Der kurze Weg zwischen Salinas und Salzburg

Freiwillige Auslandseinsätze für ältere Menschen

Es war ein Zufall, dass die Salzburger Physiotherapeutin Andrea Nießner ihren freiwilligen Auslandseinsatz in Ecuador ausgerechnet in Salinas, der Salzstadt, angetreten hat. Kein Zufall war jedoch, dass sie diese Erfahrung mit dem Verein „voluntaris“ machen konnte.

Von Christa Wieland (Gastautor:in) |
Esel NEU

weltweit.erfahrung.teilen

voluntaris, 2011 in Wien gegründet, ist der einzige Verein in Österreich, der speziell älteren Menschen Möglichkeiten anbietet, ihre Erfahrungen in einem freiwilligen Auslandseinsatz zur Verfügung zu stellen. Unter dem Motto „weltweit.erfahrung.teilen“ versuchen die Mitarbeiter_innen von voluntaris, geeignete Einsatzfelder in Asien, Lateinamerika oder Afrika zu finden, in denen ältere Menschen für die Dauer von 6 bis 12 Monaten freiwillig in lokalen Projekten mitarbeiten.

Durch eine sehr umfassende Einführung wird versucht, ein optimales Reiseziel und eine ideale Partnerorganisation zu finden, um so den Auslandseinsatz möglichst optimal an die Bedürfnisse der Reisenden anpassen zu können. Dabei spielen Sprachkenntnisse genauso eine Rolle wie gesundheitliche Voraussetzungen oder das Vorhandensein fachlicher Kompetenzen.

Die älteste Freiwillige, die bisher durch voluntaris vermittelt werden konnte, war 71 Jahre alt. 10 bis 15 Personen sind pro Jahr im Einsatz. Meist geht es um die Vermittlung beruflichen und fachlichen Wissens. „Aber auch Erfahrungen aus Hobbies im sportlichen oder musischen Bereich sind gefragt,“ betont Georg Primas, Freiwilligenkoordinator von volutaris.

Berichtet über ihre Erfahrungen im Rahmen des Auslandseinsatzes: Andrea Nießner in Salzburg.

Wie es weiter geht

Anfang Februar 2016 hat Andrea Nießner auf Einladung des Salzburger Bildungswerkes und der Robert-Jungk-Bibliothek über ihre Erfahrungen in Ecuador berichtet.

Zitat

„Ich wollte das Land von einer anderen Seite als der der Touristin kennen lernen“,

gibt Andrea Nießner als eines ihrer wichtigsten Motive an. Im Rahmen eines Projektes des Salesianerpaters Antonio Polo hat sie die lokale Bevölkerung in Sachen Gesundheitsförderung unterstützt. Durch die schwere Feldarbeit leiden viele unter Rücken- und Kopfbeschwerden, weshalb es wichtig ist, Übungen anzuregen, die jeder selbst zu Hause durchführen kann. Die Versorgung durch Therapeut_innen ist sehr mangelhaft, und daher stand der Einsatz von Andrea Nießner vor allem unter dem Zeichen, den Einheimischen in kurzer Zeit Informationen zu vermitteln, wie sie mit ihren Beschwerden am besten umgehen können.

Durch Andrea Nießners Erzählungen konnten die zahlreichen Interessierten einen unmittelbaren Eindruck erhalten, mit welchen spezifischen Herausforderungen ein derartiger Einsatz verbunden sein kann, wie bereichernd diese Erfahrungen sind und dass ein freiwilliger Auslandseinsatz keinesfalls an ein bestimmtes Alter gebunden ist.

Dieser Artikel erschien erstmals im Magazin Dreieck des Salzburger Bildungswerks im Juni 2016 - Der kurze Weg ...

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