss (alternativ: erfolgreiche Absolvierung der 9. Schulstufe und Lehrabschluss)
    • Ärztliches Gesundheitszeugnis und Polizeiliches Führungszeugnis
    • Kenntnisse der deutschen Sprache (mindestens auf EQR Niveau B2) 
    • Österreichische EU-Staatsbürgerschaft oder Flüchtlingsstatus oder Geflüchtetenstatus oder Niederlassungsbewilligung 
    • Persönliches Aufnahmegespräch (individuelle Terminvergabe)

    Aufschulung

    • Abgeschlossene Pflegeassistenzausbildung (ehemals Pflegehilfe) bzw. Sozialbetreuungsschule
    • Gesundheitliche Eignung
    • Vertrauenswürdigkeit und hohe soziale Kompetenz
    • Motivation, Interesse und Lernbereitschaft
    • EDV-Kenntnisse

    Abschluss: Pflegefachassistenz-Diplom

    Weiterbildungsmöglichkeiten: mit einem Vorbereitungslehrgang (BFI) zum verkürzten 2-semestrigen Lehrgang zum/zur akademischen Experten/Expertin und anschließend zum Bachelor of Science in Nursing an der FH Salzburg.

    Hilfreiche Links:

    Möglichkeiten in Vorarlberg:

    Infos aus Tirol:

    NEU: Pflegelehre in Salzburg

    Seit Herbst 2024 bieten Einrichtungen im Gesundheits- und Pflegebereich im Bundesland Salzburg die Ausbildung zur Pflegeassistenz und zur Pflegefachassistenz in Form der Lehre (duale Ausbildung) an.

    Dauer

    • Pflegeassistenz, 3 Jahre

    Voraussetzungen

    • Abschluss der allgemeinen Schulpflicht von 9 Jahren
    • Mindestalter von 15 Jahren
    • Interesse an sozialen Berufen und der Arbeit mit Menschen
    • gesundheitliche und persönliche Eignung (zum Beispiel psychische Belastbarkeit, Empathie)
    • Nachweis der Unbescholtenheit mit einem Strafregisterauszug

    Ausbildungseinrichtungen

    • Pflegeassistenz: Hilfswerk Salzburg, Rotes Kreuz

    Praktische Einblicke während der Lehrausbildung in folgenden Einrichtungen: Krankenhäuser, Pflegeheime, Hauskrankenpflege und Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen.

    Zuletzt aktualisiert im Jänner 2026 von BiBer Bildungsberatung; Ergänzungen im Mai 2025 mit Infos aus den Bundesländern

    InfoboxPflegefachassistenz

    Inhalt anzeigen

    Dauer: 2 Jahre Vollzeit, teilweise auch berufsbegleitend 3 Jahre
    >> Als geprüfte Pflegeassistenz hast du die Möglichkeit, in einem Jahr deinen Abschluss in der Pflegefachassistenz zu erlangen. Diese Weiterbildung / Ausbildung wird vom BFI und von den Salzburger Landeskliniken sowie dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum angeboten.

    Zielgruppe: Pflegeassistent:nnen mit abgeschlossener Ausbildung oder Berufsumsteiger:innen.

    Ausbildungsorte:

    Voraussetzungen:

      • Mindestalter 17 Jahre (Ausnahme: bei Schulen mit integrierter Pflegefachassistenzausbildung wie Multiaugustinum und HLW Zell)
      • erfolgreiche Absolvierung der 10. Schulstufe
      • gesundheitliche und psychosoziale Eignung
      • ausreichend gute Deutschkenntnisse (min. B2)
      • teilweise Besuch der Infoveranstaltung
      • Aufnahmeverfahren

      Aufschulung

      • Abgeschlossene Pflegeassistenzausbildung (ehemals Pflegehilfe) bzw. Sozialbetreuungsschule
      • Gesundheitliche Eignung
      • Vertrauenswürdigkeit und hohe soziale Kompetenz
      • Motivation, Interesse und Lernbereitschaft
      • EDV-Kenntnisse

      Abschluss: Pflegefachassistenz-Diplom

      Weiterbildungsmöglichkeiten: mit einem Vorbereitungslehrgang (BFI) zum verkürzten 2-semestrigen Lehrgang zum/zur akademischen Experten/Expertin und anschließend zum Bachelor of Science in Nursing an der FH Salzburg.

      Hilfreiche Links:

      Möglichkeiten in Vorarlberg:

      Zuletzt aktualisiert  im Dezember 2025 von BiBer Bildungsberatung;

      ergänzt im Mai 2025 mit Infos aus den Bundesländern

      InfoboxVon der Pflegefachassistenz zum Bachelor of Science– ohne Matura

      Inhalt anzeigen

      In Kooperation mit der Arbeiterkammer Salzburg und der Fachhochschule Salzburg, bietet das BFI Salzburg Pflegefachassistent:innen die Möglichkeit eines Vorbereitungslehrganges, der den Weg zum Bachelor of Science verringern kann.

      Du kannst dich nach dem zweisemestrigen Vorbereitungslehrgang mit zusätzlicher Matura oder Ergänzungsprüfungen für den Einstieg in das dritte Semester an der Fachhochschule bewerben.

      Dauer: 

      • Zwei Semester Vorbereitungslehrgang in Salzburg

        o    Do. Nachmittag und Fr. ganztags

      Voraussetzungen:

      • Abgeschlossene Pflegefachassistenz-Ausbildung; Deutsch-Niveau B2

      • Wenn keine Matura vorhanden ist, muss diese neben dem Vorbereitungskurs nachgeholt werden: entweder Berufsreifeprüfung oder Ergänzungsprüfungen in Deutsch und Englisch (entspricht der Studienberechtigungsprüfung

      Abschluss:

      • Erfolgreiche Absolvierung des Vorbereitungslehrganges
      • Zusätzlich Nachweis Matura oder Ergänzungsprüfungen
      • Berechtigung zur Absolvierung des Aufnahmetests an der Fachhochschule Salzburg mit der Möglichkeit ins 3. Semester des Studienganges „Gesundheits- und Krankenpflege“ einzusteigen.

      Kosten:

      • Der Vorbereitungslehrgang ist kostenlos (wird vom Land Salzburg und der Arbeiterkammer Salzburg gefördert)

      • Der Weg zur Hochschulreife (Matura etc.) muss selbst finanziert werden – gegebenenfalls mit Bildungsscheck förderbar

      Beginn der Ausbildung:

      •    Beginn des Vorbereitungslehrganges: November

      Hilfreiche Links:

      Zuletzt aktualisiert am: 3.7.2024 von BiBer Bildungsberatung

      InfoboxFörderungen

      Inhalt anzeigen

      Für kostenpflichtige Weiterbildungen können je nach Bundesland und individuellen Voraussetzungen unterschiedliche Förderungen in Anspruch genommen werden.

      Hilfreiche Links (Bundesländer):

      Hilfreiche Links (Österreichweit):

      Zuletzt aktualisiert am: 11.11.2025 von BiBer Bildungsberatung

      Hier findet Ihr weitere Artikel zum Thema:
      Pflege
      Weiterbildung
      InfoboxBildungsline

      Du willst noch mehr Infos?

      Die Bildungsline gibt Antworten

      Neue Bildungswege im Netzwerk Bildungsberatung

      Kostenfreie Informationen & Beratung

      erwachsenenbildung-salzburg.at
      nach oben

      Bildungsinfo aktuell

      InfoboxBildungsscheck des Landes Salzburg

      Inhalt anzeigen

      Mit dem Bildungsscheck fördert das Land Salzburg Kurskosten für berufsbezogene Weiterbildungen oder Ausbildungen, die unmittelbar im Berufsleben angewendet werden oder die Voraussetzung für eine angestrebte berufliche Veränderung (Umschulung) sind.

      Bei Umschulungen ist die geförderte Bildungsmaßnahme innerhalb eines Jahres nach Kursabschluss beruflich anzuwenden und nachzuweisen – erst dann erfolgt die Förderauszahlung.

      Förderungshöhe

      Die Höhe der Förderung beträgt 50 % der Kurskosten, wobei folgende Höchstbeträge zu beachten sind:

      • Allgemeiner Höchstbetrag für Kurse: € 1.100
      • Kurse von Personen über 50 Jahre: € 1.400
      • Kurse von Personen über 18 Jahre (zum Zeitpunkt des Kursbeginns Pflichtschule als höchster Abschluss): 90 % der Kurskosten, max. € 2.200
      • Vorbereitungskurse zur Ablegung der Werkmeister-, Meister- oder Befähigungsprüfung: € 2.200 (sofern diese Ausbildung erstmals absolviert wird)
      • Ausbildungen in Pflegeberufen (auch Heimhilfe) und Medizinischen Assistenzberufen: max. € 2.200
      • MINT/Digitalisierung/IKT-Fachkräfteausbildung mit mind. 200 Stunden Kursdauer: € 2.200

      Besonderheiten:

      • Bagatellgrenze: Kurskosten von weniger als € 220 werden nicht gefördert.
      • Online-Kurse sind nur förderbar, wenn diese mit mindestens 30 % physischer Präsenz stattfinden. Bei Kursen, die 100 % online stattfinden, muss die Prüfung physisch in einer Bildungseinrichtung erfolgen.
      • Gefördert werden ausschließlich Kursgebühren (keine Fahrtkosten, Kosten für Unterrichtsmaterialien, Prüfungsgebühren oder Unterkunftskosten).

      Voraussetzungen

      • Die förderwerbende Person muss im Land Salzburg seinen Hauptwohnsitz haben.
      • Er/Sie muss dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
      • Die Maßnahme muss berufsbezogen sein.
      • Die Ausbildung muss bei einem zertifizierten Bildungsträger erfolgen.

      Personengruppen

      Gefördert werden:

      • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
      • freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer,
      • geringfügig Beschäftigte,
      • Lehrlinge,
      • Wiedereinsteigerinnen/Wiedereinsteiger,
      • Arbeitslose,
      • Sozialunterstützungsbezieherinnen und –bezieher,
      • selbstständig Erwerbstätige (als Privatperson) mit in Summe maximal fünf Beschäftigten/Lehrlingen (umgerechnet auf Jahres-Vollzeitäquivalente),
      • Personen, die eine Weiterbildungszeit (ehem. Bildungskarenz) in Anspruch nehmen,
      • Personen, die Vorbereitungskurse zur Berufsreifeprüfung absolvieren,
      • Personen, die Deutsch als Fremdsprache erlernen möchten, können eine Förderung beantragen, sofern kein Anspruch auf Förderung durch den Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) gemäß Integrationsgesetz besteht

      Nicht förderbar sind z.B. Schüler:innen, Studierende, Au-Pairs, Akademiker:innen (nur in Ausnahmefällen), Personen mit Nebentätigkeiten als Qualifikation (außer unter bestimmten Voraussetzungen aktive Mitarbeit in einem familiären Landwirtschaftsbetrieb), Ausbildungen an landwirtschaftlichen Fachschulen sowie Personen ohne Berechtigung zur beruflichen Tätigkeit nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz und Asylwerber:innen.

      Der Bildungsscheck ist ONLINE einzubringen unter: www.salzburg.gv.at/bildungsscheck-ONLINE-Antrag.
      ACHTUNG: Der Antrag muss spätestens drei Monate nach BEGINN des Kurses gestellt werden!


      Ausnahme: Anträge zu Kursen, die 2024 begonnen haben, können noch bis drei Monate nach ENDE des Kurses gestellt werden.

      Weitere Infos unter:

      Salzburger Bildungsscheck

      Gerhard Walcher, Andrea Neumaier, Tel.: +43 662 8042 3600

      Zuletzt aktualisiert im Jänner 2026 von BiBer Bildungsberatung