Freiwilligenarbeit - Engagement, das zu mir passt

Freiwilligenarbeit ist nichts für dich? Sicher?

Du könntest Schildkröten in Griechenland retten, gemeinsam mit Schäfer_innen die Zirler Almen erhalten, Straßenkinder in Rumänien betreuen, in Salzburg die Caritas bei ihrer Arbeit unterstützen und noch so viel mehr! Alle Infos findest du hier.

Von Ingrid Ebner |
2017 09 13 Freiwillig haende

Fortbildungsmöglichkeiten in der Freiwilligenarbeit

Für Einsätze wie etwa im Rettungswesen liegt es auf der Hand, dass es dafür Ausbildungen braucht und dass es regelmäßiger Schulungen bedarf. Aber auch im Sozial-, im Kultur-, im Bildungsbereich und in vielen anderen Sparten, in denen sich Freiwillige engagieren, tut sich einiges in Sachen Aus- und Fortbildung. Einrichtungen der Erwachsenenbildung wie die Organisationen selbst bieten eine breite Palette an Kursen, Lehrgängen, Vorträgen und Workshops an, die sich an Freiwillige und auch an Freiwilligenkoordinator_innen richten.
 

Welche Form der Hilfe passt zu mir?

Um sich als Freiwillige_r in der Fülle der Möglichkeiten einzubringen, gilt es, das zu einem Selbst passende Engagement zu finden. Wichtige Fragen dazu stehen daher vor dem Beginn einer Tätigkeit:

  • Was ist meine Motivation?
  • Wie viel Zeit habe ich?
  • Will ich mich regelmäßig und längerfristig engagieren? Oder lieber punktuell beispielweise bei Aktionen mitarbeiten?
  • Ist mir das gemeinsame Arbeiten in einem Team wichtig?  
  • Passt zu mir die Rolle als Mentor_in, als Begleiter_in oder als Coach?
  • Welche Kompetenzen kann ich einbringen?
  • Nicht zuletzt, mit welcher Zielgruppe möchte ich bevorzugt arbeiten?

An wen sollte ich mich wenden?

Organisationen, Vereine und Initiativen haben Erfahrung mit diesen Fragen, ihre Freiwilligenbegleiter_innen oder Freiwilligenkoordinator_innen bieten dazu gerne Beratung an. Eine Einschulung, die Vereinbarung einer „Schnupperphase“ und natürlich die Begleitung der freiwilligen Tätigkeit und nicht zuletzt Fortbildungsmöglichkeiten sind bereits vielfach Standard und gelten als Qualitätskriterien für die Freiwilligenarbeit.

Wer sich für ein freiwilliges Engagement interessiert, findet  Angebote zur Information und Beratung mittlerweile auch auf Onlineplattformen, eine dieser „Freiwilligenbörsen“ ist direkt über die Webseite des Freiwilligenzentrums erreichbar – siehe auch die Gewusst-Wie-Boxen am Textende.

Freiwilligenarbeit im Wandel

Eine starke Bewegung erleben wir aber seit rund einem Jahr. Die „Zivilgesellschaft“ setzte ab dem Spätsommer 2015 ein klares Zeichen, als sich Menschen aller Altersgruppen, betroffen von den Berichten in den Medien, spontan entschlossen, bei der Versorgung der Transitflüchtlinge mit zu helfen.

Mittlerweile entstand eine Reihe von Initiativen, in denen sich Freiwillige für Flüchtlinge engagieren, welche hier in Österreich um Asyl angesucht haben. Sie bieten Deutschkonversation, für einzelne wie für Gruppen an, organisieren Freizeitaktivitäten und Feste, übernehmen Fahrtendienste und vieles mehr. Asylwerber_innen ihrerseits ermöglichen den Freiwilligen einen Einblick in die Kultur ihrer Herkunftsländer, wenn sie bei gemeinsamen Treffen ihre Gerichte kochen oder traditionelle Tänze vorführen oder auch Sprachunterricht in ihrer Muttersprache geben.

Freiwilliges Engagement setzt ein starkes Lebenszeichen!

Wenn Sie sich einmal unverbindlich über die bunte Vielfalt an Engagement Möglichkeiten informieren möchten,  bietet die neue Online Freiwilligenbörse des Landes eine gute Möglichkeit dazu. Schauen Sie doch einmal auf die Seite von Salzburg hilft – die Organisationen und Initiativen freuen sich auf Ihren Besuch!

Ob Geld- und Sachspenden oder aktive Mithilfe – deine Unterstützung für Flüchtlinge ist gerade jetzt in vielen Bereichen wichtig. Wo und wie du helfen und einen wertvollen Beitrag leisten kannst, erfährst du unter den folgenden Links:

CC BY

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von Ingrid Ebner
Ingrid Ebner

Autorin

Ingrid Ebner

Ingrid Ebner arbeitet seit 2003 für das Freiwilligenzentrum Salzburg und zeichnet sich durch ihr Engagement in Sachen Vernetzungen und Fortbildungsmöglichkeiten zwischen und für Freiwillige sowie FreiwilligenkoordinatorInnen in Organisationen aus.

InfoboxFreiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

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In einer Auszeit nach der Schule hast du 10 bis 11 Monate die Chance, dich sozial zu engagieren, dich beruflich zu orientieren, deine sozialen Interessen zu vertiefen und dir notwendige Praxis im Sozialbereich anzueignen. Du wirst pädagogisch begleitet, bekommst Taschengeld, vollen Versicherungsschutz, Unterkunft und Verpflegung. Für junge Leute ab 18 Jahren.

Für mehr Infos besuche die Seite: www.fsj.at

InfoboxFreiwilliges Umweltjahr (FUJ)

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Das FUJ bietet Dir 6 bis 12 Monate die Möglichkeit zum Engagement bzw. zur Berufsorientierung bei über 40 Einsatzstellen im Umwelt-, Naturschutz- und Nachhaltigkeitsbereich in ganz Österreich (z.B. NGOs, Nationalparks, sozialökonomische Einrichtungen, etc.).

Du bekommst Taschengeld, vollen Versicherungsschutz, Verpflegungs- & Wohngeld bzw. Fahrtgeld und das FUJ kann sogar als Zivildienstersatz angerechnet werden!

Bewerben kannst du dich immer bis 31. Mai jeden Jahres. Allgemeine Infos rund um das FUJ findest du auf der Homepage der Jugendumweltplattform JUMP!

InfoboxWenn's nicht gleich ein Jahr sein soll …

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... gibts hier noch viele hilfreiche Links zu verschiedenen Möglichkeiten um sich zu engagieren!

InfoboxSoziale Einsätze

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Helfen muss keine Lebensaufgabe sein, manchmal reichen schon ein paar Monate, um etwas zu bewirken! Ob soziale, kulturelle oder ökologische Einsätze - die Möglichkeiten sind groß!

Welche Möglichkeiten euch erwarten findet ihr auf der Website von Akzente Jugendinfo!

InfoboxEntwicklungshilfe

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Die Arbeit als Entwicklungshelfer_in erfordert großen persönlichen Einsatz und viel Idealismus. Neben einfacher Unterbringung und einer bescheidenen Bezahlung gibt es oft auch Risiken für die eigene Gesundheit und Sicherheit.

Voraussetzungen:

  • Idealismus & Motivation!
  • Mindestens eine Fremdsprache wird vorausgesetzt,
    • einige Organisationen verlangen zusätzlich sehr gute Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache, vor allem Englisch, Französisch oder Spanisch.
  • Die meisten Organisationen verlangen darüber hinaus eine abgeschlossene Berufsausbildung mit mehrjähriger Berufserfahrung.

Der größte Bedarf besteht in den Berufsgruppen:

  • Handwerk/Technik
  • Gesundheitswesen
  • Bauwesen
  • Land-& Forstwirtschaft 
  • Pädagogischer Bereich

Intensive Vorbereitung: In der Regel dauern die Einsätze deshalb mindestens 6 Monate bis maximal 2 Jahre.

Mindestalter: Meistens ab 25 Jahren

Auch hier findet ihr die weiteren Infos und Hilfestellungen auf der Website von Akzente Jungeninfo!

InfoboxLängerfristige Freiwilligeneinsätze

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Neben dem Frewilligen Sozialen Jahr gibt es noch weitere Möglichkeiten längerfristig sozial tätig zu sein.

Für Leute ab 18 Jahren ist es möglich im Rahmen eines sozialen oder ökologischen Einsatzes bei verschiedenen Einrichtungen im In- und Ausland mitzuarbeiten. Zu verdienen gibt es in der Regel nichts, Unterkunft und Verpflegung bekommst du aber zur Verfügung gestellt. Dafür kannst du aber unbezahlbare Erfahrungen machen:Du kannst dich selbst beweisen. Neben dem Gefühl, etwas für "die gute Sache" getan zu haben, lernst du auch andere Kulturen und dich selbst, deine Wünsche & Fähigkeiten, besser kennen.

Die wahrscheinlich günstigste Möglichkeit, sich bis zu einem Jahr begleitet in einem gemeinnützigen Projekt in Europa zu engagieren, ist der von der EU geförderte Europäische Freiwilligendienst. Aber Achtung: Hier musst du die Bewerbungsmodalitäten beachten!

Neben dem von der EU geförderten Europäischen Freiwilligendienst (siehe oben) gibt es eine Hülle & Fülle von Anbietern, die ebenfalls verschiedene Programme anbieten. Zu bezahlen ist meist eine Vermittlungsgebühr, dafür wirst du aber auch vor und während deines Einsatzes begleitet und Verpflegung & Unterkunft wird dir organisiert.

  • Archelon - Meeresschildkröten-Schutz in Griechenland.
  • Camphill - Mitarbeit in heilpädagogischen Wohnhäusern.
  • Concordia - Hilfe für Straßenkinder & ältere Bedürftige in Rumänien, Bulgarien & Moldawien.
  • VOLONTARIAT bewegt - Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Afrika, Asien oder Lateinamerika.

Freiwilligenbörsen Weltweit:

  • Rainbow Garden Village - Afrika, Asien: Familiäres Beisammensein und mit viel Engagement bei der Sache! Diese Herangehensweise prägt die RGV Family seit der Gründung.
  • Projects abroad: Projects Abroad ist führender Anbieter von Freiwilligenarbeit und Praktika weltweit und eine der ersten Freiwilligenorganisationen überhaupt.
  • NATUCATE - Natur- & Umweltschutzvolunteering weltweit: Sammle wertvolle Erfahrungen im aktiven Naturschutz! Mit unseren Projekten entdeckst Du fremde Länder abseits der ausgetretenen Touristenpfade.
  • Karmalaya - Indonesien, Indien, Nepal: Heart Work & Soul Travel ist unser Motto – sinnvoll arbeiten und nachhaltig reisen.

InfoboxInternationale Camps

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Um was geht's? Du engagierst dich gemeinsam mit einer international zusammengewürfelten Gruppe an einem sozialen, ökologischen bzw. kulturellen Projekt (z.B. Friedensarbeit, Renovierungsarbeiten, Kinder beaufsichtigen, Umweltschutz, ...)

Dauer: 2 Wochen bis 3 Monate (je nach gewähltem Projekt)

Anmeldung: laufend möglich

Was bringt's und was kostet's?

Du stellst deine Arbeitskraft freiwillig zur Verfügung - im Gegenzug dafür gibt's freie Verpflegung, eine einfache Unterkunft & Betreuung (Notfallnummer, Trainings, Mentoring, usw.) - und das unbezahlbare Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Nebenbei verbesserst du auch noch deine Fremdsprachenkenntnisse und übst dich im Umgang mit neuen Leuten und einer fremden Kultur.

Zahlen musst du allerdings noch eine Programmgebühr, die je nach Dauer und Anbieter variiert, im Normalfall aber auch für den kleinen Geldbeutel zu bewältigen ist. Dafür übernimmt der Anbieter die gesamte Organisation für dich.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

  • Eine spezielle Ausbildung brauchst du keine, allerdings solltest du Englisch verstehen, um dich mit den anderen verständigen zu können.
  • Bei vielen Sozialen Einsätzen muss man 18 Jahre alt sein, viele Internationale Camps sind ab 16 Jahren, in selteneren Fällen auch schon ab 14 Jahren möglich ("Teenager-Camps").

Eine Übersicht über die verschiedenen Projekte findest du wieder auf der tollen Website von Akzente Jugendinfo!

Hier findet Ihr weitere Artikel zum Thema:
Freiwilligenengagement
InfoboxBildungsline

Du willst noch mehr Infos?

Die Bildungsline gibt Antworten

Neue Bildungswege im Netzwerk Bildungsberatung

Kostenfreie Informationen & Beratung

erwachsenenbildung-salzburg.at
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Bildungsinfo aktuell

Infoboxwaff: Beratungs- und Förderleistungen in Wien

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Grundsätzlich bietet der waff kostenlose und individuelle Beratung für berufliche Entwicklungschancen von beschäftigten Wiener:innen und fördert berufliche Aus- und Weiterbildungen. Neben beschäftigten Wiener:innen gibt es gemeinsam mit dem AMS Wien auch Angebote für arbeitssuchende Wiener:innen.

Bildungskonto: Das Bildungskonto für Wiener Arbeitnehmer:innen (BIKO) fördert Wiener:innen, die sich beruflich weiterbilden oder einen höheren Abschluss erlangen möchten und steht allen Wiener:innen je nach Einkommen, Arbeitsmarktstatus und beruflichem Ziel bei anerkannten Bildungsträgereinrichtungen zur Verfügung. Das Bildungskonto mit maximal € 500 ist für alle Wiener:innen (Beschäftigte und arbeitslos Gemeldete). Im Rahmen des Bildungskontos werden anteilsmäßig die Kosten für berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bei einem vom waff anerkannten Bildungsträger in Abhängigkeit der individuellen Formalvoraussetzungen bis maximal € 3.000 refundiert. Weiters werden Förderungen von digitalen und klimaschutzrelevanten Kompetenzen und Qualifizierungen in der Höhe von maximal € 5.000 gewährt.

Chancen-Scheck des waff: Der Chancen-Scheck ist das Förderinstrument für die Zielgruppe des Qualifikationsplans Wien 2030. Beschäftigte, die keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung haben oder Personen, die zwar über einen höheren Abschluss verfügen, aber dennoch dequalifiziert arbeiten, erhalten mit dem Chancen-Scheck eine besonders attraktive finanzielle Förderung für Aus- und Weiterbildungsvorhaben von bis zu 5.000 Euro. Mit dem Chancen-Scheck werden berufliche Weiterbildung und das kostenlose Nachholen von Lehr- und anderen Bildungsabschlüssen gefördert. Damit verbunden ist in der Regel die Ausstellung eines Qualifikationspasses, der Qualifikationen, Kompetenzen, berufliche Entwicklungsziele und Bildungsschritte dokumentiert und zum Erreichen des individuellen Bildungsziels beitragen soll.

FRECH – Frauen ergreifen Chancen – Beratung und Qualifizierung: Bei FRECH handelt es sich um ein Programm für beschäftigte Frauen in Wien, die eine grundlegende berufliche Veränderung in Form einer Neuorientierung, Höherqualifizierung und/oder Weiterentwicklung anstreben. Das Programm bietet beschäftigten Frauen mit beruflicher Veränderungsabsicht eine Prozess- und Laufbahnberatung, welche gegebenenfalls durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Weiterbildungskosten bis max. 5.000 Euro ergänzt werden kann. Aus- und Weiterbildungen zur Stärkung digitaler und klimaschutzrelevanter Kompetenzen können ebenfalls gefördert werden. Darüber hinaus werden berufsbezogene Workshops und Vorträge angeboten. Frauen können dabei von einer umfassenden individuellen Beratung, Workshops und Vorträgen sowie einer finanziellen Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung profitieren.

Karenz und Wiedereinstieg: Das Programm bietet Personen vor, während und nach einer Berufsunterbrechung (Eltern-, Pflege- oder Familienhospizkarenz) frühzeitige Information und präventive Beratung für den beruflichen Wiedereinstieg. Die Beratung kann durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Kosten bis max. 4.000 Euro ergänzt werden. Darüber hinaus werden themenspezifische Gruppenveranstaltungen mit gelegentlicher Kinderbetreuung angeboten.

Ausbildungsinitiative Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik: Die Ausbildungsinitiative für Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik wendet sich an beschäftigte Wiener:innen, die ein berufsbegleitendes Studium in den genannten Bereichen anstreben. Ziel ist es, mehr Frauen in berufsbegleitende Fachhochschulstudiengänge zu bringen und damit langfristig mehr weibliche Fachkräfte für den Wiener Arbeitsmarkt zu gewinnen. Das Programm bietet umfassende prozessorientierte Beratung wie auch Coachingangebote. Vor dem Studium wird die berufsbegleitende Vorbereitung auf ein Studium gefördert, unter anderem durch eine Vorqualifizierungsmaßnahme an der Hochschule Campus Wien. Nach Studienplatzzusage werden geförderte Kurse begleitend zum ersten Studienjahr, z.B. eine berufsbegleitende Begleitqualifizierung für Bachelor-Studiengänge an der FH Technikum Wien, ein Stipendium für ausgewählte Bachelor- und Masterstudiengänge (12.000 Euro für BA-Studiengänge, 9.000 Euro für MA-Stiudiengänge) sowie zahlreiche Workshops, Vernetzungsveranstaltungen und Kooperationen mit Unternehmen und Fachhochschulen bereitgestellt. Ergänzend werden studien- und berufsbezogene Veranstaltungen sowie Begleitung bis über den erfolgreichen Studienabschluss hinaus angeboten.

Sonderprogramm Lehrlinge: Der waff kann auf Grundlage des Antrags eines Lehrlings mit Wohnsitz in Wien die Vorfinanzierung der Kosten für Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung übernehmen, die dem waff von der Wirtschaftskammer Wien refundiert werden. Ergänzend werden auch die LAP-Vorbereitungskurse, die im Rahmen des Projektes Qualifizierungsmanagement eingereicht werden, gefördert.

Weiterbildungsinformation Wien: Der waff führt eine umfassende, aktuelle Weiterbildungsdatenbank unter weiterbildung.at, die eine anbieterneutrale Entscheidungsgrundlage für die Auswahl einer passenden Aus- und Weiterbildung darstellt.

Wiener Ausbildungsgeld:  Mit dem Wiener Ausbildungsgeld sollen mehr Menschen für längere Ausbildungen und die anschließende Berufstätigkeit in vom Mangel an Fachkräften geprägten Bereichen gewonnen werden. Da die Bezüge aus der Arbeitslosenversicherung in der Regel nicht ausreichen, um eine längere Ausbildung finanziell abzusichern, hat Wien im Jahr 2021 mit dem Wiener Ausbildungsgeld eine finanzielle Lücke geschlossen. Die Leistung richtet sich an beim AMS Wien arbeitslos gemeldete Personen und ermöglicht diesen im Vorfeld einer Beschäftigung die Teilnahme an länger dauernden Ausbildungen (mindestens 12 Monate) im Rahmen von Jobs PLUS Ausbildung sowie anderen arbeitsplatznahen Qualifizierungen. Das Wiener Ausbildungsgeld wird für Ausbildungen in den Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge (beispielsweise: Gesundheit, Pflege, Soziales und Pädagogik in Kooperation mit der Magistratsdirektion und Unternehmen der Stadt Wien) und andererseits für Qualifizierungen in klimaschutzrelevanten Berufen sowie im Bereich IKT/Digitalisierung gewährt. Es unterstützt die Teilnehmer:innen während der gesamten Dauer der Ausbildung mit monatlichen Zahlungen, die einen Mindestbetrag von rund € 1.550 monatlich sicherstellen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in diesen gesellschaftlich relevanten Beschäftigungssegmenten geleistet. Die Gewährung des Wiener Ausbildungsgeldes ist subsidiär zu Förderungen des Bundes, des Landes oder Dritter.

Zahlreiche Studien belegen, dass eine finanzielle Absicherung der Lebenshaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter ist.

Jugendstiftung Wien: Aufgrund der Entwicklungen am Arbeitsmarkt und des Fachkräftebedarfs der Wiener Wirtschaft haben der waff und das AMS Wien mit der Jugendstiftung Wien ein erfolgreiches Instrument zur Qualifizierung von jungen Erwachsenen ins Leben gerufen. Im Eintrittszeitraum von Jänner 2025 bis Dezember 2028 werden insgesamt 1.000 umstiegs- und aufstiegsorientierte junge Wiener:innen im Alter von 18 bis 24 und mit Anspruch auf Arbeitslosengeldbezug durch gezielte Aus- und Weiterbildung unterstützt. Die Maßnahme umfasst eine Phase der Berufsorientierung, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Die Möglichkeiten reichen hierbei vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien. Hier soll einerseits auf bestehenden Qualifikationen der Teilnehmer:innen aufgebaut und begonnene Ausbildungen abgeschlossen werden und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet werden (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung wird im Rahmen der aktiven Arbeitsuche intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Da eine finanzielle Absicherung der Lebenserhaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter darstellt, ist zusätzlich zum Arbeitslosengeld eine monatliche ausbildungsbedingte Zuschussleistung in Höhe von € 300 vorgesehen.

Frauenstiftung Wien: Die Frauenstiftung Wien richtet sich an Frauen ab 25 Jahren ohne Berufsausbildung und mit Arbeitslosengeldbezug, wobei der Fokus auf Wiedereinsteigerinnen liegt. Ihr Ziel ist es, den Teilnehmerinnen eine Qualifizierung zu ermöglichen und sie beim (Wieder)-Einstieg als Fachkraft in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Im Rahmen des mit August 2025 gestarteten Pilotprojekts ist innerhalb von einem Jahr der Eintritt von 100 Frauen vorgesehen. Ähnlich wie bei der Jugendstiftung ist auch hier zu Beginn eine Phase der Berufsorientierung vorgesehen, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Dabei wird einerseits auf den bestehenden Qualifikationen der Teilnehmerinnen aufgebaut und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung – die Möglichkeiten reichen vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien – wird intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Um entsprechende Ausbildungen zu ermöglichen und die Lebenserhaltungskosten abzusichern ist ein monatlicher Ausbildungszuschuss in Höhe von € 300 zusätzlich zum Arbeitslosengeld vorgesehen.

Wiener Pflegeausbildungsprämie: Die Pflegeausbildungsprämie ist eine monatliche finanzielle Unterstützung in der Höhe von 658,40 Euro für Personen, die eine Ausbildung in Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen an einer anerkannten Ausbildungseinrichtung in Wien absolvieren. Damit sollen strukturelle und finanzielle Anreize gesetzt werden, um Ausbildungen in diesen Bereichen attraktiver zu gestalten. Die Pflegeausbildungsprämie kann Personen gewährt werden, die eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege (z.B. Bachelor Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz) bzw. eine Ausbildung in einem Sozialbetreuungsberuf (z.B. Fach- bzw. Diplom-Sozialbetreuung in Alten- oder Behindertenarbeit) absolvieren.

Kursförderungen für Arbeitnehmer*nnen in Wien – waff
 

Diese Informationen wurden uns vom waff im Februar 2026 zur Verfügung gestellt.