Kindergartenpädagoge möchte ich werden

Die Geschichte des Buddhisten Mhedi Mohammadi aus Afghanistan

Wie alt er sei? Das wisse er nicht so genau. Seine Familie schätzt zwischen 28 und 30 Jahren. Nun ja, es war ein harter afghanischer Winter, lächelt er verschmitzt, im Wissen, dass es mehr als merkwürdig klingen mag. Es war kalt, viel Schnee und irgendwo in den Bergen, führt Mhedi bedacht fort.

Von Andrea Folie |
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Beide Elternteile Analphabeten. Da hat man sich das Datum nicht aufgeschrieben oder notiert. In der Not ist das Überleben sowieso wichtiger als Geburtsdaten. So begann es also, das Leben des Mehdi Mohammadi. Die ersten drei Jahre verbrachte er noch in Afghanistan, bis das Leben im Iran besseres versprach und die gesamte Familie ihr Glück neu versuchte. Im Iran durfte er schließlich für elf Jahre die Pflichtschule besuchen. Dann war es erst mal vorbei und sollte weitere elf bis fünfzehn Jahre dauern, bis er wieder die Pflichtschulbank drücken durfte. Weit entfernt von seinen Eltern und Freunden – im Herzen Europas, genauer gesagt in der VHS Salzburg in Lehen. Aber vorerst gehören die Jahre dazwischen noch erzählt.

Die Schule – Leben

Das Geld war knapp für die sechsköpfige Familie. Da gehörten die Pflichten eines jungen Menschen schnell umverteilt. So kam es, dass der Junge mit dem pechschwarzen Haar als Maler, Maurer, Schweißer, Elektriker und was sonst noch an handwerklichem Geschick gefragt war, arbeitete. Was gebraucht wurde, wurde von Freunden und Familie beigebracht. Für all das praktische Können gab es weder eine Schule noch Seminare, von Fortbildungskursen sprach gar keiner. Die Schule sind das Leben und die Menschen auf dem Weg. Davon ist der heutige Buddhist überzeugt.

Mhedi wollte mehr. Mehr vom Leben, mehr vom Wissen und weg vom Krieg. Gepackt von einem nie endenden Wissenshunger und mit dem Herzen am rechten Fleck macht er sich erstmals auf die Reise nach Italien und Norwegen. Er nutzte all die Chancen und Begegnungen des Lebens und spricht nun neben Persisch und Arabisch auch Englisch, Italienisch und Deutsch.

Eine Reise in die Vergangenheit – eine Reise in die Zukunft

Norwegen sollte sein Leben verändern. Mhedi stammt vom Volk der Hazara ab, eine Ethnie in Zentralafghanistan, die großteils der schiitischen Konfession angehört und immer wieder Opfer von religiöser und ethnischer Diskriminierung wurde. Angekommen in Norwegen erfuhr er, dass das Volk der Hazara aus der Mongolei stammt.

Zitat

Das war für mich das Zeichen, Buddhist zu werden und durch das Meditieren stottere ich heute auch nicht mehr.

Die Liebe zur Familie war groß. Um sie noch einmal umarmen zu können, beschließt der großgewachsene Mann, ein weiteres Mal nach Afghanistan zu reisen. Aber 2014 war es schon zu gefährlich für einen Hazara, der zum Buddhismus konvertiert war. So kam es, dass er zu Fuß und per Gummiboot nach Europa fliehen musste.Heute lebt, lernt und meditiert er voller Freude in St. Veit im Pongau und im Stadtteil Lehen. Dank einer freiwilligen Deutschlehrerin fand er den Weg zur VHS nach Lehen, wo er nun seinen Pflichtschulabschluss nachholt.

Zitat

Mathe ist zwar langweilig weil ich alles wiederholen muss, was ich schon kann, dafür lerne ich Deutsch in allen Bereichen und bin glücklich dabei.,

so Mehdi. Stück für Stück kommt er aber seinem Berufswunsch etwas näher und der ist für einen jungen Mann etwas unkonventionell:

Zitat

Kindergartenpädagoge möchte ich werden! Ich habe gehört, dass Kinder sehr viel positive Energie haben. Ich bin Buddhist und möchte mich mit positiver Energie umgeben. Kinder haben viel davon.

Auf die Frage, wer ihm während seine Lebens und seiner Ausbildung immer wieder Mut machte antwortet er schnell: Familie und Freunde. Er muss aber auch nicht lange nachdenken, um den Extrembergsteiger und Schriftsteller Thomas Bubendorfer als Vorbild zu erwähnen. Schließlich hat er ihm geholfen keine Angst vor tiefem Gewässer mehr zu haben. Ein Symbol für sich, wenn man bedenkt welche Reisewege hinter ihm liegen. Außerdem spreche Bubendorfer viele Sprachen, sei belesen und ein sehr freundlicher Mensch.

Der Traum, Kindergartenpädagoge

Der Traum, genug Deutsch zu sprechen und eine gute Ausbildung als Kindergartenpädagoge zu bekommen scheint nicht mehr allzu weit zu sein. Mit dem Deutsch klappt es ja schon sehr gut. Auch wenn wir das Interview in Italienisch abhalten, denn er freue sich ja, wieder mal die schöne italienische Sprache sprechen zu können. Mehdi Mohammadi, ein junger Mann aus Afghanistan: Buddhist, Sprachengenie, mit dem Wunsch Kindergartenpädagoge zu werden.

Gelebte Interkulturalität in einer Person. Klingt außergewöhnlich sympathisch – ist es auch.

Elke Hattinger - Kindergartenpädagogin >> whatchado

CC BY

Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

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von Andrea Folie
Andrea Folie

Autorin

Andrea Folie

Langjährige Erfahrung in der Kulturvermittlung, Netzwerktätigkeit und internationalen Gastspiel­tätig­keit von Theater­produktionen und Work­shops. Ideen­geberin Verein "Ikult.Inte­rkulturelle Projekte und Konzepte", Projektleitung "Ankommenstour Querbeet". Assistentin der Geschäfts­führung Dachver­band Salz­burger Kulturs­tätten. Immer wieder als freie Texterin tätig.

InfoboxPflichtschulabschluss

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Pflichtschulabschluss

Für viele Ausbildungen in Österreich ist ein Pflichtschulabschluss notwendig.

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 16 Jahre bei der ersten Prüfung
  • Abgeschlossene Schulpflicht - (9 Jahre) mit negativen HS, NMS oder ASO/SPZ/ZIS Abschluss bzw. Schulaustritt

Gut zu wissen...

In Salzburg bieten BFI, Einstieg GmbH, und VIELE Vorbereitungskurse auf den Pflichtschulabschluss an.

  • Kurse gibt es vormittags, nachmittags oder abends und auch in den Regionen!
  • Es entstehen keine Kosten.  
  • Es müssen Prüfungen in 4 Pflichtfächern (Deutsch-Kommunikation und Gesellschaft, Englisch-Globalität und Transkulturalität, Mathematik, Berufsorientierung) und 2 Wahlfächer (Natur & Technik, Gesundheit & Soziales, Kreativität & Gestaltung, weitere Sprache) absolviert werden.
  • Bereits positive Unterrichtsfächer können angerechnet werden.
  • Das BFI bietet auch Brückenkurse an (Dauer: 1 Semester), die auf dein Einstieg in den Pflichtschulabschlusskurs vorbereiten sollen.

Österreichweite Informationen zu Pflichtschulabschlusskursen hier oder direkte Kurssuche unter: https://www.alphabetisierung.at/kurssuche/

Zuletzt aktualisiert im April 2025 von BiBer Bildungsberatung

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Auf der Website deutschlernen-salzburg.at findest du alle aktuellen ehrenamtlichen und institutionellen Angebote zum Deutschlernen im Bundesland Salzburg.

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Infoboxwaff: Beratungs- und Förderleistungen in Wien

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Grundsätzlich bietet der waff kostenlose und individuelle Beratung für berufliche Entwicklungschancen von beschäftigten Wiener:innen und fördert berufliche Aus- und Weiterbildungen. Neben beschäftigten Wiener:innen gibt es gemeinsam mit dem AMS Wien auch Angebote für arbeitssuchende Wiener:innen.

Bildungskonto: Das Bildungskonto für Wiener Arbeitnehmer:innen (BIKO) fördert Wiener:innen, die sich beruflich weiterbilden oder einen höheren Abschluss erlangen möchten und steht allen Wiener:innen je nach Einkommen, Arbeitsmarktstatus und beruflichem Ziel bei anerkannten Bildungsträgereinrichtungen zur Verfügung. Das Bildungskonto mit maximal € 500 ist für alle Wiener:innen (Beschäftigte und arbeitslos Gemeldete). Im Rahmen des Bildungskontos werden anteilsmäßig die Kosten für berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bei einem vom waff anerkannten Bildungsträger in Abhängigkeit der individuellen Formalvoraussetzungen bis maximal € 3.000 refundiert. Weiters werden Förderungen von digitalen und klimaschutzrelevanten Kompetenzen und Qualifizierungen in der Höhe von maximal € 5.000 gewährt.

Chancen-Scheck des waff: Der Chancen-Scheck ist das Förderinstrument für die Zielgruppe des Qualifikationsplans Wien 2030. Beschäftigte, die keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung haben oder Personen, die zwar über einen höheren Abschluss verfügen, aber dennoch dequalifiziert arbeiten, erhalten mit dem Chancen-Scheck eine besonders attraktive finanzielle Förderung für Aus- und Weiterbildungsvorhaben von bis zu 5.000 Euro. Mit dem Chancen-Scheck werden berufliche Weiterbildung und das kostenlose Nachholen von Lehr- und anderen Bildungsabschlüssen gefördert. Damit verbunden ist in der Regel die Ausstellung eines Qualifikationspasses, der Qualifikationen, Kompetenzen, berufliche Entwicklungsziele und Bildungsschritte dokumentiert und zum Erreichen des individuellen Bildungsziels beitragen soll.

FRECH – Frauen ergreifen Chancen – Beratung und Qualifizierung: Bei FRECH handelt es sich um ein Programm für beschäftigte Frauen in Wien, die eine grundlegende berufliche Veränderung in Form einer Neuorientierung, Höherqualifizierung und/oder Weiterentwicklung anstreben. Das Programm bietet beschäftigten Frauen mit beruflicher Veränderungsabsicht eine Prozess- und Laufbahnberatung, welche gegebenenfalls durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Weiterbildungskosten bis max. 5.000 Euro ergänzt werden kann. Aus- und Weiterbildungen zur Stärkung digitaler und klimaschutzrelevanter Kompetenzen können ebenfalls gefördert werden. Darüber hinaus werden berufsbezogene Workshops und Vorträge angeboten. Frauen können dabei von einer umfassenden individuellen Beratung, Workshops und Vorträgen sowie einer finanziellen Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung profitieren.

Karenz und Wiedereinstieg: Das Programm bietet Personen vor, während und nach einer Berufsunterbrechung (Eltern-, Pflege- oder Familienhospizkarenz) frühzeitige Information und präventive Beratung für den beruflichen Wiedereinstieg. Die Beratung kann durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Kosten bis max. 4.000 Euro ergänzt werden. Darüber hinaus werden themenspezifische Gruppenveranstaltungen mit gelegentlicher Kinderbetreuung angeboten.

Ausbildungsinitiative Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik: Die Ausbildungsinitiative für Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik wendet sich an beschäftigte Wiener:innen, die ein berufsbegleitendes Studium in den genannten Bereichen anstreben. Ziel ist es, mehr Frauen in berufsbegleitende Fachhochschulstudiengänge zu bringen und damit langfristig mehr weibliche Fachkräfte für den Wiener Arbeitsmarkt zu gewinnen. Das Programm bietet umfassende prozessorientierte Beratung wie auch Coachingangebote. Vor dem Studium wird die berufsbegleitende Vorbereitung auf ein Studium gefördert, unter anderem durch eine Vorqualifizierungsmaßnahme an der Hochschule Campus Wien. Nach Studienplatzzusage werden geförderte Kurse begleitend zum ersten Studienjahr, z.B. eine berufsbegleitende Begleitqualifizierung für Bachelor-Studiengänge an der FH Technikum Wien, ein Stipendium für ausgewählte Bachelor- und Masterstudiengänge (12.000 Euro für BA-Studiengänge, 9.000 Euro für MA-Stiudiengänge) sowie zahlreiche Workshops, Vernetzungsveranstaltungen und Kooperationen mit Unternehmen und Fachhochschulen bereitgestellt. Ergänzend werden studien- und berufsbezogene Veranstaltungen sowie Begleitung bis über den erfolgreichen Studienabschluss hinaus angeboten.

Sonderprogramm Lehrlinge: Der waff kann auf Grundlage des Antrags eines Lehrlings mit Wohnsitz in Wien die Vorfinanzierung der Kosten für Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung übernehmen, die dem waff von der Wirtschaftskammer Wien refundiert werden. Ergänzend werden auch die LAP-Vorbereitungskurse, die im Rahmen des Projektes Qualifizierungsmanagement eingereicht werden, gefördert.

Weiterbildungsinformation Wien: Der waff führt eine umfassende, aktuelle Weiterbildungsdatenbank unter weiterbildung.at, die eine anbieterneutrale Entscheidungsgrundlage für die Auswahl einer passenden Aus- und Weiterbildung darstellt.

Wiener Ausbildungsgeld:  Mit dem Wiener Ausbildungsgeld sollen mehr Menschen für längere Ausbildungen und die anschließende Berufstätigkeit in vom Mangel an Fachkräften geprägten Bereichen gewonnen werden. Da die Bezüge aus der Arbeitslosenversicherung in der Regel nicht ausreichen, um eine längere Ausbildung finanziell abzusichern, hat Wien im Jahr 2021 mit dem Wiener Ausbildungsgeld eine finanzielle Lücke geschlossen. Die Leistung richtet sich an beim AMS Wien arbeitslos gemeldete Personen und ermöglicht diesen im Vorfeld einer Beschäftigung die Teilnahme an länger dauernden Ausbildungen (mindestens 12 Monate) im Rahmen von Jobs PLUS Ausbildung sowie anderen arbeitsplatznahen Qualifizierungen. Das Wiener Ausbildungsgeld wird für Ausbildungen in den Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge (beispielsweise: Gesundheit, Pflege, Soziales und Pädagogik in Kooperation mit der Magistratsdirektion und Unternehmen der Stadt Wien) und andererseits für Qualifizierungen in klimaschutzrelevanten Berufen sowie im Bereich IKT/Digitalisierung gewährt. Es unterstützt die Teilnehmer:innen während der gesamten Dauer der Ausbildung mit monatlichen Zahlungen, die einen Mindestbetrag von rund € 1.550 monatlich sicherstellen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in diesen gesellschaftlich relevanten Beschäftigungssegmenten geleistet. Die Gewährung des Wiener Ausbildungsgeldes ist subsidiär zu Förderungen des Bundes, des Landes oder Dritter.

Zahlreiche Studien belegen, dass eine finanzielle Absicherung der Lebenshaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter ist.

Jugendstiftung Wien: Aufgrund der Entwicklungen am Arbeitsmarkt und des Fachkräftebedarfs der Wiener Wirtschaft haben der waff und das AMS Wien mit der Jugendstiftung Wien ein erfolgreiches Instrument zur Qualifizierung von jungen Erwachsenen ins Leben gerufen. Im Eintrittszeitraum von Jänner 2025 bis Dezember 2028 werden insgesamt 1.000 umstiegs- und aufstiegsorientierte junge Wiener:innen im Alter von 18 bis 24 und mit Anspruch auf Arbeitslosengeldbezug durch gezielte Aus- und Weiterbildung unterstützt. Die Maßnahme umfasst eine Phase der Berufsorientierung, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Die Möglichkeiten reichen hierbei vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien. Hier soll einerseits auf bestehenden Qualifikationen der Teilnehmer:innen aufgebaut und begonnene Ausbildungen abgeschlossen werden und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet werden (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung wird im Rahmen der aktiven Arbeitsuche intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Da eine finanzielle Absicherung der Lebenserhaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter darstellt, ist zusätzlich zum Arbeitslosengeld eine monatliche ausbildungsbedingte Zuschussleistung in Höhe von € 300 vorgesehen.

Frauenstiftung Wien: Die Frauenstiftung Wien richtet sich an Frauen ab 25 Jahren ohne Berufsausbildung und mit Arbeitslosengeldbezug, wobei der Fokus auf Wiedereinsteigerinnen liegt. Ihr Ziel ist es, den Teilnehmerinnen eine Qualifizierung zu ermöglichen und sie beim (Wieder)-Einstieg als Fachkraft in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Im Rahmen des mit August 2025 gestarteten Pilotprojekts ist innerhalb von einem Jahr der Eintritt von 100 Frauen vorgesehen. Ähnlich wie bei der Jugendstiftung ist auch hier zu Beginn eine Phase der Berufsorientierung vorgesehen, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Dabei wird einerseits auf den bestehenden Qualifikationen der Teilnehmerinnen aufgebaut und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung – die Möglichkeiten reichen vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien – wird intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Um entsprechende Ausbildungen zu ermöglichen und die Lebenserhaltungskosten abzusichern ist ein monatlicher Ausbildungszuschuss in Höhe von € 300 zusätzlich zum Arbeitslosengeld vorgesehen.

Wiener Pflegeausbildungsprämie: Die Pflegeausbildungsprämie ist eine monatliche finanzielle Unterstützung in der Höhe von 658,40 Euro für Personen, die eine Ausbildung in Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen an einer anerkannten Ausbildungseinrichtung in Wien absolvieren. Damit sollen strukturelle und finanzielle Anreize gesetzt werden, um Ausbildungen in diesen Bereichen attraktiver zu gestalten. Die Pflegeausbildungsprämie kann Personen gewährt werden, die eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege (z.B. Bachelor Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz) bzw. eine Ausbildung in einem Sozialbetreuungsberuf (z.B. Fach- bzw. Diplom-Sozialbetreuung in Alten- oder Behindertenarbeit) absolvieren.

Kursförderungen für Arbeitnehmer*nnen in Wien – waff
 

Diese Informationen wurden uns vom waff im Februar 2026 zur Verfügung gestellt.