Wie Parkour nach Salzburg kam

Die Kunst der effizienten Bewegung und was wir von ihr lernen können.

Hast du sie schon gesehen? Auf den Geländern, Dächern und Stufen Salzburgs sind sie unterwegs. Was die da machen? Sport.

von Carmen Bayer | | Einblicke

Chris Bacher, 36 Jahre, Salzburger, Gründer von ONEMOVE, Unternehmer und Movement Motivator.

„Mach in deinem Leben das, was du wirklich gerne machst, ganz egal was andere von dir denken.”

Nach diesem Leitspruch gestaltet Chris konsequent und voller Spaß am Tun seinen Weg. Die Ausbildung an der HTL hat er abgebrochen, dafür aber in Berufen quer durch das Stellenanzeigensortiment gearbeitet - vom Postangestellten bis hin zum Bauarbeiter.  

Wenngleich die Arbeit dann und wann keine Quelle der Glückseligkeit darstellte, so gab es immer schon eine Sache, die jeden Tag zu einem Guten machte: die Bewegung, ganz besonders die Bewegung beim Parkour und Freerunning.  Aus dem Wunsch heraus, mit Freunden zu trainieren und vor allem gemeinsam Spaß zu haben, gründete Chris 2013 kurzerhand den Verein ONEMOVE.

„Ich hab halt nur das gemacht, worin ich einen Sinn sah und was mir Freude bereitete.”

Was als Gruppe von Bewegungsenthusiasten begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem stabilen Sportverein mit 300 Mitgliedern, verteilt auf drei Ortschaften. Hierfür machte Chris auch entsprechende Weiterbildungen, wie die zum Instruktor, um professionell geleitete Trainings anbieten zu können.

Wie Parkour?

Als Chris mit 2012 Parkour begann, war es noch ein relativ unbekannter Sport, auch heute können viele mit Begriffen wie Parkour oder Freerunning wenig anfangen.

Parkour, wie wir es heute kennen, entstand in Frankreich in den 1990er. „Le parcours“ steht frei übersetzt für Bewegungsdisziplin, denn das Ziel der Traceure (Sportler) ist es, möglichst schnell und effizient von A nach B zu gelangen - in der Turnhalle ebenso wie quer durch die Stadt. Freerunning entwickelte sich parallel zu Parkour, während bei ersterem der Fokus auf Effizienz liegt, werden beim Freerunnig mehr akrobatische Bewegungen eingebunden.

Was genau hinter Parkour und Freerunning steckt, erklärt euch Chris am besten selbst.

Wer einen Prezi (gezielter Sprung auf z.B. ein Geländer) machen möchte, der sollte neben den körperlichen Voraussetzungen auch – oder ganz besonders – die Hemmschwelle im Kopf überwinden.  
Da gibt es die scheinbar Furchtlosen, die ohne groß nachzudenken drauf los springen, da gibt es Akrobaten_innen, Künstler_innen – alle trainieren gemeinsam, lernen voneinander und haben dennoch genügend Raum, sich nach Belieben auszutoben und zu entwickeln.

„Bewegung fungiert bei uns als Werkzeug zur persönlichen Entwicklung – man trainiert, schafft eine Übung, überwindet Grenzen – es liegt enorm viel Entwicklungspotential im freien Training verborgen.”

Dass sich der Sprung aus der Komfortzone zu lohnen scheint, zeigt sich an kleinen und großen Erfolgen: Chris berichtet von unsportlichen Computer Nerds, die zu neuem Körperbewusstsein finden, von Jugendlichen, die als Zappelphilipp abgestempelt werden und über Parkour lernen, ihre Energien zu bündeln.

Aber auch Erwachsene, die jahrelang kaum sportlich aktiv waren, finden im Movement Training 18+ wieder zum Spaß an der Bewegung zurück. Und genau darum geht es Chris auch. Nicht die Leistung sondern der Spaß am Movement steht im Mittelpunkt.

Und so schaut das dann im Training aus.

Immer in Bewegung bleiben

Mit dem Wunsch, seine Freude an der Bewegung zu teilen, hat alles begonnen. Leben konnte Chris davon nicht. Die ersten Jahre arbeitete er nebenher, was die Organisation des Vereins nicht gerade vereinfachte. Doch sein Verein und er lernten aus Fehlern, entwickelten sich weiter und 2016 war Chris soweit, sich voll und ganz auf sein Movement einzulassen.

„Erfolg passiert außerhalb der Komfortzone, dort, wo es ein bisschen unangenehm wird.”

Meine Frage, ob er rückblickend etwas anders gemacht hätte, verneint Chris lachend. Sicher seien einige Hoppalas passiert, aber manchmal braucht es auch das Chaos um etwas Geniales zu schaffen.

Denn hinter allem, was Chris anpackt, steckt ein ganzheitliches Konzept: den Menschen die Freude am Sichbewegen wieder zu geben, zu zeigen, wie schon ein wenig Bewegung einfach alles verändern kann.

Sicher keine einfache Aufgabe.

na, motivert?
Wildbild.at

Du bist noch nicht überzeugt, dass sich der Blick über den Tellerrand lohnen könnte? Wir haben uns schon ein paar Gedanken dazu gemacht, die Suche nach dem Glück stand dabei im Mittelpunkt: Glücksrezept: Weiterbildung?

Gewusst wie...

Ausbildung für Trainer_innen / Instruktor_innen

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Ausbildung zum/zur Instruktor_in an der Bundessportakademie (BSPA) in Linz:

Das Organisationsziel der BSPA besteht in der Ausbildung und Vermittlung einer qualitativ hochwertigen Anleitungskompetenz (Aus- und Weiterbildung) im Spiel-, Sport- und Bewegungsbereich. Die öffentliche Schule des Bundes hat ein vielfältiges Bildungsangebot: Ausbildung für Trainer_innen, Instruktor_innen & Sport- und Diplomsportlehrer_innen.

Dauer: Zwischen 150 und 250 Stunden Präsenzzeit - variiert je nach Kursschwerpunkt

Körperliche Voraussetzungen:

  • Von den Kursteilnehmer_innen wird ein guter koordinativer und konditioneller Leistungsstatus (altersabhängig) erwartet.
  • Gleichfalls sollten die Basisfertigkeiten in den Sportarten Leichtathletik,Turnen, Schwimmen, Fußball, Handball, Volleyball, Basketball in den Grundzügen beherrscht werden.

Eignungsprüfung:

  • Bewältigung des TDS-Hindernislaufes unter Zeitdruck.
  • Der/Die Aufnahmewerber_in muss im Jahr der Abschlussprüfung das 18.Lebensjahr vollendet haben.
  • Der/Die Aufnahmewerber_in muss bis zum Beginn der Abschlussprüfung nachweisen, dass er einen 1.Hilfe Kurs, der nicht länger als 5 Jahre zurückliegt besucht hat (Ausbildungsumfang mind. 8 Stunden).

Wichtig:

  • Bei der Eignungsprüfung sind die Teilnehmer_innen (Aufnahmewerber_innen) weder unfall- noch krankenversichert.
  • Bei der Eignungsprüfung ist dem/der Kursleiter_in ein ärztliches Zeugnis vorzulegen, das nicht älter als 6 Monate ist und die körperliche Eignung des Aufnahmewerbers / der Aufnahmewerberin bestätigt.
  • Ohne ärztliches Zeugnis ist eine Kursteilnahme nicht möglich.

Kosten:

  • Der Kursbesuch (Unterricht + sämtliche Prüfungen) ist kostenlos. Für Aufenthalts- und Verpflegungskosten musst du jedoch selbst aufkommen.
  • 80 € für Lehrunterlagen sowie Arbeitsmittelbeiträge (Turn- und Tennishallen, Diagnosekosten, Materialkosten etc.)

Ausbildungen zum/zur Instruktor_in (Linz) für:

  • Jugendskirennlauf
  • Fußball
  • Hochtouren
  • Elementare Motorikförderung und optimales Nachwuchstraining, Leichtathletik ...
  • Alle Ausbildungen findest du hier: bspa.at/linz/ausbildungen

 Weitere Kurse findest du auch in Wien, Graz und Innsbruck - die Ausbildungsschwerpunkte sind vom Standort abhängig!

Gewusst wie...

Diplom Fitnesstrainer_in

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Ausbildung bei der Personal Fitness Academy in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck oder auch in Athen.

Dauer: 2 Monate

Voraussetzungen:

  • Persönliches Aufnahmegespräch
  • Körperliche Grundfitness
  • Ärztliches Gesundheitsattest

Kosten: 1.790,00 €

Abschluss: Diplom Fitnesstrainer_in, PFA zertifiziert über das Ö-Cert

Weitere Möglichkeiten, dich zum/zur Diplom Fitnesstrainer_in in auszubilden:

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Förderungen

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Für kostenpflichtige Weiterbildungen können je nach Bundesland und individuellen Voraussetzungen unterschiedliche Förderungen in Anspruch genommen werden.

Hilfreiche Links (Bundesländer):

Hilfreiche Links (Österreichweit):

Für das Bundesland Salzburg erarbeitet unser Bildungsline-Team jährlich ein Infosheet für Förderungen. Dort findet ihr von der AK Bildungsförderung bis zu Sozialstipendien der ÖH Salzburg alles, was euch an Unterstützungen geboten werden kann!

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Kostenfreie Informationen & Beratung:

Schlagwörter: Selbstständig, Anders*Denken, Weiterbildung
CC BY

Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

von Carmen Bayer
Carmen Bayermask

Über die Autorin

Carmen Bayer

Neben ihrer Arbeit beim Netzwerk Bildungsberatung studiert sie Soziologie und verbringt ihre freie Zeit bevorzugt mit Musik und sehr gerne auch mit gutem Essen. Sprachlos ist sie eher selten.

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