Alles über die Gehaltsverhandlung

Damit Du den Lohn bekommst, den Du verdienst!

Eine bevorstehende Gehaltsverhandlung rangiert in der Beliebtheitsskala eher auf den hinteren Rängen. Das hat mit Angst vor Zurückweisung zu tun oder auch damit, dass es unangenehm ist, etwas einzufordern. Besonders Frauen haben ihre Probleme, den Gehalt zu verlangen, den sie verdienen. Das ist zwar bei weitem nicht der einzige, aber mitunter ein wesentlicher Grund warum Männer bei gleicher Qualifikation im Schnitt 12%  mehr verdienen wie Frauen. Das müssen wir ändern, meint unsere Autorin Claudia Weiß von Frau&Arbeit.

Von Claudia Weiß |
Gehaltsverhandlung Frau Tipps iStock Traimak Ivan

Über Geld spricht man nicht!

Die Angst davor, um eine Gehaltserhöhung zu bitten, hat viel mit Erziehung zu tun. Wobei Menschen zwischen 20 und 40 Jahren keine Scheu haben, mehr Gehalt zu verlangen. Männer sowieso nicht denn die machen das regelmäßig und sehen es eher sportlich. Frauen tun sich hingegen ungleich schwerer. Sie verdienen weniger und verlangen bereits beim Einstellungsgespräch weniger wie ihre männlichen Kollegen. Doch sie fragen ebenso häufig nach einer Gehaltserhöhung. Nur bekommen sie die seltener.

Kein Chef und keine Chefin wird auf die Idee kommen, von sich aus eine bessere Bezahlung vorzuschlagen

Vielfach fehlen Frauen meist die richtigen Argumente für eine Gehaltserhöhung. Auch vergleichen sie sich mit Kolleg*innen oder es quält sie ein schlechtes Gewissen. Doch das zahlt sich nicht aus. Weder menschlich noch monetär. Kein Chef und keine Chefin wird auf die Idee kommen, von sich aus eine bessere Bezahlung vorzuschlagen. Deshalb ist Eigeninitiative gefragt. Je besser du dich vorbereitest, desto eher gehst du aus dem Gespräch mit mehr Gehalt heraus.

Wie kann ich mich auf die Gehaltsverhandlung vorbereiten?

  1. Überlege, warum du mehr Geld erhalten sollst. Nenne konkrete Projekte, die du umgesetzt oder begleitet hast. Sprich über deine Berufserfahrung.
  2. Erzähle von deinen Zukunftsplänen oder Ideen für das Unternehmen.
  3. Sei initiativ, auch die Bereitschaft zu Weiterbildung kannst du in diesem Kontext anführen.
  4. Hör dich um, wie viel andere in vergleichbarer Position verdienen. Recherchiere im Internet branchenübliche Gehälter. Eine Gehaltserhöhung beträgt 5 bis maximal 15%. Überlege dir Maximal-und Minimalforderungen und ob du auch nichtmonetäre Alternativen akzeptieren würdest.
  5. Bereite dich vor und lass dich  coachen: Übe das Gespräch mit Freund*innen, Familie oder Bekannten. Nimm es auf Video auf und sage die Summe, die du nennen möchtest, ganz oft laut vor. Lerne selbstbewusst aufzutreten.
  6. Mach dir bewusst, dass du ein:e wertvolle:r Mitarbeiter:in bist. Stell deine Vorzüge in den Vordergrund.

Mehr Geld zu verlangen, ist nichts Ungehöriges.

7. Sag klar, was du willst: Wenn du 20 Prozent mehr Gehalt möchtest, dann sage das. Eindeutige Formulierungen unterstreichen dein Vorhaben. Vereinbare einen Termin mit ausreichend Zeit denn ein Gehaltsgespräch im Vorbeigehen wird nicht erfolgreich sein. Das jährliche Mitarbeiter:innen-Gespräch bietet dafür beispielsweise eine gute Gelegenheit.

8. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass du dich unbeliebt machst und habe kein schlechtes Gewissen, wenn du für dich selbst einstehst. Besonders Frauen neigen dazu. Mehr Geld gibt es nicht für Sympathie, sondern ausschließlich für die entsprechende Leistung.

9. Wenn du eine Absage erhältst: Bleib hartnäckig und frage nach einiger Zeit wieder nach.

Gehaltsverhandlung und Geld sind Themen, zu denen Frau & Arbeit kostenlose Workshops für Frauen anbietet. Die Termine sind auf Facebook oder dem Kalender der Webseite zu finden. Professionelle Beratung bekommst du auch bei den Bildungsberatungseinrichtungen in ganz Österreich.

CC BY

Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

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von Claudia Weiß
Claudia Weiß

Autorin

Claudia Weiß

Werbefachfrau mit Faible für Schönes aus den Bereichen Schrift, Text und Grafik. Öffentlichkeitsarbeiterin bei Frau & Arbeit, selbstständige Lektorin und Grafikerin. Sehr anfällig für grandiose Magazinlayouts, besondere Covergestaltungen und herausragenden Stil.

InfoboxBildungsberatung in Österreich

Inhalt anzeigen

Kärnten
Auf der Website der Bildungsberatung Kärnten gibt es alle Informationen zum Kärntner Beratungsangebot: bildungsberatung-kaernten.at

Steiermark
Für die Steirer und Steirerinnen gibt es hier alle Beratungstermine nach Bezirken sortiert auf einen Blick: bildungsberatung-stmk.at

Burgenland
Die Bildungsinformation Burgenland hilft bei allen Fragen zur Aus- und Weiterbildung.

Niederösterreich
Deine Bildungsberatung – auch auf Russisch, Ukrainisch, Slowakisch, Polnisch, Englisch, Arabisch, Persisch, Türkisch … - findest du auf der Website: www.bildungsberatung-noe.at

Wien
Die Bildungsberatung in Wien bietet kostenfreie Information und Beratung zu Bildung und Beruf, auch auf Türkisch, BKS, Englisch, Arabisch, Dari/Farsi... Beratung gibt‘s per Telefon und online via Mail, Chat und Video. Das Beratungstelefon ist unter der Gratis-Tel.: 0800 20 79 59 von Mo-Do zwischen 9-12 Uhr erreichbar. Auf der Website bildungsberatung-wien.at kannst du ganz einfach Beratungstermine buchen.

Oberösterreich
Telefonisch für Fragen rund um deine Aus- und Weiterbildungen, Förderungen, … erreichbar unter der Beratungshotline 050/6906 3 von Montag bis Donnerstag 7:30 bis 16:00 Uhr und am Freitag von 7:30 bis 13:30 Uhr. Wenn du einen Termin für eine Video-Bildungsberatung vereinbaren willst, melde dich unter bildungsinfo@akooe.at. Neben der Online-Bildungsberatung findest du das bunte Beratungsangebot in OÖ auch auf https://www.bildungsberatung-ooe.at.

Salzburg
In Salzburg genügt ein Anruf bei der BILDUNGSLINE unter 0800 208 400! Du bekommst telefonische Informationen, wie beispielsweise über den Salzburger Bildungsscheck und Termine für persönliche Beratungen. Das Team der BILDUNGSLINE ist MO – FR von 08.00 – 12.00 oder unter frage@bildungsberatung-salzburg.at kostenfrei für dich zur Stelle. Mehr Infos findest du hier: www.bildungsberatung-salzburg.at. Oder du buchst deinen Termin für eine kostenlose Bildungsberatung ganz einfach unter https://termine.bildungsberatung-salzburg.at 

Tirol
Ein Klick auf die Website www.bildungsberatung-tirol.at und du kannst dir deine Beratungsmöglichkeiten auf deine Frage und deinen Bezirk genau zugeschnitten anzeigen lassen. Weitere Informationen rund um Bildung und Beruf bekommst du von der Bildungsinfo Tirol!

Vorarlberg
Alles, was dein Bildungsherz begehrt, findest du auf den ersten Blick unter www.bildungsberatung-vorarlberg.at Einfach und übersichtlich kommst du so zu deiner Bildungsberatung. 

Für alle Bundesländer gibt es aber auch noch die online Bildungberatung: 
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=bildungsberatung+online.at

aktualisiert: Dezember 2025

InfoboxFrau & Arbeit

Inhalt anzeigen

Frau & Arbeit bietet:

  •  kostenlose Beratung
  • Coaching
  • Workshops

für Frauen zu Fragen rund um das Berufsleben. Das Angebot von Frau & Arbeit richtet sich an Frauen jeden Alters, die Unterstützung bei der beruflichen Integration und/oder Entwicklung ihrer beruflichen Fähigkeiten und Ziele suchen.

Einfach telefonisch oder online Kontakt aufnehmen unter: 0662/ 880723-10 oder info@frau-und-arbeit.at.

Alle weiteren Infos findet ihr auf: 

www.frau-und-arbeit.at

Zuletzt aktualisiert am: 14.12.2020

Hier findet Ihr weitere Artikel zum Thema:
Bewerbung
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Bildungsinfo aktuell

InfoboxMusik als Berufsweg – Berufsfelder und Ausbildungswege in Österreich

Inhalt anzeigen

Musik kann viele berufliche Wege eröffnen – auf der Bühne, im Unterricht, im Studio oder im Kulturmanagement. Die Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich reichen von Musikuniversitäten über pädagogische Studien bis hin zu technischen oder organisatorischen Ausbildungen.

Musikberufe verlangen neben Talent oft viel Eigeninitiative, Übung und Flexibilität. Gleichzeitig bieten sie vielfältige Möglichkeiten, kreative Interessen mit pädagogischen, technischen oder organisatorischen Tätigkeiten zu verbinden.

Künstlerische Musikberufe:

Musiker:in / Sänger:in

Musiker:innen arbeiten als Solokünstler:innen, in Bands, Orchestern oder Ensembles. Je nach Stilrichtung sind sie im Bereich Klassik, Jazz, Pop, Rock etc. tätig. Der Weg führt häufig über ein Musikstudium, Konservatorium oder intensive musikalische Praxis.

Musicaldarsteller:in

Musicaldarsteller:innen verbinden Gesang, Tanz und Schauspiel. Die Ausbildung erfolgt meist über spezialisierte Musical- oder Musiktheaterstudiengänge.

Songwriter:in / Komponist:in

Songwriter:innen schreiben Musik und Texte für eigene oder andere Projekte. Es gibt keine geregelte Ausbildung, häufig helfen Studien in Komposition, Musikproduktion oder Sprachkunst.

Dirigent:in

Dirigent:innen leiten Orchester oder Chöre. Voraussetzung sind meist sehr gute musikalische Kenntnisse sowie ein spezialisiertes Dirigierstudium.
 

Pädagogische, soziale und wissenschaftliche Berufe:

Musiklehrer:in

Musiklehrer:innen unterrichten an Schulen und gestalten musikalische Projekte. Die Ausbildung erfolgt über ein Lehramtsstudium mit zwei Unterrichtsfächern.

Instrumental- und Gesangspädagog:in (IGP)

IGP-Absolvent:innen unterrichten an Musikschulen oder privat. Das Studium verbindet künstlerische und pädagogische Inhalte.

Musiktherapeut:in

Musiktherapeut:innen arbeiten im Gesundheits- und Sozialbereich mit Musik als therapeutischem Mittel. Dafür ist ein spezialisiertes Studium in Musiktherapie notwendig.

Musikwissenschaftler:in

Musikwissenschaftler:innen beschäftigen sich mit Musikgeschichte, Theorie und Analyse. Sie arbeiten häufig in Forschung, Kultur oder Medien und haben beispielsweise ein Studium in Musik- oder Musik- und Tanzwissenschaft.

Organisation, Management und Technik:

Musikmanager:in

Musikmanager:innen planen und organisieren die Karriere von Musikerinnen, z. B. Marketing, Auftritte, Tourneen und Vertrags- bzw. Finanzfragen. Eine fixe Ausbildung gibt es nicht; meist führen Studien oder Weiterbildungen in Musik-, Kultur- oder Eventmanagement sowie betriebswirtschaftliche Kenntnisse in den Beruf.

Musikproduzent:in

Musikproduzent:innen gestalten und betreuen Musikproduktionen im Studio von der Idee bis zur fertigen Aufnahme. Der Einstieg erfolgt über Studien oder Ausbildungen im Bereich Musikproduktion/Tontechnik, ist aber auch für Quereinsteiger:innen möglich.

Veranstaltungstechniker:in

Veranstaltungstechniker:innen kümmern sich um Licht-, Ton- und Bühnentechnik bei Konzerten und Events. Der Beruf kann über eine Lehre oder technische Studiengänge erlernt werden.

Beispiele für Bildungseinrichtungen in Österreich (Auswahl)

Event Engineering

u. A. das Musikum Salzburg https://musikum.at/de/

* Die angeführten Bildungseinrichtungen stellen eine Auswahl dar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zur weiteren Recherche empfiehlt sich folgende Seite: https://www.studienplattform.at/

Recherchiert von Laura Eder, BiBer Bildungsberatung, im Mai 2026.