Vom Wandel der Berufe

Wie werden sich Berufe in Zukunft verändern?

Statt uns vor der Zukunft zu fürchten, sollten wir uns überlegen, wie wir damit umgehen werden. Und ja, Weiterbildung ist auch hier ein heißer Tipp.

von Weiler Simone (Gastautor_in) | | Ratgeber

Dass sich die Arbeitswelt nach und nach verändert,  insbesondere aufgrund der Digitalisierung, das ist klar. Den Prognosen, in welchem Umfang und in welcher Art und Weise sich diese Veränderung zukünftig auf unsere Berufe auswirkt, sind allerdings Grenzen gesetzt.

Beschäftigen wir uns mit der Zukunft der Arbeit, stoßen wir unweigerlich auf Veränderungsprozesse der Digitalisierung. Und es ist nicht so, als ob diese Entwicklungen noch weit in der Zukunft von fliegenden Autos und Co. liegen würden. Nein, beispielsweise beim Güter – und Personenkraftverkehr, im Bereich der Sekretariatstätigkeiten, aber auch personenbezogene Dienstleistungen, die bereits teilweise durch Self-Service-Terminals und automatisierte Kassen ersetzt wurden, zeigt sich schon der Trend zum Neuen – Automatischen.

Flexibel auf Veränderungen zu reagieren und sich anzupassen, wie auch offen für fachübergreifende Zusammenarbeit zu sein, sind Fähigkeiten, die in Zukunft sicher stark an Bedeutung gewinnen werden. Ebenso wichtig bleibt es aber, Expert_in auf dem eigenen Gebiet zu sein und die eigenen, fachbezogenen Kenntnisse immer wieder aufzufrischen.

„… dass wir nicht wissen, wo es genau hingehen wird, es aber trotzdem wichtig ist, dass wir darauf vorbereitet sind,”

so Mag.a Julia Bock–Schappelwein (Expertin am WIFO)  zu den Trends der Digitalisierung.

Insbesondere durch Freude am Lernen und Fortbilden können wir uns die Arbeit in neuen, digitalisierten (Tätigkeits-) Bereichen erleichtern. Es ist die Aufgabe der Schulbildung, Grundkenntnisse zu vermitteln und die Lernmotivation für die weiteren Lebensjahre aufrechtzuhalten. Einen ganz besonderen Stellenwert hat die Weiterbildung im Erwachsenenalter.

Weiterbildung ermöglicht uns, am Wandel der Arbeitswelt teilzunehmen. Auch Unternehmen profitieren von einer Weiterbildungskultur, denn durch den entstehenden Aufbau einer Wissensökonomie und von fachlichen Expert_innen im eigenen Unternehmen, können sich österreichische Firmen am internationalen Markt etablieren.

„Wichtigstes Ziel sollte sein, dass sich künftig alle Menschen an unserer Gesellschaft beteiligen können.”

Zusammengefasst kann man also sagen, dass die Arbeitswelt schneller, komplexer und reicher an neuen Anforderungen wird. Daher ist es umso wichtiger, Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen, unser Wissen auf den aktuellen Stand zu bringen und zu erweitern, Bildungsabschlüsse nachzuholen, angelerntes Wissen anerkennen zu lassen oder einen neuen Beruf zu erlernen.

Dieser Text ist zuerst in den Salzburger Nachrichten erschienen. Wir freuen uns, ihn auch hier veröffentlichen zu können.

Gewusst wie...

Lehre im 2. Bildungsweg

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten als Erwachsene_r eine Lehre zu absolvieren. Von der "klassischen" Ausbildungsform bis hin zu Projekten wie "Du kannst was!", wo langjährige Berufserfahrung in einem Anerkennungsprozess zu einem meist schnellen Lehrabschluss führt.

Als Lehrabschluss im 2. Bildungsweg wird allerdings meist die außerordentliche Zulassung zur Lehrabschlussprüfung verstanden.

Voraussetzungen (außerordentliche Zulassung zur Lehrabschlussprüfung):

  • Über 18 Jahre
  • Nachweis der fachlichen Fertigkeiten und Kenntnisse des entsprechenden Lehrberufes (Anlernzeiten, praktische Tätigkeiten, Kurse etc.)

ODER

  • Die Hälfte der Lehrzeit eines Lehrberufes wurde bereits absolviert.

Form: Theoriewissen für die Prüfung wird je nach Möglichkeit:

Förderungen: 

Für einen umfassenden Überblick über deine Fördermöglichkeiten informierst du dich am besten bei der Bildungsberatung: BILDUNGSLINE: 0800 208 400 // frage@bildungsberatung-salzburg.at // online-bildungsberatung.at

Gewusst wie...

Projekt: "Du kannst was!"

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„Du kannst was!“ hilft dir, dank des raschen und unkomplizierten Verfahrens zum Lehrabschluss zu kommen. Nutze deine Fähigkeiten und hol dir deinen Berufsabschluss!

Voraussetzungen:

Du bist mindestens 22 Jahre alt und hast ausreichend Erfahrung in einem der Berufe:

  • Betriebslogistiker_in
  • Bürokaufmann/-frau
  • Einzelhandelskaufmann/-frau
  • Großhandelskaufmann/-frau
  • Industriekaufmann/-frau
  • Metalltechniker/in
  • Koch/Köchin
  • Restaurantfachmann/-frau

Wenn dein Beruf hier nicht vertreten ist, du jedoch auch gerne an "Du kannst was!" teilnehmen möchtest, frag einfach nach, bei genügend Teilnhemer_innen ist eine Ausweitung der Berufe möglich!

Schreib ein Mail an: dukannstwas@ak-salzburg.at oder ruf an: 0662 88 30 81-555

Hilfreiche Links:

"Du kannst was!" ist eine Projektpartnerschaft der AK-Salzburg, AMS-Salzburg, BFI, Europäischer Sozialfonds, Land Salzburg, OEGB, TAZ Mitterberghütten, WIFI & Wirtschaftskammer.

Gibt es "Du kannst was!" auch außerhalb von Salzburg?

In einigen Bundesländern wird "Du kannst was!" noch angeboten, teilweise auch unter einem anderen Namen:

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Förderungen

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Für kostenpflichtige Weiterbildungen können je nach Bundesland und individuellen Voraussetzungen unterschiedliche Förderungen in Anspruch genommen werden.

Hilfreiche Links (Bundesländer):

Hilfreiche Links (Österreichweit):

Für das Bundesland Salzburg erarbeitet unser Bildungsline-Team jährlich ein Infosheet für Förderungen. Dort findet ihr von der AK Bildungsförderung bis zu Sozialstipendien der ÖH Salzburg alles, was euch an Unterstützungen geboten werden kann!

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FiT: Frauen in Handwerk und Technik

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Die Angebote des FiT-Programms: Frauen entdecken ihre Stärken und Interessen für Handwerk und Technik und verbessern ihre Karrieremöglichkeiten und Jobchancen. 

Voraussetzungen: 

  • Arbeitssuchende Frauen (Wenn diese während der Ausbildung eine Arbeitsstelle finden, können sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder in eines der Module einsteigen)
  • Besuch einer rund 12wöchigen Basisqualifizierung

Finanzierung:

  • Über AMS / Für die Dauer der Teilnahme -  Arbeitslosengeld oder eine Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhalts

Ablauf:

  • Entscheidung für einen handwerklich-technischen Beruf  
  • Kurs "technische Vorqualifizierung" eine Basisbildung für die anschließende Qualifizierung  
  • Praktikum: 2 bis 4 Wochen  (Einblick in die technisch-handwerkliche Arbeitswelt)
  • Beratung und Begleitung

Während der gesamten Ausbildung können die Frauen eine Beratung und Begleitung bei Fragen der Kinderbetreuung, Lernunterstützung, etc. in Anspruch nehmen.

Abschluss:

  • Lehrabschluss oder einem vergleichbaren Schulabschluss.
  • Auch eine Ausbildung in einer naturwissenschaftlich- technischen Fachhochschule oder in einem technischen Kolleg ist möglich.

Hilfreiche Links:

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IT-Techniker_in im 2. Bildungsweg - BFI

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Arbeitnehmer_innen, die bereits jetzt in diesem Beruf arbeiten, aber keinen entsprechenden Lehrabschluss haben, können in einem dreisemestrigen berufsbegleitenden Lehrgang den Lehrabschluss zum_zur Informationstechnologie-Techniker_in (IT-Techniker_in) nachmachen.

Info-Veranstaltung: am 06.09.2018 um 15.00 Uhr am BFI Salzburg

Kursinfos:  LAP IT-Technik im 2. Bildungsweg

Kosten: 4.050,00 € inkl. Arbeitsunterlagen

Beratung und Anmeldung:
BFI Salzburg Kundencenter
Schillerstraße 30, 5020 Salzburg
Tel.: 0662/88 30 81-0
E-Mail: anmeldung@bfi-sbg.at

Die Bildungsberater_innen des BFI Salzburg informieren dich persönlich.

Bitte bringe für die Anmeldung eine Kopie des Meldezettels, die Bestätigung des/der  Arbeitgeber_in über die erforderlichen Praxiszeiten, einschlägige Matura- oder Abschlusszeugnisse (als Ersatz für Praxiszeiten bzw. als Voraussetzung für den Nachlass des theoretischen Prüfungsteiles) und einen Lebenslauf (tabellarisch) mit.

Du willst noch mehr Infos?

Die Bildungsline gibt Antworten

Neue Bildungswege warten im Netzwerk Bildungsberatung.

Kostenfreie Informationen & Beratung:

Schlagwörter: Digitalisierung, Weiterbildung, Abschluss nachholen, 2. Bildungsweg

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