Traumjob Influencerin

Die Performance auf Instagram zwischen Hobby, Risiko und ernstzunehmenden Beruf

Du liebst es Videos und Bilder von Dir auf Instagram oder Tik Tok zu stellen? Als Influencerin zu arbeiten wäre Dein Traum? Dann interessiert Dich dieser Beitrag bestimmt. Eine Influencerin aus Kärnten erzählt uns von ihrem Alltag. Valentina Miklau betreibt seit 9 Jahren ihren Instagram-Kanal „The VANITY OF FASHION“ und hat bereits mehr als 100.000 Follower. Aus einem Hobby ist mittlerweile ein Nebenjob im Bereich Social Media Marketing geworden. Im folgenden Interview erzählt uns Valentina wie sie Influencerin geworden ist und worauf bei diesem Job zu achten ist.

von Marlene Aichholzer-Pahr | | Einblicke | Ratgeber Lest mehr zum Thema:
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Traumjob Influencerin

Wie wird man Influencerin und wie erreicht man auf Instagram eine Reichweite von über 100.00 Followern?

Es hat sich über die Jahre aufgebaut. Ich mache das seit 2012, aber richtig begonnen hat es 2016 als ich bei einem Wettbewerb der deutschen Beautymesse „Clowcon“ mitgemacht habe. Bei dem Wettbewerb ging es darum ein Foto mit einem Poolanimal zu erstellen. Das Foto hat dann gewonnen und meine Reichweite ist entsprechend gestiegen. Die Beautymesse hatte damals 80.000 Follower. Reposts machen einfach viel aus.

„Ich habe damit gestartet, weil es mir Spaß gemacht hat.”

Die Fotos, die Du postest wirken sehr aufwendig gemacht

Ja, ich wähle meist aus so ca. 150 Fotos aus. Dabei ist es egal, ob es um Taschen, verschiedene Produkte oder Fotos von mir geht. Es braucht echt irre lang. Oft bessert man nur Kleinigkeiten aus und schießt wieder 100 Bilder.

Influencerin auf Instagram Valentina

Valentina Miklau

Valentina Miklau

Instagram ist für Dich mehr als ein Hobby, oder?

Genau. Aber das war nicht meine Intention. Wenn Leute damit Geld verdienen wollen, oder Sachen gratis bekommen wollen, werden sie es wahrscheinlich nie schaffen. Das war nie meine Absicht und ich habe mir nie gedacht, dass ich damit Geld verdienen kann, oder dass ich Produkte heimgeschickt bekommen werde, um dann dafür Werbung zu machen. Ich habe damit gestartet, weil es mir Spaß gemacht hat.

Was macht eine Influencerin und wie gestaltet sich diese Tätigkeit?

Es ist eine Aufgabe für den ganzen Tag. Wenn man den ganzen Tag arbeitet, kann man keine Story posten. Grundsätzlich ist es aber wichtig, dass man zeigt, was man so macht. Das geht bei mir nur im Urlaub und am Wochenende. Wichtig ist außerdem up to date sein, was das jeweilige Thema betrifft, mit dem man sich beschäftigt. Sei es Mode, Beauty, Urlaub, Elektronik, es gibt so viele Facetten auf die man sich bei Insta einlassen kann. Man muss auch immer ein Auge dafür haben, was gerade Thema ist. Wichtig ist es auch Kontakte zu Firmen zu knüpfen damit man auf PR Listen kommt. Nur so kommt man auch zu Produkten, die man posten kann.

Du bewirbst auf Social Media Fashion und Beauty. Wie bist du dazu gekommen?

Das hat mich schon immer interessiert. Meine Mutter hat in einer Modeboutique gearbeitet und sie hat mir diese Leidenschaft mitgegeben. Mode wird es auch immer geben, wenn auch Insta vielleicht nicht. Dann gibt es aber einen anderen Kanal. Es geht auch darum Leute zu bespaßen und im übertragenen Sinne mitzunehmen. Ich bekomme dann oft Reaktionen, wo sich Follower für die schönen Fotos bedanken. Das freut mich echt.

Was würdest Du einer jungen Frau empfehlen, die beruflich als Influencerin arbeiten möchte?

Meine Einstellung dazu ist, dass ich nie von dem Geld alleine leben möchte, es ist ein Risiko. Ich bin nicht risikofreudig, es ist kein fixes Einkommen. Ich finde es einfach wichtig, dass man in seinem Leben eine Ausbildung hat, oder ein Studium. Ich habe zwei Lehrabschlüsse. Mir ist es wichtig einen fixen Job zu haben, wo man ein fixes Einkommen hat. Über meinem Instakanal bekomme ich einmal mehr Geld und einmal weniger, oder gar nichts. Wenn man eine halbe Million Follower hat, ist das was anderes. Man muss ja auch Steuern zahlen und es bleibt einem nicht alles was man einnimmt. Mittlerweile glaube ich, ist es schon sehr schwierig überhaupt große Reichweiten aufzubauen. Außer man ist z.B. in einer Reality TV Show präsent und bespielt auch Instagram. Dann kann man davon leben.

„Über meinem Instakanal bekomme ich einmal mehr Geld und einmal weniger, oder gar nichts.”

Man hört ca. 4% der Influencer*innen können davon leben. Wie funktioniert das bei Dir?

Bisher habe ich Vollzeit gearbeitet und wechsle nun zu einem Teilzeitjob. Ich könnte für Stories und Postings Geld bekommen, ich nehme aber lieber die Produkte der Firmen. Neben meinem bisherigen Vollzeitjob habe ich ein Kleingewerbe angemeldet und da hat man eine bestimmte Grenze an Einnahmen. Dass würde also anders nicht funktionieren. Mit der Teilzeitbeschäftigung möchte ich davon zwar nicht abgehen, aber ich möchte meinen Kanal schon intensiver betreiben.

Ich habe mit einer Handyhüllenfirma aus Schweden einen Vertrag, für diese Firma poste ich regelmäßig. Ich habe dann einen eigenen Rabattcode und wenn jemand mit diesem Code einkauft, bekomme ich einen bestimmten Prozentsatz. Das ist aber natürlich sehr unterschiedlich, weil meine Follower ja nicht ständig Handyhüllen kaufen.

„(…) man darf auch kein Geld damit verdienen wollen. Auch wenn es schön ist, wenn es dann so ist.”

Wie viel Zeit investierst du in Deinen Instakanal?

Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal mache ich zwei, drei Tage nichts und dann wieder sehr intensiv. Jetzt hat mich eine Firma gebeten einen Adventskalender zu verlosen. Natürlich muss ich mich jetzt beeilen, weil sich das sonst nicht mehr ausgeht (Anmerkung der Redaktion: das Interview wurde im November geführt). Ich arbeite also schon mehrere Stunden an meinem Instakanal. Manchmal sind es 2 Stunden, ein anderes Mal sind es 4 Stunden pro Tag. Es ist richtig viel Arbeit, viel zu überlegen und zu planen. Es sind also in der Woche sicher 25 Stunden. Aber es macht Spaß und ist immer noch ein Hobby.

Was muss eine Influencerin eigentlich können, damit sie so weit kommt wie Du??

Kreativ sein, Spaß daran haben, man darf auch kein Geld damit verdienen wollen, auch wenn es schön ist, wenn es dann so ist. Das dauert aber richtig lang, wenn es überhaupt funktioniert. Man braucht Durchhaltevermögen, denn es dauert lange bis man auf PR Listen der Firmen kommt. Das Wichtigste ist dran zu bleiben, irgendwann wird es dann belohnt. Das mache ich jetzt auch weiter und ich werde dann sehen wohin das Ganze führt. Vielleicht mache ich das auch einmal hauptberuflich. Ich glaube das jetzt zwar nicht, aber ich habe früher auch nicht geglaubt, dass ich soweit komme wie ich mittlerweile gekommen bin.

Was hast du für Ziele als Influencerin?

Es gibt echt coole PR-Listen die berühmte Marken und Modedesigner vertreten. Und diese Marken faszinieren mich, auch weil mich die Geschichte dahinter interessiert. Mein Ziel ist es also auf solche PR-Listen zu kommen, aber da brauche ich noch ewig. Ich bräuchte dazu wohl auch einen YouTube Kanal, ich bin aber nicht der Typ für Videos, sondern ich mache Fotos und spreche nicht in meinen Stories. Dem möchte ich auch treu bleiben. Ich denke meine Follower mögen das auch an mir und meinen Stories.

Herzlichen Dank Valentina für den Einblick in Deine Arbeit.

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Die Ausbildung bis 18 ist eine Initiative der österreichischen Bundesregierung mit dem Ziel, alle Jugendlichen zu einer über den Pflichtschulabschluss hinausgehenden Qualifikation hinzuführen und einem frühzeitigen Ausbildungsabbruch entgegenzuwirken. Mit 1. August 2016 ist in Österreich das Ausbildungspflichtgesetz (APflG) in Kraft getreten.

Seit Ende des Schuljahres 2016/2017 betrifft die Ausbildungspflicht alle Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben und sich dauerhaft in Österreich aufhalten.

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Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

von Marlene Aichholzer-Pahr

Über die Autorin

Marlene Aichholzer-Pahr

Marlene studierte Geschichte, Volkskunde und Kulturmanagement an der Karl-Franzens-Universität in Graz. Kurze Zeit später absolvierte sie den Universitätslehrgang „Career Management. Berufs- und Laufbahnberatung" in Klagenfurt. Sie war als Beraterin in der Steiermark tätig und ist nun seit 2013 begeisterte Bildungs- und Berufsberaterin und Projektoordinatorin bei der Bildungsberatung Kärnten. 

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