Vom Lernen und Verändern

Eine Geschichte über Ehrgeiz, Beruf(-Berufung) & das Leben nach der Arbeit

Wie fasst man ein Leben in 500 Wörtern zusammen? In diesem Fall ist es besonders schwierig, da die Geschichte von Franz Grebacher nicht nur eine Bildungsgeschichte ist, sondern vielmehr die Beschreibung, wie lebenslanges Lernen funktionieren kann. Das ist nämlich ein Grundprinzip von Franz Grebacher: nicht stehen bleiben, weiter machen und immer interessiert bleiben.

Von Carmen Bayer |
2017 06 27meerjungfrau in den bergen

Wer ist Franz Grebacher?

Franz, ein Mann mit unglaublich vielen Interessen, ein lebenslanger Lerner, nicht nur ein Denker sondern vor allem auch ein Macher, pensionierter Apotheker aus Lofer, Bildhauer und Buchautor.

Franz Grebacher

Die Ausbildung

Nach 8 Jahren Gymnasium war Franz davon überzeugt, dass ein Sport und Geschichtsstudium auf Lehramt in Wien der richtige Weg für ihn sei. Diesen ging er auch – drei Semester lang - danach wurde ihm klar, dass sich dieser Berufswunsch wohl nicht erfüllen wird. 

"Ich bin dann im dritten Semester drauf gekommen, dass mir selbst im Sport einige Dinge fehlen und in Geschichte gleich drei Mal."

Weil er aber nicht der Typ zum Aufgeben ist, musste ein neues Ziel her. Nach einiger Zeit des Nachdenkens (möglicherweise war auch ein bisschen Selbstmitleid dabei) fasst er den Entschluss, sich eine neue Studienrichtung zu suchen, wobei ihn die Pharmazie besonders reizt. Um herauszufinden, ob er dieses anspruchsvolle Studium schaffen kann, tritt er bei einer der berüchtigtsten und gefürchtetsten Prüfungen, die der Physiologie, an.

Zitat

Stehe mutig zu deinen Fähigkeiten, aber überschätze dich nicht,

Franz steht zu seinem Wort und besteht die Prüfung. Mit 28 hat er es geschafft, er ist dazu berechtigt als Apotheker zu praktizieren.

Die Arbeit

Sein gesamtes Berufsleben lang ist Franz ein empathischer und leidenschaftlicher Apotheker. Mal als selbstständiger Pächter, dann wieder als Angestellter und schlussendlich als Besitzer der eigenen Apotheke in Lofer. Doch egal in welchem Arbeitsverhältnis er sich auch befinden mag, seine Kund_innen mit einem guten Gefühl nach Hause zu schicken oder ihnen auch per Telefon einen Ratschlag mitzugeben, das steht bei Franz stets im Vordergrund. (So stelle ich es mir vor, wenn der Beruf zur Berufung wird.)

Aus seinen vielen verschiedenen Arbeitsverhältnissen – Pächter, Angestellter, Eigentümer – konnte er jedoch eine wesentliche Sache lernen: "Es geht immer weiter, wir können uns natürlich fürchterlich über Rückschläge ärgern, uns demotivieren lassen und enttäuscht aufgeben aber das ist nicht die Lösung."

Wenn du dir selbst nicht sicher bist, ob du dich – trotz eines Misserfolgs – noch immer am richtigen beruflichen Weg befindest, dann finde es gemeinsam mit Berater_innen und Expert_innen (BiBer-Bildungsberatung, Frau&Arbeit) heraus.

Franz' Berufsphilosophie

  • "Stehe mutig zu deinen Fähigkeiten ohne dich selbst zu überschätzen."
     
  • "Es wird auch immer Menschen geben, egal ob selbstständig oder angestellt, mit welchen du nicht klar kommen wirst. Nimm es nicht persönlich und gehe mutig deinen Weg."
     
  • "Trotzdem kann das eine oder andere in die Hose gehen, aber dann gilt es wieder aufzustehen und weiterzumachen."

Die Zeit nach dem Berufsleben

Wir wissen inzwischen wir der berufliche Weg von Franz aussieht. Es war ihm schon immer sehr wichtig, Arbeit und Freizeit in Balance zu halten und auch abseits der Pharmazie seine vielfältigen Interessen sowie sein Familienleben zu pflegen. Gerade als Selbstständiger war das nicht immer einfach, doch er kann zufrieden auf seine beruflichen Jahre zurückblicken.

Franz war seit seiner Schulzeit sehr an Kunst und Handwerk interessiert, ebenso, wie ihm das Schreiben von Kindheitstagen an begleitet hat. Sein Faible für Kunst, Geschichte und Handwerk hat er seinem damaligen Lehrer zu verdanken und über das Schreiben baute er bereits als junger Mann eine einzigartige Beziehung zu seiner Frau auf.

Einer der Vorteile des Lebens in Pension ist definitiv, dass man sich auf seine Hobbies, oder vielmehr seine Leidenschaften, konzentrieren kann. Franz sieht das auch so und ist als Bildhauer aktiv, erstellt Werke, die auch schon bei uns in der Strubergasse ausgestellt waren. Seine kreative Ader kann er ebenso beim Schreiben ausleben, sein Erstwerk, ein sehr persönliches Buch über die Geschichte seiner Ehe, ist bereits seit 2008 sein Eigen. Neben all diesen Projekten findet Franz noch die Zeit und Motivation, um sich seinen lang ersehnten Wunsch, Italienisch zu lernen, zu erfüllen.

Ich könnte noch viele Seiten über die Einstellung und das Engagement von Franz verfassen aber stattdessen verweise ich euch lieber auf sein Buch - Die Mauer des Ozeans - welches sich perfekt für laue Sommerabende eignet und wünsche uns allen, etwas von Franz‘ Einstellung zum Leben und Lernen mitzunehmen und mutig das zu machen, was wir schon immer wollten, uns aber nie wagten umzusetzen.

CC BY

Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

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von Carmen Bayer
Carmen Bayer

Autorin

Carmen Bayer

Carmen Bayer, Sprecherin der Salzburger Armutskonferenz, wundert sich oft über gesellschaftliche Entwicklungen und schreibt darüber. Nebenher studiert sie Politikwissenschaften und verbringt ihre freie Zeit bevorzugt mit Büchern, Musik und sehr gerne auch mit gutem Essen. Sprachlos ist sie eher selten.

InfoboxPharmazeutisch-kaufmännische Assistent:in (PKA)

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Lehrberuf - 3 Jahre Lehrzeit 

Betriebe: vorrangig Apotheken, möglich sind auch pharmazeutische Großhandelsbetriebe

Wichtige Inhalte der Ausbildung:

  • Kund:innen beraten und Verkaufsgespräche führen beziehungsweise die Apotheker:innen (diese haben Pharmazie studiert) beim Verkauf apothekenpflichtiger Arzneimittel unterstützen
  • Bei der Herstellung von Arzneimitteln mitarbeiten
  • Waren bestellen, Lieferungen überwachen und Lager betreuen
  • Rechnungen erstellen und kassieren

Berufsschule: in Salzburg: Standort St. Johann im Pongau, Jahrgangsunterricht, also jede Woche 1 Tag Schule!

Hilfreiche Links:

Zuletzt aktualisiert am 3.7.2024 von BiBer Bildungsberatung

InfoboxPharmaziestudium

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Das Pharmazie-Studium wird angeboten als Bachelor- (Mindeststudienzeit 6 Semester) und Masterstudium (Mindeststudienzeit 4 Semester)

Standorte: Universität: Innsbruck, Wien, Graz und Salzburg (Privatuni PMU).

Voraussetzung:

  • Studium mit Aufnahmeverfahren – oder STEOP (Studieneingangsorientierungsphase)- Prüfungen - unterschiedliche Anmeldefristen beachten! 
  • Der schriftliche Aufnahmetest überprüft Kompetenzen aus folgenden Bereichen:
    • Kognitive Kompetenzen
    • Textverständnis anhand fachbezogener Texte
    • Fachwissen aus dem angegebenen Prüfungsstoff

Weiterer beruflicher Weg:

Ähnlich wie bei anderen freien (akademischen) Berufen, etwa bei Rechtsanwält:innen, Notar:innen oder Zivilingenieur:innen legen Apotheker:innen, nach ihrem Studienabschluss Pharmazie, ein Jahr Berufspraxis ("Aspirant:innenjahr") mit abschließender Prüfung ab. Erst im Anschluss daran arbeiten sie als angestellte Apotheker:innen in einer öffentlichen Apotheke oder Anstaltsapotheke eigenverantwortlich.

Neben der Tätigkeit als Apotheker:in können Pharmazieabsolvent:innen auch in der Forschung, Pharmazeutischen Industrie und in Kliniken arbeiten.

https://www.karrierevideos.at/video/261-apothekerin/

Studienorte und Informationen - im Suchfeld einfach Pharmazie eingeben

Zuletzt aktualisiert am 3.7.2024 von BiBer Bildungsberatung

InfoboxStudienwechsel

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Was ist ein Studienwechsel?

  • Jede Änderung einer Studienrichtung - bei Lehramtsstudien der Wechsel eines Unterrichtsfaches
  • Die "Rückkehr" zu einer ursprünglich betriebenen Studienrichtung, wenn dazwischen eine andere Studienrichtung betrieben wurde
  • Bei einem Doppelstudium, wenn bei einem Folgeantrag die Studienbeihilfe für die andere Studienrichtung beantragt wird
  • Wechsel der Bildungseinrichtung

Wie oft und wann darf das Studium gewechselt werden?

  • Insgesamt zweimal,
  • Wenn das vorangegangene Studium nicht mehr als zwei Semester inskribiert wurde.
  • Achtung: Ein Studienwechsel im Master-/Doktoratsstudium kann zum Anspruchsverlust von Beihilfen führen. Näheres erfährst du bei deiner Stipendienstelle. 

Hilfreiche Links: 

Zuletzt aktualisiert am 05.06.2024

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Bildungsinfo aktuell

Infoboxwaff: Beratungs- und Förderleistungen in Wien

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Grundsätzlich bietet der waff kostenlose und individuelle Beratung für berufliche Entwicklungschancen von beschäftigten Wiener:innen und fördert berufliche Aus- und Weiterbildungen. Neben beschäftigten Wiener:innen gibt es gemeinsam mit dem AMS Wien auch Angebote für arbeitssuchende Wiener:innen.

Bildungskonto: Das Bildungskonto für Wiener Arbeitnehmer:innen (BIKO) fördert Wiener:innen, die sich beruflich weiterbilden oder einen höheren Abschluss erlangen möchten und steht allen Wiener:innen je nach Einkommen, Arbeitsmarktstatus und beruflichem Ziel bei anerkannten Bildungsträgereinrichtungen zur Verfügung. Das Bildungskonto mit maximal € 500 ist für alle Wiener:innen (Beschäftigte und arbeitslos Gemeldete). Im Rahmen des Bildungskontos werden anteilsmäßig die Kosten für berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bei einem vom waff anerkannten Bildungsträger in Abhängigkeit der individuellen Formalvoraussetzungen bis maximal € 3.000 refundiert. Weiters werden Förderungen von digitalen und klimaschutzrelevanten Kompetenzen und Qualifizierungen in der Höhe von maximal € 5.000 gewährt.

Chancen-Scheck des waff: Der Chancen-Scheck ist das Förderinstrument für die Zielgruppe des Qualifikationsplans Wien 2030. Beschäftigte, die keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung haben oder Personen, die zwar über einen höheren Abschluss verfügen, aber dennoch dequalifiziert arbeiten, erhalten mit dem Chancen-Scheck eine besonders attraktive finanzielle Förderung für Aus- und Weiterbildungsvorhaben von bis zu 5.000 Euro. Mit dem Chancen-Scheck werden berufliche Weiterbildung und das kostenlose Nachholen von Lehr- und anderen Bildungsabschlüssen gefördert. Damit verbunden ist in der Regel die Ausstellung eines Qualifikationspasses, der Qualifikationen, Kompetenzen, berufliche Entwicklungsziele und Bildungsschritte dokumentiert und zum Erreichen des individuellen Bildungsziels beitragen soll.

FRECH – Frauen ergreifen Chancen – Beratung und Qualifizierung: Bei FRECH handelt es sich um ein Programm für beschäftigte Frauen in Wien, die eine grundlegende berufliche Veränderung in Form einer Neuorientierung, Höherqualifizierung und/oder Weiterentwicklung anstreben. Das Programm bietet beschäftigten Frauen mit beruflicher Veränderungsabsicht eine Prozess- und Laufbahnberatung, welche gegebenenfalls durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Weiterbildungskosten bis max. 5.000 Euro ergänzt werden kann. Aus- und Weiterbildungen zur Stärkung digitaler und klimaschutzrelevanter Kompetenzen können ebenfalls gefördert werden. Darüber hinaus werden berufsbezogene Workshops und Vorträge angeboten. Frauen können dabei von einer umfassenden individuellen Beratung, Workshops und Vorträgen sowie einer finanziellen Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung profitieren.

Karenz und Wiedereinstieg: Das Programm bietet Personen vor, während und nach einer Berufsunterbrechung (Eltern-, Pflege- oder Familienhospizkarenz) frühzeitige Information und präventive Beratung für den beruflichen Wiedereinstieg. Die Beratung kann durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Kosten bis max. 4.000 Euro ergänzt werden. Darüber hinaus werden themenspezifische Gruppenveranstaltungen mit gelegentlicher Kinderbetreuung angeboten.

Ausbildungsinitiative Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik: Die Ausbildungsinitiative für Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik wendet sich an beschäftigte Wiener:innen, die ein berufsbegleitendes Studium in den genannten Bereichen anstreben. Ziel ist es, mehr Frauen in berufsbegleitende Fachhochschulstudiengänge zu bringen und damit langfristig mehr weibliche Fachkräfte für den Wiener Arbeitsmarkt zu gewinnen. Das Programm bietet umfassende prozessorientierte Beratung wie auch Coachingangebote. Vor dem Studium wird die berufsbegleitende Vorbereitung auf ein Studium gefördert, unter anderem durch eine Vorqualifizierungsmaßnahme an der Hochschule Campus Wien. Nach Studienplatzzusage werden geförderte Kurse begleitend zum ersten Studienjahr, z.B. eine berufsbegleitende Begleitqualifizierung für Bachelor-Studiengänge an der FH Technikum Wien, ein Stipendium für ausgewählte Bachelor- und Masterstudiengänge (12.000 Euro für BA-Studiengänge, 9.000 Euro für MA-Stiudiengänge) sowie zahlreiche Workshops, Vernetzungsveranstaltungen und Kooperationen mit Unternehmen und Fachhochschulen bereitgestellt. Ergänzend werden studien- und berufsbezogene Veranstaltungen sowie Begleitung bis über den erfolgreichen Studienabschluss hinaus angeboten.

Sonderprogramm Lehrlinge: Der waff kann auf Grundlage des Antrags eines Lehrlings mit Wohnsitz in Wien die Vorfinanzierung der Kosten für Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung übernehmen, die dem waff von der Wirtschaftskammer Wien refundiert werden. Ergänzend werden auch die LAP-Vorbereitungskurse, die im Rahmen des Projektes Qualifizierungsmanagement eingereicht werden, gefördert.

Weiterbildungsinformation Wien: Der waff führt eine umfassende, aktuelle Weiterbildungsdatenbank unter weiterbildung.at, die eine anbieterneutrale Entscheidungsgrundlage für die Auswahl einer passenden Aus- und Weiterbildung darstellt.

Wiener Ausbildungsgeld:  Mit dem Wiener Ausbildungsgeld sollen mehr Menschen für längere Ausbildungen und die anschließende Berufstätigkeit in vom Mangel an Fachkräften geprägten Bereichen gewonnen werden. Da die Bezüge aus der Arbeitslosenversicherung in der Regel nicht ausreichen, um eine längere Ausbildung finanziell abzusichern, hat Wien im Jahr 2021 mit dem Wiener Ausbildungsgeld eine finanzielle Lücke geschlossen. Die Leistung richtet sich an beim AMS Wien arbeitslos gemeldete Personen und ermöglicht diesen im Vorfeld einer Beschäftigung die Teilnahme an länger dauernden Ausbildungen (mindestens 12 Monate) im Rahmen von Jobs PLUS Ausbildung sowie anderen arbeitsplatznahen Qualifizierungen. Das Wiener Ausbildungsgeld wird für Ausbildungen in den Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge (beispielsweise: Gesundheit, Pflege, Soziales und Pädagogik in Kooperation mit der Magistratsdirektion und Unternehmen der Stadt Wien) und andererseits für Qualifizierungen in klimaschutzrelevanten Berufen sowie im Bereich IKT/Digitalisierung gewährt. Es unterstützt die Teilnehmer:innen während der gesamten Dauer der Ausbildung mit monatlichen Zahlungen, die einen Mindestbetrag von rund € 1.550 monatlich sicherstellen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in diesen gesellschaftlich relevanten Beschäftigungssegmenten geleistet. Die Gewährung des Wiener Ausbildungsgeldes ist subsidiär zu Förderungen des Bundes, des Landes oder Dritter.

Zahlreiche Studien belegen, dass eine finanzielle Absicherung der Lebenshaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter ist.

Jugendstiftung Wien: Aufgrund der Entwicklungen am Arbeitsmarkt und des Fachkräftebedarfs der Wiener Wirtschaft haben der waff und das AMS Wien mit der Jugendstiftung Wien ein erfolgreiches Instrument zur Qualifizierung von jungen Erwachsenen ins Leben gerufen. Im Eintrittszeitraum von Jänner 2025 bis Dezember 2028 werden insgesamt 1.000 umstiegs- und aufstiegsorientierte junge Wiener:innen im Alter von 18 bis 24 und mit Anspruch auf Arbeitslosengeldbezug durch gezielte Aus- und Weiterbildung unterstützt. Die Maßnahme umfasst eine Phase der Berufsorientierung, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Die Möglichkeiten reichen hierbei vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien. Hier soll einerseits auf bestehenden Qualifikationen der Teilnehmer:innen aufgebaut und begonnene Ausbildungen abgeschlossen werden und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet werden (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung wird im Rahmen der aktiven Arbeitsuche intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Da eine finanzielle Absicherung der Lebenserhaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter darstellt, ist zusätzlich zum Arbeitslosengeld eine monatliche ausbildungsbedingte Zuschussleistung in Höhe von € 300 vorgesehen.

Frauenstiftung Wien: Die Frauenstiftung Wien richtet sich an Frauen ab 25 Jahren ohne Berufsausbildung und mit Arbeitslosengeldbezug, wobei der Fokus auf Wiedereinsteigerinnen liegt. Ihr Ziel ist es, den Teilnehmerinnen eine Qualifizierung zu ermöglichen und sie beim (Wieder)-Einstieg als Fachkraft in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Im Rahmen des mit August 2025 gestarteten Pilotprojekts ist innerhalb von einem Jahr der Eintritt von 100 Frauen vorgesehen. Ähnlich wie bei der Jugendstiftung ist auch hier zu Beginn eine Phase der Berufsorientierung vorgesehen, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Dabei wird einerseits auf den bestehenden Qualifikationen der Teilnehmerinnen aufgebaut und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung – die Möglichkeiten reichen vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien – wird intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Um entsprechende Ausbildungen zu ermöglichen und die Lebenserhaltungskosten abzusichern ist ein monatlicher Ausbildungszuschuss in Höhe von € 300 zusätzlich zum Arbeitslosengeld vorgesehen.

Wiener Pflegeausbildungsprämie: Die Pflegeausbildungsprämie ist eine monatliche finanzielle Unterstützung in der Höhe von 658,40 Euro für Personen, die eine Ausbildung in Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen an einer anerkannten Ausbildungseinrichtung in Wien absolvieren. Damit sollen strukturelle und finanzielle Anreize gesetzt werden, um Ausbildungen in diesen Bereichen attraktiver zu gestalten. Die Pflegeausbildungsprämie kann Personen gewährt werden, die eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege (z.B. Bachelor Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz) bzw. eine Ausbildung in einem Sozialbetreuungsberuf (z.B. Fach- bzw. Diplom-Sozialbetreuung in Alten- oder Behindertenarbeit) absolvieren.

Kursförderungen für Arbeitnehmer*nnen in Wien – waff
 

Diese Informationen wurden uns vom waff im Februar 2026 zur Verfügung gestellt.