B1-Prüfung geschafft!

Von Christina Repolust |
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Wer in Österreich in der damaligen Hauptschule oder jetzigen NMS Englisch gelernt hat, hat am Ende der vier Jahre das Sprachniveau B1 in Wort und Schrift erreicht. Im Idealfall, wenn man eben selbst auch daheim gelernt, wenn man gut sprechen und ebenso gut schreiben und lesen trainiert hat.

X., ist Kurde, aus Syrien geflüchtet und lebt seit einem Jahr in Hannover. Jetzt hat er die B1-Prüfung geschafft, hat also „unsere“ Schrift, die lautorientierte Alphabetschrift, in 12 Monaten gelernt, hat A1-, A2- und schließlich B1-Niveau im Leseverstehen, im Hörverstehen, im Schreiben und im Sprechen erreicht.

Y. lebt in Salzburg, hat ebenfalls die B1-Prüfung geschafft, das heißt sie kann sich mit allen Deutsch sprechenden Menschen auch über Abstraktes unterhalten, hat das Niveau, auf dem sie sich kurz vorstellen und nach dem Weg zum Bahnhof fragen konnte, längst überschritten.

Zitat

Schritte klingen prächtig, wenn man beim Spracherwerb der Menschen dabei sein kann, manchmal huschen sie durch die Grammatik, manchmal waten sie im Sumpf der trennbaren Verben.

Dann hüpfen sie elegant durch die Haupt-Nebensatz-Konstruktionen, manchmal verharren sie im Stillstand, bis sich neue Regeln gefestigt haben, etwa die Inversion – z. B. die Umstellung von "Ich gehe morgen ins Kino" in "Morgen gehe ich ins Kino". Er und sie, X und Y haben unzählige Stunden geübt, gelernt, sich Prüfungen und Tests gestellt:

Ich kenn zwei und eigentlich kenn ich auch noch mehr, für die zutrifft, dass sie Deutsch auf Erstsprachniveau beherrschen wollen, dass sie weiterlernen und weiterlernen und sich ständig verbessern.

Zitat

Und wo ist jetzt mein Rumänischbuch? Ich wollte doch täglich darin lesen?

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von Christina Repolust
Christina Repolust

Autorin

Christina Repolust

Liest gern und viel, fotografiert ebenfalls gern und derzeit zu wenig. Hätte sie nicht mit 17 die richtigen Menschen getroffen und wäre sie nicht widerständig, hätte sie nicht nach der Handels­schule noch drei Jahre die Handels­akademie besucht und schon gar nicht gewagt, Germantistik und Publizistik in Salzburg zu studieren. "Ich weiß, woher ich komme und das ich einen weiten Weg hinter mir habe. Deshalb setze ich auf Bildung, Bestärkung junger Menschen, Reich und Schön interessiert mich so ganz und gar nicht!"

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InfoboxMusik als Berufsweg – Berufsfelder und Ausbildungswege in Österreich

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Musik kann viele berufliche Wege eröffnen – auf der Bühne, im Unterricht, im Studio oder im Kulturmanagement. Die Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich reichen von Musikuniversitäten über pädagogische Studien bis hin zu technischen oder organisatorischen Ausbildungen.

Musikberufe verlangen neben Talent oft viel Eigeninitiative, Übung und Flexibilität. Gleichzeitig bieten sie vielfältige Möglichkeiten, kreative Interessen mit pädagogischen, technischen oder organisatorischen Tätigkeiten zu verbinden.

Künstlerische Musikberufe:

Musiker:in / Sänger:in

Musiker:innen arbeiten als Solokünstler:innen, in Bands, Orchestern oder Ensembles. Je nach Stilrichtung sind sie im Bereich Klassik, Jazz, Pop, Rock etc. tätig. Der Weg führt häufig über ein Musikstudium, Konservatorium oder intensive musikalische Praxis.

Musicaldarsteller:in

Musicaldarsteller:innen verbinden Gesang, Tanz und Schauspiel. Die Ausbildung erfolgt meist über spezialisierte Musical- oder Musiktheaterstudiengänge.

Songwriter:in / Komponist:in

Songwriter:innen schreiben Musik und Texte für eigene oder andere Projekte. Es gibt keine geregelte Ausbildung, häufig helfen Studien in Komposition, Musikproduktion oder Sprachkunst.

Dirigent:in

Dirigent:innen leiten Orchester oder Chöre. Voraussetzung sind meist sehr gute musikalische Kenntnisse sowie ein spezialisiertes Dirigierstudium.
 

Pädagogische, soziale und wissenschaftliche Berufe:

Musiklehrer:in

Musiklehrer:innen unterrichten an Schulen und gestalten musikalische Projekte. Die Ausbildung erfolgt über ein Lehramtsstudium mit zwei Unterrichtsfächern.

Instrumental- und Gesangspädagog:in (IGP)

IGP-Absolvent:innen unterrichten an Musikschulen oder privat. Das Studium verbindet künstlerische und pädagogische Inhalte.

Musiktherapeut:in

Musiktherapeut:innen arbeiten im Gesundheits- und Sozialbereich mit Musik als therapeutischem Mittel. Dafür ist ein spezialisiertes Studium in Musiktherapie notwendig.

Musikwissenschaftler:in

Musikwissenschaftler:innen beschäftigen sich mit Musikgeschichte, Theorie und Analyse. Sie arbeiten häufig in Forschung, Kultur oder Medien und haben beispielsweise ein Studium in Musik- oder Musik- und Tanzwissenschaft.

Organisation, Management und Technik:

Musikmanager:in

Musikmanager:innen planen und organisieren die Karriere von Musikerinnen, z. B. Marketing, Auftritte, Tourneen und Vertrags- bzw. Finanzfragen. Eine fixe Ausbildung gibt es nicht; meist führen Studien oder Weiterbildungen in Musik-, Kultur- oder Eventmanagement sowie betriebswirtschaftliche Kenntnisse in den Beruf.

Musikproduzent:in

Musikproduzent:innen gestalten und betreuen Musikproduktionen im Studio von der Idee bis zur fertigen Aufnahme. Der Einstieg erfolgt über Studien oder Ausbildungen im Bereich Musikproduktion/Tontechnik, ist aber auch für Quereinsteiger:innen möglich.

Veranstaltungstechniker:in

Veranstaltungstechniker:innen kümmern sich um Licht-, Ton- und Bühnentechnik bei Konzerten und Events. Der Beruf kann über eine Lehre oder technische Studiengänge erlernt werden.

Beispiele für Bildungseinrichtungen in Österreich (Auswahl)

Event Engineering

u. A. das Musikum Salzburg https://musikum.at/de/

* Die angeführten Bildungseinrichtungen stellen eine Auswahl dar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zur weiteren Recherche empfiehlt sich folgende Seite: https://www.studienplattform.at/

Recherchiert von Laura Eder, BiBer Bildungsberatung, im Mai 2026.