Die richtige Bewerbung

Wodurch zeichnet sich denn nun die richtige Bewerbung aus?

Wo liegen potentielle Schwachstellen und warum bekommen wir von den Personalisten dieser Welt meist nur den Standardabsagesatz anstelle einer begründeten Absage?

Von Helmut Moser |
2017 09 25 iStock gopixa

Da setze ich mich wie jeden Tag vor meinen PC und beginne, in allen mir zur Verfügung stehenden Medien, mit der Jobrecherche. Es dauert eine Weile bis ich ein Angebot finde, das meiner Qualifikation entspricht. Endlich eine Stelle die genau zu meinen bisherigen Tätigkeiten passt – wie die Faust aufs Auge quasi - sogar mit dem angegebenen Gehalt könnte ich leben. Soweit ich weiß steckt in dem Wort Bewerbung das Wort Werbung. Werbung für sich selbst, um die eigene Person bei seinem zukünftigen Arbeitgeber bestmöglich zu präsentieren.

So nun zur Bewerbung selbst. Ich sehe mir die Homepage sehr genau oder besser gesagt akribisch genau an, denn das Anschreiben ist meine Visitenkarte. Ob es zu einem Vorstellungstermin kommt - oder nicht, entscheidet sich in den ersten 30 Sekunden. Als nächstes schreibe ich das Anschreiben so, dass es zur Firma passt. Damit ich der Firmenleitung beim Vorstellungstermin zeigen kann was ich draufhabe, und ich somit der Einzige bin, der für den der Job geeignet ist. Um so weit zu kommen ist es ein Muss, das Anschreiben so einzigartig, und kreativ wie nur möglich zu gestalten. Der Text vom Anschreiben muss sich ja von der Masse abheben, wenn man bei einem Vorstellungstermin die Möglichkeit einer Präsentation bekommen möchte.

Nach ca. 200 Bewerbungen, zwei Drittel verschwinden irgendwo, bei einem Drittel kommt die Absage mit diesem Standardsatz:

„Sehr geehrter Herr Moser, vielen Dank für Ihre Bewerbung sowie Ihr damit verbundenes Interesse an unserem Unternehmen. Wir haben nach Durchsicht Ihrer Unterlagen ein sehr gutes Bild über Ihre Qualifikationen und Ihren bisherigen Werdegang erhalten. Daher tut es uns besonders leid, Ihnen trotzdem mitteilen zu müssen, dass wir Ihnen derzeit keine passende Position anbieten können ...“ Und so weiter.

Wenn man so eine Begründung zum 200sten mal liest, kommt man sich schon ein wenig veräppelt vor. Ich wünsche mir, dass die Personalisten endlich den Mut aufbringen und die wahren Gründe in die Absagen schreiben. Ich weiß schon, das hat mit Diskriminierung und Gleichheit zu tun. Aber nur, wenn ich weiß warum meine Bewerbung vernichtet, wird kann ich reagieren und die Ursache beheben. So wie ein Bewerbungsprozess derzeit abläuft, kann man nur über die wahren Gründe spekulieren. Ich gebe mir schon die größte Mühe, eine richtige Bewerbung zu schreiben und bis heute habe ich nicht verstanden, was in diesem Zusammenhang richtig oder falsch ist. Diese Frage kann mir leider nur ein Personaler beantworten.

Um in Zukunft die "richtigen" Bewerbungen abschicken zu können, lade ich Personaler aus verschiedenen Unternehmen zu einem der Bewerbungscoachings ein. Ich durfte einige dieser tollen Kurse als Teilnehmer besuchen. Mein Eindruck war, dass die Meisten der Trainer_innen nicht so recht wissen, wovon sie da sprechen. Für mich bleibt eine Frage ungeklärt, und zwar, wie soll eine Bewerbung wirklich aussehen, damit man zu einem Vorstellungstermin kommt. In den Coachings wird einem erklärt, es gäbe keine falsche Bewerbung, wenn es zu keinem Vorstellungstermin kommt, dann hat die Bewerbung für den Personaler nicht die richtige Aussagekraft. Ich bin mir sicher, Ausbildung, Erfahrung und Alter haben einen Einfluss auf die Anzahl der Vorstellungstermine. Die Chemie die zwischen Personaler, und dem, der sich in dem Unternehmen vorstellt ist meiner Meinung nach der wichtigste Punkt, ob es zu einem Vorstelltermin kommt oder nicht.

Wie jetzt eine richtige oder falsche Bewerbung aussieht, weiß ich immer noch nicht aber wenn die Zeit reif ist werde ich es hoffentlich erfahren.

CC BY

Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

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von Helmut Moser
Helmut Moser

Autor

Helmut Moser

Helmut Moser ist Techniker mit Leidenschaft oder besser technischer Zeichner. Aufgrund der Situation am Arbeitsmarkt orientiert er sich neu. Helmut hat die Ausbildung zum Dipl. Mentaltrainer absolviert und arbeitet gemeinsam mit einem ehemaligen Arbeitskollegen am Aufbau eines mentalen Trainingscenters.

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In Österreich gibt es eine Vielzahl von Ausbildungswegen im Bereich der Landwirtschaft, die unterschiedliche Schwerpunkte und Qualifikationen bieten.

Ein Überblick zu den verschiedenen Möglichkeiten:

Landwirtschaftliche Fachschulen

Diese Schulen bieten eine berufsbildende mittlere Ausbildung mit verschiedenen Fachrichtungen und Schwerpunkten, wie beispielsweise Biologische Landwirtschaft, Pflanzenanbau, Tierhaltung, Forstwirtschaft und Ackerbau & Smart Farming.

https://www.ausbildungskompass.at/suche/ (in der Suche "Landwirtschaftliche Fachschulen" wählen)

Höhere Lehranstalten für Landwirtschaft

Hier erhält man eine berufsbildende höhere Ausbildung mit Maturaabschluss. Der Abschluss berechtigt zur Ausübung einschlägiger Gewerbe gemäß Gewerbeordnung und Ingenieursgesetz. Zudem bietet dieser die Möglichkeit, später den Titel „Ingenieur:in“ zu erwerben.

Beispiele für Fachrichtungen sind Landwirtschaft und Ernährung, Agrarmanagement, Ressourcenmanagement sowie erneuerbare Energien.

https://www.ausbildungskompass.at/suche/ (in der Suche "höhere Lehranstalten für Landwirtschaft" wählen)


Lehre Landwirtschaft

Eine praktische Ausbildung, die zur Facharbeiter:innenprüfung führt und Berechtigungen wie die Ausübung des erlernten Berufs und die Zulassung zur Meisterausbildung bietet. Beispiele für landwirtschaftliche Lehrberufe sind z.B. Gartenbau, Fischereiwirtschaft, Bienenwirtschaft, Fischereiwirtschaft, Molkerei- und Käsereiwirtschaft und viele mehr.  https://www.lehrlingsstelle.at/alle-berufe/

Meisterausbildungen

Die Meisterausbildung ist eine Möglichkeit zur Höherqualifizierung für Berufserfahrene in der Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsausbildung und kann in verschiedenen Bereichen, wie z.B. Landwirtschaft, Gartenbau oder Feldgemüsebau abgelegt werden. https://www.lehrlingsstelle.at/salzburg/landwirtschaft-sbg/landwirtschaft-ablauf-meister-sbg/

Aufbaulehrgänge

Diese Lehrgänge sind für Absolvent:innen von Fachschulen gedacht und führen zur Matura. Sie bieten eine vertiefte Ausbildung in spezifischen Bereichen der Landwirtschaft.
https://www.ausbildungskompass.at/suche/ (In der Suche "Aufbaulehrgang" wählen)

Studium

Die Bachelor- und Masterstudiengänge im Bereich Land- und Forstwirtschaft reichen von Themen wie Pflanzenbau, Tierhaltung und Forstwirtschaft bis hin zu Umweltmanagement, nachhaltiger Landnutzung und Agrartechnologie und können beispielsweise an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) absolviert werden.

https://www.studienplattform.at/suchergebnis?kategorie=Landwirtschaft

Zusätzliche Weiterbildungsmöglichkeiten

Das Ländliche Fortbildungsinstitut (LFI) bietet eine Vielzahl zusätzlicher Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Landwirtschaft an. Das Kursangebot reicht von Gesundheit und Ernährung über Umwelt- und Naturschutz bis hin zu Persönlichkeitsentwicklung und kreativen Themen.

https://sbg.lfi.at/programm%C3%BCbersicht+2500++2012487
 

erstellt im März 2026 von Laura Eder von BiBer Bildungsberatung