Mehr Selbstliebe!

Der beste Neujahrsvorsatz 2017: Sei gut zu dir selbst.

Unsere Buchtipps für das neue Jahr widmen sich der Selbstliebe und Selbstverwirklichung, dem Scheitern und dem Neuanfang.

Von Beate Höfels-Stiegernigg |
Buchtipp Sarah BAier

Buchtipp

Selbstbestimmt leben - Wege zum Ich

von Jorge Bucay

Ein Buch für alle, die Märchen, Anekdoten und ihre Deutung lieben. Jorge Bucay erzählt, wie Abhängigkeiten entstehen und wie wir uns von anderen unterscheiden und abgrenzen können. Nur, wenn wir uns selbst genug lieben, können wir Autonomie im Zusammenleben mit anderen erlangen.  Der Autor beschreibt, wie wir Abhängigkeiten erkennen und auflösen können und lässt dabei seine jahrelangen Erfahrungen als Psychotherapeut einfließen. Jorge Bucay ist ein leidenschaftlicher Geschichtenerzähler, und so umrahmt und verpackt er seine Inhalte mit und in zahlreichen Anekdoten, Kurzgeschichten und Märchen.

Persönlicher Eindruck

Wer sich dem Thema Selbstverwirklichung gerne über Geschichten, Allegorien und Sinnbilder nähert, wird den Stil des Buches lieben. Für mein Empfinden verlieren sich die Aussagen teilweise genau in dieser Fülle von Anekdoten und Beispielen und ich vermisse tiefergehende Erläuterungen aus dem Bereich der Psychologie.

Verlag

Fischer Verlag, 2016

Buchtipp

Resilienz - Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft

von Christa Berndt

Alle Menschen müssen Krisen verkraften. Doch wie sie damit umgehen, unterscheidet sich erheblich. Resilienz wird die Kraft genannt, aus einer deprimierenden Situation wieder ins volle Leben zurückzukehren; Widerstand zu leisten gegen Stress und belastende Lebensbedingungen; optimistisch nach vorne zu blicken. Die Wissenschaftsjournalistin Christa Berndt geht der Frage nach, woher seelische Stärke kommt, wie man sich durch Krisen manövriert und Stress begegnen kann. Sie beschreibt, was Neurobiologen, Genetiker und Psychologen über die Entstehung dieser seelischen Widerstandskraft herausgefunden haben. All jenen, die diese Stärke mitunter vermissen, gibt sie aber auch ganz praktische Hilfestellung. Die Autorin greift auf eine Fülle unterschiedlichster Studien zurück und beschreibt ihre oftmals überraschenden Ergebnisse. Ihre Beispiele reichen von Bill Clinton bis Natascha Kampusch.

Persönlicher Eindruck

Mit spannenden Beispielen und zurückgreifend auf eine Fülle internationaler Studienergebnisse beschreibt die Autorin die vielen Facetten von Resilienz und unterschiedlichen wissenschaftlichen Annäherungsversuche daran. Christa Berndt knüpft immer wieder an Beispiele an, beleuchtet sie unter den verschiedenen Aspekten und führt ihre Leserschaft dadurch immer weiter in das Thema. Sie geht auf die Er- und Verlernbarkeit von Resilienz bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen ein und bietet dadurch viele interessante Denkanstöße zur Stärkung von Resilienz, sei es die eigene, die seiner Kinder oder von Personen, die man begleitend zu unterstützen versucht. Interessant, spannend und abwechslungsreich zu lesen. 

Verlag

dtv, 2016

Buchtipp

Auf viele Arten anders - Die vielbegabte Scanner-Persönlichkeit: Leben als kreatives Multitalent

von Barbara Preitler

Wie gehe ich richtig mit traumatisierten Menschen um? Wie baue ich ein Vertrauensverhältnis auf? Und wie kann die Begegnung funktionieren? Das vorliegende Buch widmet sich genau diesen Fragen, ist Ratgeber und Leitfaden für freiwillige und ehrenamtliche Helfer_innen und bietet Grundlagen für einen funktionierenden Umgang mit geflohenen Menschen. Auf einfache und verständliche Weise vermittelt die Autorin Barbara Preitler Grundwissen zu Traumatisierung und Flucht aus psychologischer Sicht und zeigt Handlungsmöglichkeiten in der zwischenmenschlichen Begegnung auf.

Persönlicher Eindruck

Das Buch ist sehr hilfreich für alle, die mit traumatisierten Menschen arbeiten (und nicht bereits eine Ausbildung zu diesem Thema haben). Es sensibilisiert, erklärt, gibt viele konkrete Hinweise, was in der Arbeit mit traumatisierten Menschen zu berücksichtigen ist, um Sicherheit zu schaffen, bereitet auf mögliche kritische Situationen vor und gibt Handlungsvorschläge für außergewöhnliche Stresssituationen für Helfer/innen. Sehr zu empfehlen.

Verlag

StudienVerlag, 2016

CC BY

Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

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von Beate Höfels-Stiegernigg

Autorin

Beate Höfels-Stiegernigg

Die Liebe zur Arbeit mit Menschen, meine Begeisterung für Bücher und die Überzeugung, dass wir gemeinsam unsere Zukunft zum Guten gestalten können, haben mich zur Bildungs- und Berufs­beraterin und Bibliothekarin gemacht.
www.biber-salzburg.at

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InfoboxStudienberechtigungsprüfung - Studieren ohne Matura

Inhalt anzeigen

Mit der Studienberechtigungsprüfung (SBP) hat man den Zugang zu einem bestimmten Studium (bzw. einer Studienrichtungsgruppe) in Österreich, wofür keine Matura notwendig ist. Dazu sind meist 5 Prüfungen erforderlich, die je nach Studienrichtungsgruppe unterschiedlich sind – einzig Deutsch ist immer verpflichtend.

Der Antrag auf Zulassung zur SBP ist an einer Hochschule (Universität, Fachhochschule, Pädagogische Hochschule) oder einem Kolleg möglich.

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 20 Jahre (für ein Kolleg: 22 Jahre)
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder die Staats­an­ge­hörig­keit eines Mitgliedstaates des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR). Dauer­auf­ent­halts­be­recht­igte Drittstaatsangehörige können ebenfalls zur SBP zugelassen werden.
  • Zulassung zu einer Studienrichtungsgruppen (nach Antrag)
  • Ausbildungsabschluss oder zumindest eine über die Pflichtschule hinausgehende berufliche oder theoretische Bildung für den angestrebten Studienbereich (in manchen Fällen können hier individuelle, ergänzende Prüfungen abgelegt werden)

Gut zu wissen...

  • Die SBP ist zielführend, wenn man sich schon für ein bestimmtes Studium oder eine bestimmte Kollegausbildung entschieden hat, Die Vorteile sind die kürzere Zeit und auch, dass der Umfang der Teilprüfungen entsprechend des Studienzweiges festgelegt ist.
  • Die SBP ersetzt keine Aufnahmeprüfung zu einem Studium – es ist lediglich der Zugang gegeben wie mit einer Matura.
  • Es gibt Vorbereitungskurse zu den einzelnen Prüfungsfächern an Erwachsenenbildungseinrichtungen – die Prüfungen finden dann entweder an diesen Erwachsenenbildungseinrichtungen oder sind direkt an der jeweiligen Hochschule möglich.
  • Die SBP besteht aus fünf Prüfungen je nach gewählter Studienrichtung. Deutsch ist immer verpflichtend, 2-3 Pflichtfächer, 1-3 Wahlfächer. Lehrstoff bei Pflichtfächern orientiert sich an 12./13. Schulstufe, Wahlfächer können eventuell durch Meisterprüfung, Befähigungsprüfung u.Ä. ersetzt werden.
  • Die Vorbereitungskurse dauern zwischen einem und zwei Semester.
  • Sollte nach der SBP ein Studium begonnen werden und dann ein Studienwechsel gewollt sein, müssen gegebenenfalls einzelne Prüfungen nachgemacht werden (neuer Antrag zur SBP).
  • Mit dem ersten Studienabschluss (meist Bachelor) ist dann ein Hochschulzugang zu allen Studienrichtungen möglich.
  • Universitäten und Fachhochschulen legen die Anforderungen selbst fest.
  • Für die SBP, die bereits als Teil eines Studiums angesehen wird, kann grundsätzlich staatliche Studienbeihilfe gewährt werden 
  • Kurskostenförderungen sind möglich (in Salzburg: Bildungsscheck des Landes Salzburg)

Hilfreiche Links:

Links für Kärnten:

Infos für Tirol:

Infos für Niederösterreich:

Links für Vorarlberg:

aktualisiert im Dezember 2025 von BiBer Bildungsberatung; ergänzt im Juni 2026 mit Infos aus den Bundesländern