Was ich vor dem Einstieg in die Berufswelt Pflege wissen sollte

Pflegeberufe im Fokus

In den vergangenen Jahren hat sich viel getan – bei der Bezahlung und bei der individuellen Förderung der Menschen, die in der Pflege tätig sind. Auch bei der Einteilung der Arbeitszeit wird heute auf Wünsche und verschiedene Lebenssituationen Rücksicht genommen, erzählt die Pflegedirektorin im Krankenhaus Barmherzige Brüder in Salzburg, Margareta Bruckner. Wir geben einen Überblick, welche Berufe es in der Pflege gibt, was bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollte und wo es weiterführende Beratung über Förderungen gibt.

Von Daniela Bayer-Schrott |
1 Infogeschichte Pflege

Die folgenden Informationen stammen aus dem Vortrag „Pflege – ein Beruf für mich?“, der von Frau & Arbeit organisiert wurde. Die Pflegedirektorin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg, Dr.in Margareta Bruckner, MBA MSc DGKP und Mag.a (FH) Daniela Kanzian von der Salzburger Arbeitsstiftung für Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufe (PGS) sprachen über Ausbildungen, Förderungen und Berufe in der Welt der Gesundheit und Pflege. Der nächste Info-Abend über Pflegeberufe findet im Herbst 2024 bei Frau & Arbeit statt.

Die Herausforderungen im Gesundheitswesen

Die steigende Lebenserwartung und damit die Zunahme älterer und hochbetagter Menschen in unserer Gesellschaft führt zu einer höheren Anzahl an pflegebedürftigen Menschen. Die Nachfrage nach qualifizierten Pflege- und Betreuungskräften wird daher weiterwachsen. Auf der anderen Seite kommen immer weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt.

Schon heute stehen zu wenig Pflegekräfte zur Verfügung. In der Pflegepersonal-Bedarfsprognose, herausgegeben vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK), wird ein jährlicher Bedarf von 7.000 bis 8.000 Absolvent:innen errechnet.

Was sind die Vorteile eines Pflegeberufes?

Margareta Bruckner hat 1984 ihr Diplom gemacht. Sie erzählt: „Damals gab es fast keine Berufsumsteiger:innen – was sich heute drastisch verändert hat. Menschen, die sich erst im Erwachsenenalter für einen Beruf in der Pflege entscheiden, stellen heute die Mehrheit in der Ausbildung.“

Auf die Frage, was diese Menschen bewegt, in Pflegeberufe ein- bzw. umzusteigen, spricht Pflegedirektorin Bruckner von folgenden Vorteilen:

  • Es sind sinnstiftende Berufe – eine der Hauptmotivationen, in die Pflege zu gehen.
  • Pflegeberufe sind krisensicher. Man kann praktisch nicht arbeitslos werden.
  • Es gibt heute zahlreiche Förderungen für die Ausbildungen im Bereich Gesundheit.
  • Die Bezahlung der Jobs ist besser, vor allem ist sie für die Berufseinsteiger:innen attraktiver als früher.
  • Die Durchlässigkeit: Wenn man will, kann man sich immer weiterentwickeln oder höher qualifizieren.
  • Die Vielfalt der Aufgaben „von der Wiege bis zur Bahre:“ Geburt, Intensivstation, Traumatologie, Dialyse, Wundmanagement, mobile Pflege. In vielen Bereichen kann man sich zusätzlich spezialisieren.

Bruckner berichtet auch von ihrem persönlichen Highlight: „Ich habe immer einen großen Vorteil der Nachtdienste gesehen: die Freizeit am Tag. Ich bin im Sommer oft zum See gefahren und habe hier die entspannte Atmosphäre während der Woche genossen.“

Zitat Margareta Bruckner: Ein großer Vorteil der Nachtdienste ist die Freizeit am Tag."

Welche Berufe gibt es in der Gesundheits- und Krankenpflege?

Der Einstieg in einen Pflegeberuf kann als Unterstützungskraft im Gesundheitswesen beginnen, zum Beispiel als Pflegeassistenz (PA). Darüber hinaus gibt es weitere Ausbildungsmöglichkeiten:

  • Pflegefachassistenz (PFA)
  • Diplomierte Gesundheits- oder Krankenpflege (DGKP)
  • Bachelor of Sience (BSc) in Gesundheits- und Krankenpflege oder Bachelor of Nursing (BScN). Dieses Studium kann auch mit einer Studienberechtigungsprüfung (ohne Reifeprüfung) absolviert werden.
  • Master- und ein Doktoratsabschluss kann zusätzlich erworben werden.
  • Eine alternative Möglichkeit stellt auch die BHS bis zur Matura dar (Höhere Lehranstalt für Sozialbetreuungsberufe)
  • Auch die Ausbildung zur Heimhilfe wird derzeit vom Land finanziert und ermöglicht den Einsatz im Seniorenbereich und in der mobilen Pflege.

Kommunikation: Wie gut muss ich Deutsch sprechen?

Das Sprachniveau spielt eine besonders wichtige Rolle bei der Tätigkeit in der Pflege. Für die Ausbildung Pflegefachassistenz muss zumindest das Niveau B2 erreicht werden. Denn die Kommunikation ist in Pflegeberufen ein wesentliches Element: „Man arbeitet sehr nah an den Patient:innen – es ist ein Beruf, der auf Beziehungen basiert,“ erläutert Dr.in Bruckner. Die Patient:innen sprechen manchmal nicht deutlich, zum Beispiel, weil sie sehr alt oder krank sind. In der praktischen Ausbildung müssen überdies Informationen, Erläuterungen und Anweisungen verstanden werden.

Welchen Pflegeberuf und welche:n Arbeitgeber:in soll ich wählen?

Bei der Wahl des konkreten Pflegeberufs und des Arbeitgebenden im Bereich Gesundheit sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Welche Vorausbildung ist bereits vorhanden (Matura? Sprachkenntnisse?)
  • Welche privaten Ressourcen stehen zur Verfügung? (Kinderbetreuung usw.)
  • Wie viel Zeit kann oder will ich in die Ausbildung investieren?
  • Wie sind meine finanziellen Möglichkeiten?

Auf der Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz ist es ratsam, vorab einen Einblick zu gewinnen:  Schnuppertage, ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Praktikum bieten gute Möglichkeiten, um Erfahrungen zu sammeln.

Zitat Daniela Kanzian: Für die Fragen zu den Förderungen eignet sich ein persönliches Beratungsgespräch."

Welche Förderungen für die Pflege-Ausbildungen sind möglich?

Haben sie sich einmal für eine Ausbildung entschieden, stellen sich insbesondere Umsteiger:innen die Frage, wie die Ausbildung selbst, aber auch die Zeit der Ausbildung finanziert werden soll. Förderungen sind über das Land, AMS, über Arbeitsstiftungen oder auch über die Betriebe möglich, die beispielsweise eine Höherqualifizierung fördern möchten.

Beratung und Unterstützung von Interessierten bietet unter anderem das AMS oder die Salzburger Arbeitsstiftung für Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufe (PGS). Dort gibt es Informationen über Förderungen, Ausbildung, Finanzierung und auch die Nostrifizierung von Ausbildungen, die im Ausland gemacht wurden. Daniela Kanzian von der PGS erklärt: „Ein persönliches Beratungsgespräch eignet sich am besten. Denn die Fragestellungen zu den Förderungen sind sehr individuell. Wir sind die Schnittstelle zwischen AMS, Schule und Stammhaus, wo der praktische Teil der Ausbildung gemacht wird.“

Hilfreiche Links:

  • Der Ausbildungskompass vom AMS gibt einen guten Überblick zum österreichischen Bildungssystem und informiert über Ausbildungen und über Ausbildungseinrichtungen.
    AMS Ausbildungskompass - Startseite
     
  • Das Land Salzburg ermöglicht ebenfalls einen Überblick, welche Berufe es in der Gesundheits- und Krankenpflege gibt und welche Arbeitgeber z.B. in Salzburg zu finden sind: 
    Das ist stark - Land Salzburg
CC BY

Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

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von Daniela Bayer-Schrott
Daniela Bayer

Autorin

Daniela Bayer-Schrott

Redakteurin und PR-Fachfrau. Mag Vielfalt, Lernen und lacht gerne. Beruflich und privat sind ihr Weiterentwicklung und Offenheit für Neues wichtig. In ihrer Freizeit ist sie viel in Stadt und Land Salzburg unterwegs und liebt die bunte Mischung von Natur und Kultur.

InfoboxFrau & Arbeit

Inhalt anzeigen

Frau & Arbeit bietet:

  •  kostenlose Beratung
  • Coaching
  • Workshops

für Frauen zu Fragen rund um das Berufsleben. Das Angebot von Frau & Arbeit richtet sich an Frauen jeden Alters, die Unterstützung bei der beruflichen Integration und/oder Entwicklung ihrer beruflichen Fähigkeiten und Ziele suchen.

Einfach telefonisch oder online Kontakt aufnehmen unter: 0662/ 880723-10 oder info@frau-und-arbeit.at.

Alle weiteren Infos findet ihr auf: 

www.frau-und-arbeit.at

Zuletzt aktualisiert am: 14.12.2020

InfoboxPflegeassistenz

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Ausbildungsdauer: 2 Jahre Vollzeit, teilweise auch berufsbegleitend 3 Jahre
>> Als geprüfte Pflegeassistenz hast du die Möglichkeit, in einem Jahr deinen Abschluss in der Pflegefachassistenz zu erlangen. Diese Weiterbildung / Ausbildung wird vom BFI und von den Salzburger Landeskliniken sowie dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum angeboten.

Zielgruppe: Pflegeassistent:innen mit abgeschlossener Ausbildung und Anspruch auf das Fachkräftestipendium beziehungsweise Bildungskarenz oder Berufsumsteiger:innen.

Ausbildungsorte:

Voraussetzungen:

    • Vollendetes 17. Lebensjahr bei Praktikumsbeginn
    • Mindestens zehn Schulstufen mit positivem Abschluss (alternativ: erfolgreiche Absolvierung der 9. Schulstufe und Lehrabschluss)
    • Ärztliches Gesundheitszeugnis und Polizeiliches Führungszeugnis
    • Kenntnisse der deutschen Sprache (mindestens auf EQR Niveau B2) 
    • Österreichische EU-Staatsbürgerschaft oder Flüchtlingsstatus oder Geflüchtetenstatus oder Niederlassungsbewilligung 
    • Persönliches Aufnahmegespräch (individuelle Terminvergabe)

    Aufschulung

    • Abgeschlossene Pflegeassistenzausbildung (ehemals Pflegehilfe) bzw. Sozialbetreuungsschule
    • Gesundheitliche Eignung
    • Vertrauenswürdigkeit und hohe soziale Kompetenz
    • Motivation, Interesse und Lernbereitschaft
    • EDV-Kenntnisse

    Abschluss: Pflegefachassistenz-Diplom

    Weiterbildungsmöglichkeiten: mit einem Vorbereitungslehrgang (BFI) zum verkürzten 2-semestrigen Lehrgang zum/zur akademischen Experten/Expertin und anschließend zum Bachelor of Science in Nursing an der FH Salzburg.

    Hilfreiche Links:

    Möglichkeiten in Vorarlberg:

    Infos aus Tirol:

    NEU: Pflegelehre in Salzburg

    Seit Herbst 2024 bieten Einrichtungen im Gesundheits- und Pflegebereich im Bundesland Salzburg die Ausbildung zur Pflegeassistenz und zur Pflegefachassistenz in Form der Lehre (duale Ausbildung) an.

    Dauer

    • Pflegeassistenz, 3 Jahre

    Voraussetzungen

    • Abschluss der allgemeinen Schulpflicht von 9 Jahren
    • Mindestalter von 15 Jahren
    • Interesse an sozialen Berufen und der Arbeit mit Menschen
    • gesundheitliche und persönliche Eignung (zum Beispiel psychische Belastbarkeit, Empathie)
    • Nachweis der Unbescholtenheit mit einem Strafregisterauszug

    Ausbildungseinrichtungen

    • Pflegeassistenz: Hilfswerk Salzburg, Rotes Kreuz

    Praktische Einblicke während der Lehrausbildung in folgenden Einrichtungen: Krankenhäuser, Pflegeheime, Hauskrankenpflege und Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen.

    Zuletzt aktualisiert im Jänner 2026 von BiBer Bildungsberatung; Ergänzungen im Mai 2025 mit Infos aus den Bundesländern

    InfoboxPflegefachassistenz

    Inhalt anzeigen

    Dauer: 2 Jahre Vollzeit, teilweise auch berufsbegleitend 3 Jahre
    >> Als geprüfte Pflegeassistenz hast du die Möglichkeit, in einem Jahr deinen Abschluss in der Pflegefachassistenz zu erlangen. Diese Weiterbildung / Ausbildung wird vom BFI und von den Salzburger Landeskliniken sowie dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum angeboten.

    Zielgruppe: Pflegeassistent:nnen mit abgeschlossener Ausbildung oder Berufsumsteiger:innen.

    Ausbildungsorte:

    Voraussetzungen:

      • Mindestalter 17 Jahre (Ausnahme: bei Schulen mit integrierter Pflegefachassistenzausbildung wie Multiaugustinum und HLW Zell)
      • erfolgreiche Absolvierung der 10. Schulstufe
      • gesundheitliche und psychosoziale Eignung
      • ausreichend gute Deutschkenntnisse (min. B2)
      • teilweise Besuch der Infoveranstaltung
      • Aufnahmeverfahren

      Aufschulung

      • Abgeschlossene Pflegeassistenzausbildung (ehemals Pflegehilfe) bzw. Sozialbetreuungsschule
      • Gesundheitliche Eignung
      • Vertrauenswürdigkeit und hohe soziale Kompetenz
      • Motivation, Interesse und Lernbereitschaft
      • EDV-Kenntnisse

      Abschluss: Pflegefachassistenz-Diplom

      Weiterbildungsmöglichkeiten: mit einem Vorbereitungslehrgang (BFI) zum verkürzten 2-semestrigen Lehrgang zum/zur akademischen Experten/Expertin und anschließend zum Bachelor of Science in Nursing an der FH Salzburg.

      Hilfreiche Links:

      Möglichkeiten in Vorarlberg:

      Zuletzt aktualisiert  im Dezember 2025 von BiBer Bildungsberatung;

      ergänzt im Mai 2025 mit Infos aus den Bundesländern

      InfoboxBachelorstudium: Gesundheits- und Krankenpflege

      Inhalt anzeigen

      Angeboten wird dies beispielsweise an der FH Salzburg 

      Dauer: Mindestens 6 Semester

      Form: Vollzeit

      Voraussetzungen:

      • Studienzulassung mit allgemeiner Hochschulreife
        • Matura oder Abitur, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung
        • an der PMU jedoch nur für Personen, die sich bereits in einem bestehenden Ausbildungsverhältnis nach dem Pflegeberufsgesetz befinden

      Standort:

      • FH Salzburg: Uniklinikum LKH, Campus Urstein, Campus Schwarzach
      • Paracelsus Medizinische Privatuniversität: Kooperationen mit mehreren Lehrkrankenhäusern und Ausbildungseinrichtungen in Salzburg, Bayern, Oberösterreich
      • Die PMU bietet darüber hinaus auch ein Online Bachelorstudium Pflegewissenschaft an.

      Abschluss:

      • Bachelor of Science in Health Studies (BSc) – FH-Studium
      • Bachelor of Science in Nursing (BScN) - Ausbildung an der PMU
      • An der PMU können zudem universitäre Lehrgänge besucht werden, wie Pflegemanagement, Pflegepädagogik, Early Life Care… (https://www.pmu.ac.at/studium-weiterbildung/pmu-academy/weiterbildungsangebot).
      • An der FH gibt es außerdem akademische Lehrgänge im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpflege und der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege (https://www.fh-salzburg.ac.at/studium/weiterbildungsangebot)
      • Diese Weiterbildungen richten sich an Personen, die bereits eine Berufsberechtigung für den gehobenen Dienst in der Gesundheits- und Krankenpflege erlangt haben.

      Hilfreiche Links:

      Zuletzt aktualisiert im August 2025 von BiBer Bildungsberatung

      InfoboxVon der Pflegefachassistenz zum Bachelor of Science– ohne Matura

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      In Kooperation mit der Arbeiterkammer Salzburg und der Fachhochschule Salzburg, bietet das BFI Salzburg Pflegefachassistent:innen die Möglichkeit eines Vorbereitungslehrganges, der den Weg zum Bachelor of Science verringern kann.

      Du kannst dich nach dem zweisemestrigen Vorbereitungslehrgang mit zusätzlicher Matura oder Ergänzungsprüfungen für den Einstieg in das dritte Semester an der Fachhochschule bewerben.

      Dauer: 

      • Zwei Semester Vorbereitungslehrgang in Salzburg

        o    Do. Nachmittag und Fr. ganztags

      Voraussetzungen:

      • Abgeschlossene Pflegefachassistenz-Ausbildung; Deutsch-Niveau B2

      • Wenn keine Matura vorhanden ist, muss diese neben dem Vorbereitungskurs nachgeholt werden: entweder Berufsreifeprüfung oder Ergänzungsprüfungen in Deutsch und Englisch (entspricht der Studienberechtigungsprüfung

      Abschluss:

      • Erfolgreiche Absolvierung des Vorbereitungslehrganges
      • Zusätzlich Nachweis Matura oder Ergänzungsprüfungen
      • Berechtigung zur Absolvierung des Aufnahmetests an der Fachhochschule Salzburg mit der Möglichkeit ins 3. Semester des Studienganges „Gesundheits- und Krankenpflege“ einzusteigen.

      Kosten:

      • Der Vorbereitungslehrgang ist kostenlos (wird vom Land Salzburg und der Arbeiterkammer Salzburg gefördert)

      • Der Weg zur Hochschulreife (Matura etc.) muss selbst finanziert werden – gegebenenfalls mit Bildungsscheck förderbar

      Beginn der Ausbildung:

      •    Beginn des Vorbereitungslehrganges: November

      Hilfreiche Links:

      Zuletzt aktualisiert am: 3.7.2024 von BiBer Bildungsberatung

      Hier findet Ihr weitere Artikel zum Thema:
      Ausbildung
      Berufswahl
      Förderung
      Pflege
      InfoboxBildungsline

      Du willst noch mehr Infos?

      Die Bildungsline gibt Antworten

      Neue Bildungswege im Netzwerk Bildungsberatung

      Kostenfreie Informationen & Beratung

      erwachsenenbildung-salzburg.at
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      Bildungsinfo aktuell

      Infoboxwaff: Beratungs- und Förderleistungen in Wien

      Inhalt anzeigen

      Grundsätzlich bietet der waff kostenlose und individuelle Beratung für berufliche Entwicklungschancen von beschäftigten Wiener:innen und fördert berufliche Aus- und Weiterbildungen. Neben beschäftigten Wiener:innen gibt es gemeinsam mit dem AMS Wien auch Angebote für arbeitssuchende Wiener:innen.

      Bildungskonto: Das Bildungskonto für Wiener Arbeitnehmer:innen (BIKO) fördert Wiener:innen, die sich beruflich weiterbilden oder einen höheren Abschluss erlangen möchten und steht allen Wiener:innen je nach Einkommen, Arbeitsmarktstatus und beruflichem Ziel bei anerkannten Bildungsträgereinrichtungen zur Verfügung. Das Bildungskonto mit maximal € 500 ist für alle Wiener:innen (Beschäftigte und arbeitslos Gemeldete). Im Rahmen des Bildungskontos werden anteilsmäßig die Kosten für berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bei einem vom waff anerkannten Bildungsträger in Abhängigkeit der individuellen Formalvoraussetzungen bis maximal € 3.000 refundiert. Weiters werden Förderungen von digitalen und klimaschutzrelevanten Kompetenzen und Qualifizierungen in der Höhe von maximal € 5.000 gewährt.

      Chancen-Scheck des waff: Der Chancen-Scheck ist das Förderinstrument für die Zielgruppe des Qualifikationsplans Wien 2030. Beschäftigte, die keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung haben oder Personen, die zwar über einen höheren Abschluss verfügen, aber dennoch dequalifiziert arbeiten, erhalten mit dem Chancen-Scheck eine besonders attraktive finanzielle Förderung für Aus- und Weiterbildungsvorhaben von bis zu 5.000 Euro. Mit dem Chancen-Scheck werden berufliche Weiterbildung und das kostenlose Nachholen von Lehr- und anderen Bildungsabschlüssen gefördert. Damit verbunden ist in der Regel die Ausstellung eines Qualifikationspasses, der Qualifikationen, Kompetenzen, berufliche Entwicklungsziele und Bildungsschritte dokumentiert und zum Erreichen des individuellen Bildungsziels beitragen soll.

      FRECH – Frauen ergreifen Chancen – Beratung und Qualifizierung: Bei FRECH handelt es sich um ein Programm für beschäftigte Frauen in Wien, die eine grundlegende berufliche Veränderung in Form einer Neuorientierung, Höherqualifizierung und/oder Weiterentwicklung anstreben. Das Programm bietet beschäftigten Frauen mit beruflicher Veränderungsabsicht eine Prozess- und Laufbahnberatung, welche gegebenenfalls durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Weiterbildungskosten bis max. 5.000 Euro ergänzt werden kann. Aus- und Weiterbildungen zur Stärkung digitaler und klimaschutzrelevanter Kompetenzen können ebenfalls gefördert werden. Darüber hinaus werden berufsbezogene Workshops und Vorträge angeboten. Frauen können dabei von einer umfassenden individuellen Beratung, Workshops und Vorträgen sowie einer finanziellen Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung profitieren.

      Karenz und Wiedereinstieg: Das Programm bietet Personen vor, während und nach einer Berufsunterbrechung (Eltern-, Pflege- oder Familienhospizkarenz) frühzeitige Information und präventive Beratung für den beruflichen Wiedereinstieg. Die Beratung kann durch einen Qualifizierungszuschuss für Aus- und Weiterbildung von 90 Prozent der Kosten bis max. 4.000 Euro ergänzt werden. Darüber hinaus werden themenspezifische Gruppenveranstaltungen mit gelegentlicher Kinderbetreuung angeboten.

      Ausbildungsinitiative Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik: Die Ausbildungsinitiative für Frauen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik wendet sich an beschäftigte Wiener:innen, die ein berufsbegleitendes Studium in den genannten Bereichen anstreben. Ziel ist es, mehr Frauen in berufsbegleitende Fachhochschulstudiengänge zu bringen und damit langfristig mehr weibliche Fachkräfte für den Wiener Arbeitsmarkt zu gewinnen. Das Programm bietet umfassende prozessorientierte Beratung wie auch Coachingangebote. Vor dem Studium wird die berufsbegleitende Vorbereitung auf ein Studium gefördert, unter anderem durch eine Vorqualifizierungsmaßnahme an der Hochschule Campus Wien. Nach Studienplatzzusage werden geförderte Kurse begleitend zum ersten Studienjahr, z.B. eine berufsbegleitende Begleitqualifizierung für Bachelor-Studiengänge an der FH Technikum Wien, ein Stipendium für ausgewählte Bachelor- und Masterstudiengänge (12.000 Euro für BA-Studiengänge, 9.000 Euro für MA-Stiudiengänge) sowie zahlreiche Workshops, Vernetzungsveranstaltungen und Kooperationen mit Unternehmen und Fachhochschulen bereitgestellt. Ergänzend werden studien- und berufsbezogene Veranstaltungen sowie Begleitung bis über den erfolgreichen Studienabschluss hinaus angeboten.

      Sonderprogramm Lehrlinge: Der waff kann auf Grundlage des Antrags eines Lehrlings mit Wohnsitz in Wien die Vorfinanzierung der Kosten für Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung übernehmen, die dem waff von der Wirtschaftskammer Wien refundiert werden. Ergänzend werden auch die LAP-Vorbereitungskurse, die im Rahmen des Projektes Qualifizierungsmanagement eingereicht werden, gefördert.

      Weiterbildungsinformation Wien: Der waff führt eine umfassende, aktuelle Weiterbildungsdatenbank unter weiterbildung.at, die eine anbieterneutrale Entscheidungsgrundlage für die Auswahl einer passenden Aus- und Weiterbildung darstellt.

      Wiener Ausbildungsgeld:  Mit dem Wiener Ausbildungsgeld sollen mehr Menschen für längere Ausbildungen und die anschließende Berufstätigkeit in vom Mangel an Fachkräften geprägten Bereichen gewonnen werden. Da die Bezüge aus der Arbeitslosenversicherung in der Regel nicht ausreichen, um eine längere Ausbildung finanziell abzusichern, hat Wien im Jahr 2021 mit dem Wiener Ausbildungsgeld eine finanzielle Lücke geschlossen. Die Leistung richtet sich an beim AMS Wien arbeitslos gemeldete Personen und ermöglicht diesen im Vorfeld einer Beschäftigung die Teilnahme an länger dauernden Ausbildungen (mindestens 12 Monate) im Rahmen von Jobs PLUS Ausbildung sowie anderen arbeitsplatznahen Qualifizierungen. Das Wiener Ausbildungsgeld wird für Ausbildungen in den Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge (beispielsweise: Gesundheit, Pflege, Soziales und Pädagogik in Kooperation mit der Magistratsdirektion und Unternehmen der Stadt Wien) und andererseits für Qualifizierungen in klimaschutzrelevanten Berufen sowie im Bereich IKT/Digitalisierung gewährt. Es unterstützt die Teilnehmer:innen während der gesamten Dauer der Ausbildung mit monatlichen Zahlungen, die einen Mindestbetrag von rund € 1.550 monatlich sicherstellen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in diesen gesellschaftlich relevanten Beschäftigungssegmenten geleistet. Die Gewährung des Wiener Ausbildungsgeldes ist subsidiär zu Förderungen des Bundes, des Landes oder Dritter.

      Zahlreiche Studien belegen, dass eine finanzielle Absicherung der Lebenshaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter ist.

      Jugendstiftung Wien: Aufgrund der Entwicklungen am Arbeitsmarkt und des Fachkräftebedarfs der Wiener Wirtschaft haben der waff und das AMS Wien mit der Jugendstiftung Wien ein erfolgreiches Instrument zur Qualifizierung von jungen Erwachsenen ins Leben gerufen. Im Eintrittszeitraum von Jänner 2025 bis Dezember 2028 werden insgesamt 1.000 umstiegs- und aufstiegsorientierte junge Wiener:innen im Alter von 18 bis 24 und mit Anspruch auf Arbeitslosengeldbezug durch gezielte Aus- und Weiterbildung unterstützt. Die Maßnahme umfasst eine Phase der Berufsorientierung, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Die Möglichkeiten reichen hierbei vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien. Hier soll einerseits auf bestehenden Qualifikationen der Teilnehmer:innen aufgebaut und begonnene Ausbildungen abgeschlossen werden und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet werden (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung wird im Rahmen der aktiven Arbeitsuche intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Da eine finanzielle Absicherung der Lebenserhaltungskosten ein wichtiger Faktor für eine Ausbildung im Erwachsenenalter darstellt, ist zusätzlich zum Arbeitslosengeld eine monatliche ausbildungsbedingte Zuschussleistung in Höhe von € 300 vorgesehen.

      Frauenstiftung Wien: Die Frauenstiftung Wien richtet sich an Frauen ab 25 Jahren ohne Berufsausbildung und mit Arbeitslosengeldbezug, wobei der Fokus auf Wiedereinsteigerinnen liegt. Ihr Ziel ist es, den Teilnehmerinnen eine Qualifizierung zu ermöglichen und sie beim (Wieder)-Einstieg als Fachkraft in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Im Rahmen des mit August 2025 gestarteten Pilotprojekts ist innerhalb von einem Jahr der Eintritt von 100 Frauen vorgesehen. Ähnlich wie bei der Jugendstiftung ist auch hier zu Beginn eine Phase der Berufsorientierung vorgesehen, in welcher vorhandene Kompetenzen erarbeitet und ein Berufsziel entwickelt wird. Dabei wird einerseits auf den bestehenden Qualifikationen der Teilnehmerinnen aufgebaut und andererseits neue Berufsziele in Branchen mit besonders hohem Fachkräftebedarf erarbeitet (MINT, Green, Care). Nach Abschluss der Ausbildung – die Möglichkeiten reichen vom Lehrabschluss bis hin zu Bachelorstudien – wird intensiv bei der Jobsuche unterstützt. Um entsprechende Ausbildungen zu ermöglichen und die Lebenserhaltungskosten abzusichern ist ein monatlicher Ausbildungszuschuss in Höhe von € 300 zusätzlich zum Arbeitslosengeld vorgesehen.

      Wiener Pflegeausbildungsprämie: Die Pflegeausbildungsprämie ist eine monatliche finanzielle Unterstützung in der Höhe von 658,40 Euro für Personen, die eine Ausbildung in Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufen an einer anerkannten Ausbildungseinrichtung in Wien absolvieren. Damit sollen strukturelle und finanzielle Anreize gesetzt werden, um Ausbildungen in diesen Bereichen attraktiver zu gestalten. Die Pflegeausbildungsprämie kann Personen gewährt werden, die eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege (z.B. Bachelor Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz) bzw. eine Ausbildung in einem Sozialbetreuungsberuf (z.B. Fach- bzw. Diplom-Sozialbetreuung in Alten- oder Behindertenarbeit) absolvieren.

      Kursförderungen für Arbeitnehmer*nnen in Wien – waff
       

      Diese Informationen wurden uns vom waff im Februar 2026 zur Verfügung gestellt.