Studieren auf Probe

Noch unsicher, welches Studium das richtige für dich ist?

Auf Studiensuche war auch unsere Autorin – bis sie zufällig über Studieren Probieren gestolpert ist. Was sie bei ihrem Studium auf Probe erlebt hat, kannst du hier nachlesen: 

Von Katharina Püchl (Gastautor:in) |
Studieren Probieren iStock seb ra

Im Frühjahr 2018 ging ich zur BeSt3 - der Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung in die Wiener Stadthalle. Im Orientierungsplan der Rund 350 Aussteller_innen vermerkte ich mir meine persönlichen Interessen. Bei den folgenden Ausstellern habe ich mir dann nähere Informationen geholt und mich beraten lassen: Freiwilliges Umweltjahr FUJ, waff – Wiener Arbeitnehmer_innen Förderungsfonds, Fulbright Austria / Education USA, EF Sprachreisen & Cultural Care Au Pair, AIFS Educational Travel

Mein Aufenthalt in der Stadthalle hat mir auch die Möglichkeit eines kostenlosen Bewerbungs-Checks gebracht. Hierzu musste ich nur eine Nummer der Warteschlange ziehen. Eine Dame der Firma Shire hat sich meine Unterlagen angesehen. Sie gab mir sehr wertvolle Tipps unter anderem, dass aus meiner Bewerbung kein klares Motiv hervor geht. Sich seine Bewerbungsunterlagen von einem Experten anschauen lassen und vom Feedback zu profitieren, das kann ich nur jedem/jeder empfehlen.

Nachdem ich mir also Feedback zu meinen Bewerbungsunterlagen eingeholt hatte und sehr interessante Gespräche führte, neigte sich der Messetag allmählich zu Ende. Als ich mich dem Ausgang der Stadthalle näherte, ist mir noch ein Aussteller ins Auge gefallen. Auf der Präsentationswand war zu lesen: ”ÖH – Studien- und Maturant_innenberatung”.

Wie ein Glückskeks alles veränderte

Ein Kugelschreiber, ein kleiner Zettel mit der Aufschrift "Studieren Probieren" und ein Glückskeks wurden mir hier angeboten. Ich dachte: "nach so viel Eindrücken und informieren hatte ich mir den Glückskecks aber auch verdient". Hastig öffnete ich die Verpackung und brach diesen in zwei Teile. Die Botschaft im Glückskeks machte mir klar, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen war, um Hörsaalluft zu atmen und mehrere Lehrveranstaltungen einfach auszuprobieren.

Mitte März war es dann soweit! Die Termine zu StudierenProbieren unter studierenprobieren.at gingen online. Dies war für mich die ideale Gelegenheit, um einen Einblick in mein Wunschstudium zu erhalten. Da gibt es nur eine wichtige Frage: "Welche Studienrichtung passt denn nun am besten zu mir?"

Welche Studienrichtung passt am besten zu mir?

Mit dem vorhandenen Filter habe ich also den Standort Wien ausgewählt und mich dann zu mehreren Studienrichtungen bzw. Lehrveranstaltungen angemeldet. Das geht super einfach! Direkt nach der Anmeldung erhalte ich E-Mails, in diesen wird mein Eintrag als Fixplatz oder Wartelistenplatz vermerkt. Ein paar Tage vor dem Termin nimmt die Betreuungsperson mit seinen/ihren Interessent_innen Kontakt auf und übermittelt Kontaktdaten sowie Informationen zum Treffpunkt.

Mit meinen Fragen im Gepäck war ich nun für meine Studien auf Probe bereit!

Ein Blick in die Studienrichtung Musik- und Bewegungspädagogik

In der Lehrveranstaltung "Rhythmik" wurde man als "Probe Student_in" aktiv dazu aufgefordert, sich am musikalischen Geschehen mit den Bongos, Djembén Trommeln und Congas zu beteiligen. Was mich besonders beindruckt hat war, dass Studierende in diesem Studium Ihre Fähigkeiten miteinander teilen. So zeigte eine Studierende im sehr familiären Studienkreis eine kleine body-mouth-percussion. Diese Percussion hat sie dann auch Ihren Studienkollegen und Studienkolleginnen beigebracht. 

body-was?? Für einen AHA-Moment sorgt dieses Video!

Weiter zur Theater-, Film- und Medienwissenschaft - Absolutely British:

Als nächstes besuchte ich die Lehrveranstaltung „Absolutely British – Jüdische Lebenswelten im britischen Spielfilm im Rahmen der Theater-, Film- und Medienwissenschaften. Das Besondere an der Vorlesung war der Veranstaltungsort im Metro Kinokulturhaus (ja der Kinosaal wurde zum Hörsaal umfunktioniert). Im Anschluss an die Vorlesung folgte nämlich eine optionale Filmvorführung.

Im Studium der Theater, Film- und Medienwissenschaft geht es in großen Teilen um die Wissenschaft und das Analysieren von Theaterstücken und Filmen. Der übrige Teilbereich überliefert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Medien. Wichtig zu wissen ist, dass es in diesem Studiengang nicht um Schauspiel, nicht um das Regie führen und nicht um das Drehen von Filmen geht. 
Vielmehr ist für dieses Studium das Interesse fürs Theater, ein Bühnenraum, auf dem Menschen etwas darstellen, ausschlaggebend. Im Anschluss an die Vorlesung gab es wieder ein offenes Gespräch mit der Betreuerin des Studieren Probieren Termins. Die aktive Studentin sagte über ihr Studium: "es gefällt mir sehr gut, weil man immer auch seine eigene Meinung miteinbringen kann."

Mein Fazit:

Schlussendlich möchte ich zu dem Punkt kommen, in dem ich meine Gedanken und Erfahrungen zum Angebot von Studieren Probieren mit euch teile. Für mich war es einfach fantastisch, dass ich mir in verschiedenen Studienrichtungen einen groben Einblick verschaffen konnte. Egal für welche Bildungseinrichung man sich entscheidet (TU Wien, Uni Wien, FH des Bfi, FH der WKW, BOKU, FH Technikum etc.) - für die gewünschte Richtung ist es auf jeden Fall ratsam, sich einen Termin auf Studieren Probieren zu vereinbaren und das anschließende Gespräch mit seiner Ansprechperson zu suchen. Es bleibt natürlich jedem/jeder selbst überlassen sich sein Wunschstudium anzusehen, eine Unterstützung in der Studienentscheidung bietet dieses Programm auf jeden Fall.

Gut zu wissen

Für alle Interessierten, die sich jetzt fragen, was muss ich denn zum Studieren Probieren Tag mitnehmen, kann ich nur sagen, dass Fragen und Neugierde am wichtigsten sind.

Gibt es Fragen zum Studienplan, wird das Studium auch berufsbegleitend angeboten, welche Aufnahmetests gibt es und in welcher Form sind diese aufgebaut? Gibt es Schwierigkeit bei der Studieneingangsphase, Fragen zum Erasmus Programm, was muss man im Studium sonst noch beachten (wie etwa Prüfung des Latinums), welche Anforderungen sollte man mitbringen und viele mehr.

 Bei meiner Entscheidung hat es mir insofern geholfen, dass ich einige Studienrichtungen gleich ausschließen konnte und ich mir bei anderen dachte, das könnte gut passen. Da die Termine von Studieren Probieren größtenteils zwischen dem Vormittag oder Nachmittag anfallen, könnte es passieren, dass man bei seinem Wunschtermin nicht anwesend sein kann. Ein Mail an die ÖH kann hier Abhilfe schaffen, allerdings kann ein Ersatztermin nicht garantiert werden. Aufgrund der Anzahl der Interssierten gab es aber auch Termine, die es öfter zum “Probieren” gab. 

Sieht man sich Vorlesungen eines/einer Student_in an, der/die schon weiter Fortgeschritten im Studium ist, habe ich zumindest die Erfahrung gemacht, dass ich im Fachlichen nicht wirklich ein Wort verstanden habe. Könnte aber auch daran liegen, dass mein Wissen für Bereiche der Technischen Universität einfach nicht breit genug aufgestellt ist. 

CC BY

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InfoboxSelbsterhalterstipendium/Studienbeihilfe nach Selbsterhalt

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Voraussetzungen:

  • Nachweisliche Arbeitszeit: vier Jahre (48 Monate) vor dem ersten Beihilfenbezug 
  • Einkünfte jährlich zumindest € 11.000,- (Brutto minus Sozialversicherung)
  • Zeiten des Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienst bzw. Dienste nach dem Freiwilligengesetz gelten jedenfalls als Zeiten des Selbsterhaltes.
  • Waisenpension und Lehrzeiten können bei entsprechender Höhe bei der Ermittlung des Selbsterhaltes berücksichtigt werden.
  • Das Studium, für das Studienbeihilfe beantragt wird, muss in der Regel vor Vollendung des 33. Lebensjahres begonnen werden. Für Selbsterhalter:innen gibt es allerdings eine Ausnahme: Für jedes Jahr, das sie sich länger als 4 Jahre selbst erhalten haben, erhöht sich die Altersgrenze um 1 Jahr, maximal aber um 5 Jahre. Bei 5-jähriger Berufstätigkeit liegt die Altersgrenze also bei 34 Jahren, bei 6-jähriger Berufstätigkeit bei 35 Jahren und so weiter. Spätestens vor dem 38. Geburtstag muss das Studium aber jedenfalls begonnen werden.

Wichtig:

  • Bei der Berechnung werden die Einkünfte der Eltern nicht miteinberechnet, nur das Einkommen des Ehepartners/der Ehepartnerin
  • Studienerfolg ist nachzuweisen
  • Das Stipendium ist für das gesamte Studium (Mindeststudiendauer + Toleranzsemester) 12 Mal im Jahr zu beziehen

Hilfreiche Links:

Zuletzt aktualisiert im August 2025 von BiBer Bildungsberatung

InfoboxStudienberechtigungsprüfung - Studieren ohne Matura

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Mit der Studienberechtigungsprüfung (SBP) hat man den Zugang zu einem bestimmten Studium (bzw. einer Studienrichtungsgruppe) in Österreich, wofür keine Matura notwendig ist. Dazu sind meist 5 Prüfungen erforderlich, die je nach Studienrichtungsgruppe unterschiedlich sind – einzig Deutsch ist immer verpflichtend.

Der Antrag auf Zulassung zur SBP ist an einer Hochschule (Universität, Fachhochschule, Pädagogische Hochschule) oder einem Kolleg möglich.

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 20 Jahre
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder die Staats­an­ge­hörig­keit eines Mitgliedstaates des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR). Dauer­auf­ent­halts­be­recht­igte Drittstaatsangehörige können ebenfalls zur SBP zugelassen werden.
  • Zulassung zu einer Studienrichtungsgruppen (nach Antrag)
  • Ausbildungsabschluss oder zumindest eine über die Pflichtschule hinausgehende berufliche oder theoretische Bildung für den angestrebten Studienbereich (in manchen Fällen können hier individuelle, ergänzende Prüfungen abgelegt werden)

Gut zu wissen...

  • Die SBP ist zielführend, wenn man sich schon für ein bestimmtes Studium oder eine bestimmte Kollegausbildung entschieden hat, Die Vorteile sind die kürzere Zeit und auch, dass der Umfang der Teilprüfungen entsprechend des Studienzweiges festgelegt ist.
  • Die SBP ersetzt keine Aufnahmeprüfung zu einem Studium – es ist lediglich der Zugang gegeben wie mit einer Matura.
  • Es gibt Vorbereitungskurse zu den einzelnen Prüfungsfächern an Erwachsenenbildungseinrichtungen – die Prüfungen finden dann entweder an diesen Erwachsenenbildungseinrichtungen oder sind direkt an der jeweiligen Hochschule möglich.
  • Die SBP besteht aus fünf Prüfungen je nach gewählter Studienrichtung. Deutsch ist immer verpflichtend, 2-3 Pflichtfächer, 1-3 Wahlfächer. Lehrstoff bei Pflichtfächern orientiert sich an 12./13. Schulstufe, Wahlfächer können eventuell durch Meisterprüfung, Befähigungsprüfung u.Ä. ersetzt werden.
  • Die Vorbereitungskurse dauern zwischen einem und zwei Semester.
  • Sollte nach der SBP ein Studium begonnen werden und dann ein Studienwechsel gewollt sein, müssen gegebenenfalls einzelne Prüfungen nachgemacht werden (neuer Antrag zur SBP).
  • Mit dem ersten Studienabschluss (meist Bachelor) ist dann ein Hochschulzugang zu allen Studienrichtungen möglich.
  • Universitäten und Fachhochschulen legen die Anforderungen selbst fest.
  • Für die SBP, die bereits als Teil eines Studiums angesehen wird, kann grundsätzlich staatliche Studienbeihilfe gewährt werden 
  • Kurskostenförderungen sind möglich (in Salzburg: Bildungsscheck des Landes Salzburg)

Hilfreiche Links:

aktualisiert im Dezember 2025 von BiBer Bildungsberatung

InfoboxStudienwechsel

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Was ist ein Studienwechsel?

  • Jede Änderung einer Studienrichtung - bei Lehramtsstudien der Wechsel eines Unterrichtsfaches
  • Die "Rückkehr" zu einer ursprünglich betriebenen Studienrichtung, wenn dazwischen eine andere Studienrichtung betrieben wurde
  • Bei einem Doppelstudium, wenn bei einem Folgeantrag die Studienbeihilfe für die andere Studienrichtung beantragt wird
  • Wechsel der Bildungseinrichtung

Wie oft und wann darf das Studium gewechselt werden?

  • Insgesamt zweimal,
  • Wenn das vorangegangene Studium nicht mehr als zwei Semester inskribiert wurde.
  • Achtung: Ein Studienwechsel im Master-/Doktoratsstudium kann zum Anspruchsverlust von Beihilfen führen. Näheres erfährst du bei deiner Stipendienstelle. 

Hilfreiche Links: 

Zuletzt aktualisiert am 05.06.2024

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Bildungsinfo aktuell

Infoboxwaff: Beratungs- und Förderleistungen in Wien

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Grundsätzlich bietet der waff kostenlose und individuelle Beratung für berufliche Entwicklungschancen von beschäftigten Wiener:innen und fördert berufliche Aus- und Weiterbildungen. Neben beschäftigten Wiener:innen gibt es gemeinsam mit dem AMS Wien auch Angebote für arbeitssuchende Wiener:innen.

Bildungskonto: Das Bildungskonto für Wiener Arbeitnehmer:innen (BIKO) fördert Wiener:innen, die sich beruflich weiterbilden oder einen höheren Abschluss erlangen möchten und steht allen Wiener:innen je nach Einkommen, Arbeitsmarktstatus und beruflichem Ziel bei anerkannten Bildungsträgereinrichtungen zur Verfügung. Das Bildungskonto mit maximal € 500 ist für alle Wiener:innen (Beschäftigte und arbeitslos Gemeldete). Im Rahmen des Bildungskontos werden anteilsmäßig die Kosten für berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bei einem vom waff anerkannten Bildungsträger in Abhängigkeit der individuellen Formalvoraussetzungen bis maximal € 3.000 refundiert. Weiters werden Förderungen von digitalen und klimaschutzrelevanten Kompetenzen und Qualifizierungen in der Höhe von maximal € 5.000 gewährt.

Chancen-Scheck des waff: Der Chancen-Scheck ist das Förderinstrument für die Zielgruppe des Qualifikationsplans Wien 2030. Beschäftigte, die keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung haben oder Personen, die zwar über einen höheren Abschluss verfügen, aber dennoch dequalifiziert arbeiten, erhalten mit dem Chancen-Scheck eine besonders attraktive finanzielle Förderung für Aus- und Weiterbildungsvorhaben von bis zu 5.000 Euro. Mit dem Chancen-Scheck werden berufliche Weiterbildung und das kostenlose Nachholen von Lehr- und anderen Bildungsabschlüssen gefördert. Damit verbunden ist in der Regel die Ausstellung eines Qualifikationspasses, der Qualifikationen, Kompetenzen, berufliche Entwicklungsziele und Bildungsschritte dokumentiert und zum Erreichen des individuellen Bildungsziels beitragen soll.

FRECH – Frauen ergreifen Chancen – Beratung und Qualifizierung: Bei FRECH handelt es sich um ein Programm für beschäftigte Frauen in Wien, die eine grundlegende berufliche Veränderung in Form einer Neuorientierung, Höherqualifizierung und/oder Weiterentwicklung anstreben. Das Programm bietet beschäftigten Frauen mit beruflicher Veränderungsabsicht eine Prozess- und Laufbahnberatung, welche gegebenenfalls durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Weiterbildungskosten bis max. 5.000 Euro ergänzt werden kann. Aus- und Weiterbildungen zur Stärkung digitaler und klimaschutzrelevanter Kompetenzen können ebenfalls gefördert werden. Darüber hinaus werden berufsbezogene Workshops und Vorträge angeboten. Frauen können dabei von einer umfassenden individuellen Beratung, Workshops und Vorträgen sowie einer finanziellen Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung profitieren.

Karenz und Wiedereinstieg: Das Programm bietet Personen vor, während und nach einer Berufsunterbrechung (Eltern-, Pflege- oder Familienhospizkarenz) frühzeitige Information und präventive Beratung für den beruflichen Wiedereinstieg. Die Beratung kann durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Kosten bis max. 4.000 Euro ergänzt werden. Darüber hinaus werden themenspezifische Gruppenveranstaltungen mit gelegentlicher Kinderbetreuung angeboten.

Ausbildungsinitiative Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik: Die Ausbildungsinitiative für Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik wendet sich an beschäftigte Wiener:innen, die ein berufsbegleitendes Studium in den genannten Bereichen anstreben. Ziel ist es, mehr Frauen in berufsbegleitende Fachhochschulstudiengänge zu bringen und damit langfristig mehr weibliche Fachkräfte für den Wiener Arbeitsmarkt zu gewinnen. Das Programm bietet umfassende prozessorientierte Beratung wie auch Coachingangebote. Vor dem Studium wird die berufsbegleitende Vorbereitung auf ein Studium gefördert, unter anderem durch eine Vorqualifizierungsmaßnahme an der Hochschule Campus Wien. Nach Studienplatzzusage werden geförderte Kurse begleitend zum ersten Studienjahr, z.B. eine berufsbegleitende Begleitqualifizierung für Bachelor-Studiengänge an der FH Technikum Wien, ein Stipendium für ausgewählte Bachelor- und Masterstudiengänge (12.000 Euro für BA-Studiengänge, 9.000 Euro für MA-Stiudiengänge) sowie zahlreiche Workshops, Vernetzungsveranstaltungen und Kooperationen mit Unternehmen und Fachhochschulen bereitgestellt. Ergänzend werden studien- und berufsbezogene Veranstaltungen sowie Begleitung bis über den erfolgreichen Studienabschluss hinaus angeboten.

Sonderprogramm Lehrlinge: Der waff kann auf Grundlage des Antrags eines Lehrlings mit Wohnsitz in Wien die Vorfinanzierung der Kosten für Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung übernehmen, die dem waff von der Wirtschaftskammer Wien refundiert werden. Ergänzend werden auch die LAP-Vorbereitungskurse, die im Rahmen des Projektes Qualifizierungsmanagement eingereicht werden, gefördert.

Weiterbildungsinformation Wien: Der waff führt eine umfassende, aktuelle Weiterbildungsdatenbank unter weiterbildung.at, die eine anbieterneutrale Entscheidungsgrundlage für die Auswahl einer passenden Aus- und Weiterbildung darstellt.

Wiener Ausbildungsgeld:  Mit dem Wiener Ausbildungsgeld sollen mehr Menschen für längere Ausbildungen und die anschließende Berufstätigkeit in vom Mangel an Fachkräften geprägten Bereichen gewonnen werden. Da die Bezüge aus der Arbeitslosenversicherung in der Regel nicht ausreichen, um eine längere Ausbildung finanziell abzusichern, hat Wien im Jahr 2021 mit dem Wiener Ausbildungsgeld eine finanzielle Lücke geschlossen. Die Leistung richtet sich an beim AMS Wien arbeitslos gemeldete Personen und ermöglicht diesen im Vorfeld einer Beschäftigung die Teilnahme an länger dauernden Ausbildungen (mindestens 12 Monate) im Rahmen von Jobs PLUS Ausbildung sowie anderen arbeitsplatznahen Qualifizierungen. Das Wiener Ausbildungsgeld wird für Ausbildungen in den Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge (beispielsweise: Gesundheit, Pflege, Soziales und Pädagogik in Kooperation mit der Magistratsdirektion und Unternehmen der Stadt Wien) und andererseits für Qualifizierungen in klimaschutzrelevanten Berufen sowie im Bereich IKT/Digitalisierung gewährt. Es unterstützt die Teilnehmer:innen während der gesamten Dauer der Ausbildung mit monatlichen Zahlungen, die einen Mindestbetrag von rund € 1.550 monatlich sicherstellen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in diesen gesellschaftlich relevanten Beschäftigungssegmenten geleistet. Die Gewährung des Wiener Ausbildungsgeldes ist subsidiär zu Förderungen des Bundes, des Landes oder Dritter.

Zahlreiche Studien belegen, dass eine finanzielle Absicherung der Lebenshaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter ist.

Jugendstiftung Wien: Aufgrund der Entwicklungen am Arbeitsmarkt und des Fachkräftebedarfs der Wiener Wirtschaft haben der waff und das AMS Wien mit der Jugendstiftung Wien ein erfolgreiches Instrument zur Qualifizierung von jungen Erwachsenen ins Leben gerufen. Im Eintrittszeitraum von Jänner 2025 bis Dezember 2028 werden insgesamt 1.000 umstiegs- und aufstiegsorientierte junge Wiener:innen im Alter von 18 bis 24 und mit Anspruch auf Arbeitslosengeldbezug durch gezielte Aus- und Weiterbildung unterstützt. Die Maßnahme umfasst eine Phase der Berufsorientierung, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Die Möglichkeiten reichen hierbei vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien. Hier soll einerseits auf bestehenden Qualifikationen der Teilnehmer:innen aufgebaut und begonnene Ausbildungen abgeschlossen werden und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet werden (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung wird im Rahmen der aktiven Arbeitsuche intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Da eine finanzielle Absicherung der Lebenserhaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter darstellt, ist zusätzlich zum Arbeitslosengeld eine monatliche ausbildungsbedingte Zuschussleistung in Höhe von € 300 vorgesehen.

Frauenstiftung Wien: Die Frauenstiftung Wien richtet sich an Frauen ab 25 Jahren ohne Berufsausbildung und mit Arbeitslosengeldbezug, wobei der Fokus auf Wiedereinsteigerinnen liegt. Ihr Ziel ist es, den Teilnehmerinnen eine Qualifizierung zu ermöglichen und sie beim (Wieder)-Einstieg als Fachkraft in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Im Rahmen des mit August 2025 gestarteten Pilotprojekts ist innerhalb von einem Jahr der Eintritt von 100 Frauen vorgesehen. Ähnlich wie bei der Jugendstiftung ist auch hier zu Beginn eine Phase der Berufsorientierung vorgesehen, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Dabei wird einerseits auf den bestehenden Qualifikationen der Teilnehmerinnen aufgebaut und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung – die Möglichkeiten reichen vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien – wird intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Um entsprechende Ausbildungen zu ermöglichen und die Lebenserhaltungskosten abzusichern ist ein monatlicher Ausbildungszuschuss in Höhe von € 300 zusätzlich zum Arbeitslosengeld vorgesehen.

Wiener Pflegeausbildungsprämie: Die Pflegeausbildungsprämie ist eine monatliche finanzielle Unterstützung in der Höhe von 658,40 Euro für Personen, die eine Ausbildung in Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen an einer anerkannten Ausbildungseinrichtung in Wien absolvieren. Damit sollen strukturelle und finanzielle Anreize gesetzt werden, um Ausbildungen in diesen Bereichen attraktiver zu gestalten. Die Pflegeausbildungsprämie kann Personen gewährt werden, die eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege (z.B. Bachelor Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz) bzw. eine Ausbildung in einem Sozialbetreuungsberuf (z.B. Fach- bzw. Diplom-Sozialbetreuung in Alten- oder Behindertenarbeit) absolvieren.

Kursförderungen für Arbeitnehmer*nnen in Wien – waff
 

Diese Informationen wurden uns vom waff im Februar 2026 zur Verfügung gestellt.